Gelungene Überraschung

Ich will den Herrn Gemahl überraschen. Um 6 Uhr, in der Früh, flitze ich in die Küche, schnappe mein Tablet und buche flux ein Studio mit Balkon und Meerblick in Zandvoort. Zwei Nächte 198€. Gut, kein Pappenstiel. Aber er will schon die ganze Zeit mit mir weg über’s Wochenende, dieses Mal klappt es.
Dachte ich!
Fröhlich den Kalender durcheinander bringen, habe ich nicht bedacht: Der Herr Gemahl hat Bereitschaft, diesen Samstag. Außerdem kommt jemand die verkaufte KLR (Kawasaki) abholen. Aus Unterschleisheim. Da kann er auch nicht sagen:“Komm Sonntag noch mal.“
Was soll ich sagen?
Überrascht ist er in der Tat. Und ein wenig belämmert schaut er aus der Wäsche.
Dazu kommt, die Stornierung ist nicht kostenlos, würde 99€ kosten.
Das bin ich nicht bereit zu zahlen.
Ausweichplan: Der Dame schreiben, ob sie mich begleitet.
Just in dieser Sekunde Absage: Sie ist verplant.
Gut: Ich bekomme also ungeplant, das, was ich am meisten brauche. Ruhe und Zeit für mich alleine. Damit mein Rücken etc. Sich entspannen können. Und ich mit.
Think positive.
Zandvoort, Amsterdam, Balkon mit Meerblick, ich komme!

Überrascht

… bin ich über mich selbst. Ich weiß nicht, ob ich es schon mal erwähnte. Bisher verhalte ich mich ziemlich unordentlich. Ich lasse gerne was liegen. Und wenn es um meinen Papierkram geht, naja…
Jedenfalls, gedenke ich, mich endlich mal um meine Buchführung zu kümmern und gerate gleich in die Bredouille, weil ich die Quittungen der letzten zweieinhalb Monate nicht finden kann. Panik steigt auf, gegen die ich erfolgreich ankämpfe. Die können einfach nicht weg sein.
Ich flitze zum Auto, wo ein Teil meiner Buchführung, in einer Tasche vor sich hin dümpelt (hatte ich erwähnt, dass ich chaotisch veranlagt bin?).
Auch hier sind sie nicht zu finden. Mist.
Atme, Silvia. Ok. Ein und aus…
Erst mal Haare föhnen und frühstücken. An einen Apfel denken (super Tipp von der Dame, danke, bin runter von der Gedanken Autobahn;-)
Nach dem Frühstück steige ich ins Auto; fahre zu meiner ersten Vorbestellung; nehme die Tasche mit der Buchführung nochmals auseinander. Nix!
Mmmhhh…
Mein Blick schweift durch’s Taxi; bleibt an meinem Kalender hängen. Sollte das die Lösung sein?
Vorsichtig öffne ich das Buch und tatsächlich! Da sind meine Quittungen, schön sortiert, für jeden Tag.
Anfang des Jahres hatte ich mir zum x-ten mal vorgenommen ordentlicher mit meinem Papierkram zu werden.
Und halte es scheinbar für unmöglich, dass ich das tatsächlich umgesetzt haben könnte.
Habe ich aber.
Das finde ich sehr bemerkenswert 🙂