Synapsenkurzkluss

Kaffee, Tablet. Ich sitze auf meinem Balkon. An einem Dezember Morgen. Winter ist das immer noch nicht. Seit einiger Zeit schon regt sich beim Aufstehen das Gefühl auf Gran Canaria zu sein. Nicht wegen der Temperatur. Es ist etwas anderes. Seit heute weiß ich, was es auslöst. Die Autobahn ist weiter weg, als bei meiner alten Wohnstatt. Hier, in meiner Wohnung kommt sie nur mit einem Rauschen daher. Genau genommen klingt es, wie die Wellen des Atlantiks, die auf den Steinstrand, nahe des Ferienhauses trafen, in dem ich mit dem Herrn Gemahl residierte.
Von wegen Verkehrslärm erzeugt unterschwelligen Stress. Wenn er das Gefühl von Urlaub erzeugt, soll es mir recht sein. Verrückt, aber nett, was die Synapsen mir da vor gaukeln.

Weißer

Freude. Die Straße ist weiß(er). In der Nacht hatte es minus vier, jetzt nur noch null Komma acht Grad und es schneit. Gute Voraussetzungen für ein weißes Bonn.
Während ich schreibe, wird der Schneefall kräftiger. Das heißt, ich muss mich kurz fassen. Ich kann nicht ganz so schnell durch den dunklen Morgen Rauschen, wie das sonst der Fall ist.
Gestern hat sich der Reißverschluss an meinem Mantel verabschiedet. Genau richtig, zum Wintereinbruch. Jetzt steh ich ohne Winterjacke da, werde einfach mehr von den Sachen im Schrank übereinander ziehen, bis er repariert ist.
Aus Zerberus wird Zwiebelus. Fast, wie Saulus und Paulus, nur ganz anders.