Seicht

Depressionen: Überstanden
Fremd verliebt: vorbei

Eigentlich könnte ich mich jetzt total wohl fühlen. Zufrieden sein.
Doch ist es fast so, als könnte ich diese Ruhe nicht ertragen. Ich habe dieses Gefühl von getrieben sein in der Magengrube.
Etwas in mir will die Turbulenzen zurück. Das ist doch verrückt!
Oder nicht?
Als würde da jemand vor mir stehen, ungeduldig mit dem Fuß auf den Boden tappen und mich fragen:“Und jetzt, Silvia, was machen wir jetzt?“
Ja, so ist das.
Ich habe in meinem Leben und in den letzten Monaten so unter Strom gestanden, ich kann mit dieser Ruhe noch nicht umgehen.
Und da ist das, immer noch, recht laue Taxigeschäft auch nicht gerade hilfreich. Ruhe im Überfluss.

Oder ist da etwas, worüber ich nicht nachdenken will?

Selbst das Meditieren will nicht funktionieren. Alleine still sitzen fällt mir unglaublich schwer.

Hach, egal wie es ist, es scheint mir nie recht zu sein.

Kopfschütteln

… ringt mir heute die Unzufriedenheit meiner Kollegen ab. Der eine beklagt, gestern zwei Kurze Fahrten vom Bahnhof gehabt zu haben, der andere stört sich generell an der Länge der Touren.
Trotzdem haben auch diese Beiden ihren Reibach gemacht. Ich verspüre ein gewisses Unverständnis und gehe lieber meinen neuen Altmann lesen.
Halbvolle und halbleere Gläser. Ich bleibe dabei: Es war ein super Tag und ich hatte Freude dran. Und verdient habe ich auch gut.