Freud’sche Fehlleistung

Tja, manchmal schreibt man Dinge, die man zwei Tage zuvor noch gedacht,aber wieder beiseite geschoben hat.
Da kann es auch passieren, dass man diese im Dialog mit einem anderen Blogger schreibt und es nicht merkt, bis dieser einen zitiert.
Freud’sche Versprecher oder Verschreiber; oft sagt man das so dahin. Und lacht darüber.
Diesmal bringt er mich aber zum nachdenken.
Das Zitat „Ich bin nicht wieder zu Hause und statt des Meeres rauscht die Autobahn…“
Ich werde hellhörig.
Eine Erinnerung:
An einen Moment, am Fenster sitzend. zum Meer rausblickend.
Denkend, dass es schon seltsam ist, sich hier in der Fremde, in einem Studio, das man nicht mal selbst eingerichtet hat, mehr zu Hause zu fühlen, als zu Hause.
Auch erinnere ich mich, dass mir der Gedanke Unbehagen bereitete.
Da schreibe ich diesen Kommentar und oben anstehendes Zitat kommt dabei heraus.
Ich schätze, es ist Zeit, das mal zu beleuchten und genauer anzusehen.
Denn, tatsächlich fühlt sich ein Teil von mir, hier nicht zu Hause.
Vielleicht finde ich heraus, weshalb das so ist und vielleicht lässt sich daran ja etwas ändern.
Eventuell ist es eine Kleinigkeit, oder etwas Großes.
Ich werde es herausfinden.
Und egal, was es ist, ich werde bestimmt drüber staunen.

Karma

Vor Monaten schon habe ich mir den „kleinen Alltags Buddhisten“ gekauft. Zwar wurde ich katholisch getauft und auch weitestgehend so erzogen, doch ist es mit dem Glauben so eine Sache.
Der Buddhismus kommt mir da schon eher entgegen, empfinde Ich ihn doch mehr als Lebenseinstellung, denn als Religion. Der Buddhismus lehrt einen Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, und, jetzt aufgepasst, dadurch Leid zu mindern (das eigene).

Unter anderem hat das was mit Karma zu tun. In diesem Buch recht einfach erklärt. Mit meinen eigenen Worten klingt es so:
Karma ist das Resultat aus Taten, die Du Dich entschieden hast zu tun oder auch nicht zu tun. Gut, die Absicht spielt wohl auch noch eine Rolle.

Ich bin gerade das perfekte Beispiel: Ich leide (wenigstens ein bisschen). Oberflächlich gesehen wegen der Steuerprüfung. Doch genauer Betrachtet, würde ich viel weniger leiden, hätte ich mich in der Vergangenheit entschieden, meinen Papierkram sofort n Ordnung zu halten.

Ist man sich einer solchen Tatsache bewusst, ist es wirklich nur halb so schlimm. Denn, es ist nicht das böse Schicksal, das mir widerfährt. Es ist ein Resultat aus alten Zeiten.
Nun geht es noch darum, zu tun, was getan werden kann, um den Schaden gering zu halten. Sprich Achtsamkeit und Wachheit sind gefragt. Leben im hier und jetzt. Und es diesmal so gut zu machen, wie es nur eben geht, in dem Bewusstsein, dass auch das Karma bewirkt.

Nicht darüber nachdenken, was in der Zukunft (nah oder fern) vielleicht schief gehen könnte.
Es ist so, wie Buddha sagt:

„Hänge nicht in der Vergangenheit, fürchte Dich nicht vor der Zukunft.
Die Vergangenheit ist nicht mehr und die Zukunft ist noch nicht da.
Lebe im Jetzt.“

Gesagt, getan.