Sie schleicht sich an

Die Ruhe.
Nachdem ich das Grundgerüst für die Lesung so schnell stehen hatte, gab es noch ein paar Dinge für den Kartenverkauf zu regeln. Das ist nun auch erledigt.
Auch die Plakate beim Verlag sind geordert.
In Sachen Hochschulsport warte ich auf den Mitgliedsausweis der Universitätsgeselschaft. Ohne den keine Semesterkarte. Ohne Semesterkarte kein Sport. Ohne den auch kein Studium Universale. Ohne den keine Uni-Bibliothek.
Beim Taxiverkauf warte ich auf einen neuen Käufer.
Der Herr Gemahl ist wieder von einer Erkältung geplagt, sprich ziemlich platt und atemlos.
Kein Nervenkitzel. Nichts zu tun (außer dem Kassenbuch, was wenig spannend ist).
Ich könnte die einkehrende Ruhe genießen, doch stelle ich fest, dass mir dazu scheinbar ein Gen fehlt.
Warten finde ich doof. Machen ist viel anregender.
Wie findet man eigentlich einen Verleger? Oder besser, wie findet man einen, der das, was man schreibt, auch haben will?

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Erstens kommt es anders

Und zweitens als geplant.
Diese Konzession hängt an mir, wie Scheiße am Schuh.
Ursprünglich sollte heute die Anzahlung gegen Unterschrift geleistet werden. Nun stellt sich heraus, dass, außer der Anzahlung, finanzierungstechnisch noch nichts steht.
Es fehlt das OK der Bank.
Also, weiter warten. Ich hätte große Lust, einen Schrei zu tun. Doch hilft das nichts. Besser ist, tief atmen. Ein und aus, ein und aus.
Ruhig Silvia. Es wird werden. Hab Vertrauen.
Und ich werde mich verdammt noch mal trotzdem entspannen. Auch, wenn sich das jetzt noch nicht so anhört.

Warten

Heute durfte ich Geduld üben.
Erst warten auf Marion. Dann warten, dass die Pension aufmacht.
Warten auf AA.
Warten, dass andere Teilnehmer mir meinen Zimmerschlüssel mitbringen (vergeblich).
Warten auf Essen.
Warten auf Lesung.

Und feststellen, ich bin gelassener geworden.
Rotieren wäre heute absolut verschwendete Energie gewesen.
Einfach mal abwarten und atmen.

Warten kann auch erholsam sein.

Verdammte Ungeduld

Ich hasse es zu warten.
Selbst, wenn ich zwischenzeitlich anderes erledigen kann.
Die Tugend der Geduld versuche ich schon seit Jahren zu lernen, doch sie will sich mir nicht eröffnen.
Ja, ich weiß, das klingt jetzt so gar nicht selbstbestimmt. Als hätte ich keine Wahl. Natürlich habe ich die.
Es fällt mir so schwer.
Warten, dass Altmann seine Konsonanten Kontodaten (diesmal hab ich die Worterkennenung auf frischer Tat ertappt) mailt.
Warten, dass die Anmeldung für den Insellauf freigeschaltet wird (ist sie immer noch nicht).
Geduldig mit mir selbst sein, wenn mein Hirn bei der Meditation wieder mal nicht die Klappe hält.
Geduldig sein, im Lauftraining; schneller, weiter – wird schon.
Warten, dass Geld vom einen auf’s andere Konto gebucht wird, damit ich den Trainerschein bezahlen kann (und den Altmann, ihr merkt schon, wie beknackt das teilweise ist)
Und das alles mir, die anderen am laufenden Band erzählt, sie mögen geduldig mit sich sein.

Arrrgghh!!! Ich weiß, dass ist kein Wort. Stellt es Euch ganz laut, mit viel Emotion vor.
Ich geh jetzt in die Muskelstählungsanstalt und danach in die Heißgalvanisierung.
Hoffentlich bin ich dann ruhiger.

Gut oder schlecht

Ich warte immer noch, will aber auch nicht schon wieder anrufen. Vielleicht gibt es gar kein Vorgespräch(?). Ist es nun gut oder schlecht, dass ich nichts aus dem Büro höre?
Einer der Kollegen sprach von einem Abschlussgespräch.
Ist ja auch egal.
Die Dinge nehmen ihren Lauf.
Inzwischen bin ich der Ansicht, dass die lange Vorlaufzeit so was wie eine Zemürbungstaktik sein soll. Die zu prüfenden Jahre sind schließlich längst abgehakt. Da könnte einer, selbst wenn er wollte, nichts dran drehen.
Wie auch immer, ob mit oder ohne Vorgespräch, es wird jetzt ein paar Tage dauern, bis der Prüfer alle Unterlagen gesichtet hat.
Noch mehr warten…

In der Zwischenzeit lebe ich meinen Alltag.
Ich schwanke noch zwischen Laufen und Cycling Kurs heute Abend. Jetzt, in diesem Augenblick, tendiere ich zu laufen. Das rauschen des Windes in Baumwipfeln erinnert mich immer an etwas. An was genau, kann ich gar nicht sagen.
Aber es muss was Gutes sein, weil es mir ganz tief in meiner Seele gut tut.

Warten auf das Unvermeidliche

Zweieinhalb Monate warte ich jetzt. In dieser Zeit hatte ich Rückenschmerzen, Nackenschmerzen, Kopfschmerzen. Ein Gruß meiner Faszien, die bekanntermaßen intensiv auf Stress reagieren und sich zusammenziehen.
Tag X ist nun da, ich warte immer noch. Ich habe viele gute Wünsche mit im Gepäck, was sehr gut tut. Ich fühle mich mental wunderbar unterstützt. Dafür möchte ich ganz herzlich „Danke“ sagen.
Ich habe heute morgen schon mal ein bisschen geweint. Interessanterweise nicht mehr aus Angst, sondern, weil der Tag, der so bedrohlich vor mir lag, jetzt endlich da ist. Ein großer Teil meiner Anspannung hat sich mit einem Mal gelöst, was sich auch in meinem Rücken bemerkbar macht. Bis auf ein kleines bisschen Restschmerz sind die Verspannungen weg. Auch die bleierne Müdigkeit, weg. Ich bin seit langem mal wieder fast völlig entspannt.
Jetzt warte ich nur noch auf den Anruf von meinem Steuerbüro, um zu erfahren, wann ich zum Vorgespräch darf.
Und wie gesagt: Vielen Dank, für’s Daumendrücken. Es kommt an.  🙂

Und nun?

Es ist alles organisiert, alles gepackt, diverse Nachrichten an verschiedene Leute verschickt, Geschenke bei wieder anderen Leuten vorbei gebracht und heimlich an die Tür gehängt, neue Sandalen gekauft (nachdem die anderen leider, leider gestern das Zeitliche gesegnet haben), Katzenfutter gekauft, geduscht, mehrfach gefrühstückt…
Alles erledigt.
Jetzt sitze ich hier und warte darauf, endlich los zu dürfen.
Und tippe mit den Füßen.
Da ist sie wieder: Schwester Ungeduld.

Calvi

Wir sitzen in einem kleinen Resto direkt an der Citadelle.
Generell bekommt man hier auf Korsika häufig eine Schiefertafel mit der Tageskarte auf den Tisch gestellt.
Hier toppen sie es.
Als ich nach der Karte frage, kommt das Mädel mit einer Tafel im Schulformat abgeschleppt.
Ich frage, ob das die kleine Karte ist, was für Gelächter sorgt.

Warten

Im Augenblick ist warten angesagt.
Warten, auf die nächste Fahrt.
Warten, auf Mittag.
Warten, auf den Postboten (ganz besonders auf den)
Warten, auf das erste Moritz Cycling seit Monaten….
Hey, aber ich warte nur auf Sachen/Momente, auf die ich mich freue.
Warten, heute Abend Makrisa wieder zu sehen…