Danke und gute Reise

Gestern war es so weit. Die Tierärztin kam um halb sechs am frühen Abend.
Eine Stunde hatten wir, um uns voneinander zu verabschieden. Nun ist er gegangen. Wir haben ihm rüber geholfen.
In die Trauer mischt sich Dankbarkeit und Erleichterung.
Mach’s gut, kleiner Freund.

Eifel – Kindheit – sich erden

Inzwischen bin ich durch die herbstliche, verregnete Eifel nach Schwerfen gefahren. Hier ist mein Vater bei seiner Tante aufgewachsen und hier haben wir manches Wochenende verbracht, bevor meine Welt aus den Fugen geriet. Es regent immer noch. Trotzdem werde ich gleich einen Spaziergang am Roten Bach machen, meinen Kopf abkühlen.
Danach bin ich klarer.
Die Tränen sind jedenfalls schon versiegt. Und der dunkelgraue Himmel ist jetzt hellgrau. Besserung ist in Sicht.

Intensiv

Wieder passiert es. Zu intensiv. Ich.
Und wieder sorgt es für Distanz. Ich versuche gerade das zu verstehen, doch bin ich zu traurig, um analysieren zu können, was da los ist. Vermutlich wird das ein sehr verwirrter Beitrag werden, weil ich die Mitte suche.
Ich versuche zu fühlen ob sich etwas ändert oder endet. Ich weiß es nicht.
Die Nachrichten, die mich heute erreichen, schlagen Saiten an. Und mit diesen Klängen, die entstehen, muss ich versuchen umzugehen. Nicht die Klänge sind das Problem. Sondern die richtigen Tanzschritte.
Die letzte Fahrt führt mich in die tiefste Eifel. Hier sitze ich in meinem Taxi, weine, weiß nicht genau warum. Wohl, weil ich nicht weiß, was ich jetzt machen soll.
Wie geht man damit um, wenn man gesagt bekommt, dass man intensiv ist. So intensiv, dass man Abstand braucht. So verstehe ich es.
War ich heute Morgen noch hoch oben, auf der Welle der Euphorie, durch das Altmann Wochenende, so bin ich jetzt im Wellental angekommen. Und die Tränen enden nicht. Am liebsten möchte ich hier auf diesem Wendeplatz stehen bleiben, mich zusammen Rollen und weinen, bis keine Tränen mehr übrig sind.
Es passiert schon wieder. Wieder zuviel. Ich bin so traurig.