Ein Sumpf aus Scheiße

Mein Muster, das mit dem überbordenden Mitteilungsbedürfnis ist aufgelöst. Ich weiß, das schrieb ich schon des öfteren. Doch ja, diesmal ist es weg. In einem Coaching, vorgestern, kam ich der Sache auf den Grund:
Wie aus dem nichts tauchte der Name meiner ersten Liebe auf. Ich erzählte die dazugehörige Geschichte. Jetzt könnte man meinen, es habe etwas mit dem verlassen werden zu tun gehabt. Nein, Selbstannahme war das Thema. Das ist nun aufgelöst. Wenigstens dieses Muster betreffend.
Einen ganzen Tag lang bin ich erlöst, bis, zack!, das nächste Thema auf dem Tisch liegt. Völlig unvorbereitet trifft es mich. Dabei ist das dazu gehörige Gefühl täglich mein Begleiter. Schon lange. Betrügen. Egal, was ich verkaufe, sei es Kosmetik, sei es Coaching, Seminare, sei es die Möglichkeit eines Nebenwerwerbs, ich schätze, selbst der Verkauf von Unterhosen fiele darunter, ständig ist da dieses Hintergrundrauschen. Das ich betrüge. Selbst, wenn ich mal den Weg zu einer Adresse beim Taxi fahren nicht genau weiß, ist es da. Nun sitze ich hier. Hinter Glas ein wunderbar sonniger Vatertag, mit Vogelgezwitscher. Kinderstimmen. In mir die Frage: Wann war dieses Gefühl zum ersten mal da? Bis jetzt bin ich noch nicht zum Ursprung vor gedrungen. Was ich weiß ist, dass es mich nieder drückt. Der Rücken schmerzt. Ich bleibe dran. Finde es heraus. Der Moment in dem ich es löse, wird ein Fest. Das weiß ich schon jetzt. Eben lese ich in einem Coaching Blog über Werte. In der Richtung zu forschen, könnte lohnenswert sein.

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Weiter geht’s

Ich schlafe seit 4 Nächten wieder unruhiger, bin nachtschweißig. Dazu die Panikattacken. Die mögen psychosomatische Natur sein, können aber wenigstens teilweise auch durch die Schilddrüse hervorgerufen werden.
Also: Heute Morgen gleich einen Termin zum erneuten Aderlass gemacht. Morgen früh darf ich meinen Saft abgeben.
Außerdem werden noch andere Werte gecheckt. Ein Hoch auf die Biochemie.
Bin gespannt, was da raus kommt.
Vielleicht muss ich wieder am L-Thyroxin Schräubchen drehen.
Heute Abend geht’s erst mal wieder zum Indoor Cycling, bei Mr. Freeze.
Ich möchte einfach normal weitermachen. Und das werd ich auch.

Aderlass – Ergebnis

Laut dem Doc sind die Werte wieder besser.
Ich erzähle ihm wie es mir die letzten zwei Tage ging und auch von der bevorstehenden Prüfung. Er meint, von den Werten her, wäre alles besser geworden. Der Entzündungsmarker ist weiter gesunken.
Mein TSH Basal Wert hat sich wieder aus der „künstlichen“ Überfunktion heraus bewegt.
Wir müssten aber natürlich auch nach meinem Befinden gehen und nicht nur nach Zahlen.
Der Doc meint aber auch noch, dass ich mich durch die Schilddrüse tendenziell labiler fühlen könnte und es angesagt sei, dass wir da mehr Stabilität rein bringen, damit ich nicht so sehr leide (O. T. mein Doc), wenn etwas bedrückende Situationen anstehen.
Das halte ich für eine gute Idee. Jetzt stellt sich noch die Frage: Wie?
Auch darauf werde ich ein Antwort finden. Ganz bestimmt.

Gefickt eingeschädelt – Nachtrag

Kurz nach meinem Anruf in der Praxis, ruft mich die Sprechstundenhilfe zurück. Sie hat mit dem Doc gesprochen. Der meint, wenn er weiß, dass ich die Tabletten genommen hab, kann er zu den Werten trotzdem was sagen und ich muss nicht erneut zum Aderlass.
Das freut mich natürlich sehr, zumal ich dann auch nicht noch mal die Kosten für das Labor zahlen muss.
Um 12.30 Uhr darf ich anrufen. Telefon Sprechstunde. Bin gespannt, was die Werte sagen.

Gefickt eingeschädelt

Da hab ich ja eine feine Selbstsabotage durchgeführt. Den Aderlass kann ich morgen noch mal wiederholen.
Am Tag der Blutabnahme darf ich mein L-Thyroxin nicht nehmen, weil das die Werte verfälscht. Habe ich aber gestern artig eingenommen, bevor ich zum Arzt bin.
Also, um 8 Uhr anrufen und Bescheid geben, dass ich noch mal ein Date mit der Nadel brauche.
So kann man sich auch die Zeit vertreiben.

Piratin

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Ein Kollege fragt mich, was es mit meiner AU Plakette auf sich hat. Ich erkläre ihm, dass sie für Piratin steht.
Was ich damit verbinde, will er als nächstes wissen.
„Die Freiheit, zu sein wer ich will. Meine eigenen Regeln zu haben. Für meine Leute da zu sein. Unbeugsamkeit. Stolz. Lebenslust. Immer kampfbereit sein, wenn es darum geht, meine Werte zu verteidigen. Aber auch verhandlungsbereit zu sein.“
Er meint, es klingt ein wenig nach Anarchie, aber gut.
Find ich auch. 🙂