The Rope

Dieses Sportgerät (es geht schon wieder um mein Springseil) sorgt tatsächlich in den verschiedensten Situationen für Unterhaltung. Und ich lache immer wieder darüber, was da für Gespräche zustande kommen.
Beispiel:
Ich stehe an der Einstiegsspitze vom Halteplatz. Ein Fahrgast kommt ans Auto, fragt durch das geöffnete Fenster, ob ich ihn ein Stück fahren würde (stünde ich sonst hier?).
Darauf ich:“Klar, kommen sie herein.“ Dabei greife ich das Springseil, dass ich kurz vorher auf den Beifahrersitz geworfen habe, um es auf den Rücksitz zu befördern.
„Jetzt hab ich Angst“, meint er, worauf ich das erste Mal herzlich lache und ihm versichere, er könne sich entspannen.
Ein paar Meter sind schon gefahren, als er nervös sein Portemonnaie heraus kramt. „Ich muss mal schauen, ob ich überhaupt Geld dabei habe.“
„Wenn nicht, kommt halt doch das Seil zum Einsatz“, erwidere ich.
„Ich bitte darum“, kommt es retoure.
Ich warne:“Nee, nee! Wenn’s Spaß macht, wird’s teurer. Das lass ich mir dann auch noch bezahlen.“
Touche!
Er schweigt. Und ich grinse in mich hinein.

Als er aussteigt, meint er, bis eben wäre es ein echter Scheißtag gewesen. Er habe das Gefühl, mit der Taxifahrt hätte sich das geändert. Die sei heute das erste positive Erlebnis gewesen.

Ist doch schön, wenn die Menschen von mir ein paar gute Vibes mit bekommen.