Sport

Sport ja. Krafttraining. Kein Cycling heute. Die neue Trainerin hat für heute ein Vertretung bestellt.
Der Mittwoch ist nichts Halbes und nichts Ganzes mehr.
Krafttraining und Sauna wird gut tun. Änderungen in den Abläufen brechen ja auch Trainingsroutinen.

Werbeanzeigen

Uncool

So war das Training heute.
Von der Umkleide die Treppe rauf. Oben ankommend merken, dass man irgendwie — unfit ist. Fünfundsiebzig Prozent Puls, von ein paar Stufen? Naja. Am Tisch sitzend den Puls im Hals spüren, wie mit Druckluft betrieben.
Kursraum. Indoor Cycling. Einfahren. Mir ist heiß. Das Gesicht glüht. Puls neunundachtzig Prozent. Viel zu hoch, für das bisschen treten. Runter geht er auch nicht wirklich. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich bei hundert Prozent hundertachtundsiebzig Herzschläge die Minute habe. Habe ich beim Einfahren schon neunundachtzig Prozent, ist nach oben nicht mehr viel Luft.
Ich lass das Rad auslaufen, steige ab, streiche die Segel.
Schon als ich den Trainerschein gemacht hab, war ich mit Ibuprofen „gedopt“, damit ich nicht absagen musste. Plus Nasenspray. Seitdem cycle ich fröhlich vor mich hin. Immer noch auf Nasenspray (heute tagsüber mal ohne, doch zum Training wieder genommen). Da die Nase noch dicht ist, kann ich davon ausgehen, dass der Infekt noch da ist.
Und mein Körper sagt heute: „Ist gut Muddi. Lass mal Pause machen.“
Also, ab in die Sauna. Vielleicht hilft das ja. Mmhh. Funktioniert fantastisch. Kreislauf. Karussell fahren, auf der Dachterrasse. Sauna Kumpel Helmut ist besorgt. Die Sauna Fee bringt Mandarinen. Alle kümmern sich. Darauf kann ich nicht gut. „Ich bin doch stark, mich kann nichts erschüttern“, äfft Helmut. Er ist um die sechzig, durchtrainiert, drahtig. Lässt auch gerne mehr Lässigkeit sehen, als tatsächlich da ist. „Ich bin genauso, aber um Dich mach ich mir jetzt Sorgen, Mädchen. Tritt mal was kürzer.“
Kümmern. Kann ich nicht gut. Wiederhole ich mich? Ich kann Fürsorge schlecht annehmen.
„Lasst mich zurück, schlägt Euch alleine durch“, so in der Art. Oh Mann! Scheiß Heldengetue. Ich bin keine Heldin. Wenigstens heute nicht.
Geschissen. Den Kurs Morgen sage ich ab. Und sollte ich Mittwoch, zur letzten Stunde von Mr. Freeze noch nicht fit sein, bringe ich das Abschiedsgeschenk der Kriegerin und mir halt in Straßenklamotten hin.
Jetzt geh ich ins Bett. Mich friert.

Flex Training

Wer im Hirn flexibel ist, findet eine Lösung.
Ich schrieb ja schon, dass ich in einer Pension untergebracht bin. Sie liegt an einer Hauptstraße, in Waldkirch. Den Ort habe ich noch nicht weiter erkundet. In Unteralpfen wäre mir da auch eher dran gelegen.
Außerdem wäre es in dort mit dem Training anders gewesen. Ich schreibe bewusst anders und nicht besser, denn:
Nach der morgendlichen Gymnastik springe ich in die Laufsachen, überzeugt eine Stelle zu finden, an der ich mein HIIT absolvieren kann. Nach zweihundert Metern kommt die letzte Lichtquelle.
Optimistisch laufe ich weiter. Ich bin mit einer ganz guten Nachsicht ausgestattet, doch wegen des Nebels dringt auch von Mond oder Sternen kein Licht zu mir.
Mit anderen Worten: Es ist dunkel, wie im Bärenarsch.
Die zweihundert Meter bis hierher ging es gut bergan.
Ok, Intervall mal anders. Dann eben Bergtraining.
Runtertraben, rauf laufen, runtertraben und so weiter. Das trainiert die Vorfuß- und die Wadenmuskulatur.
Dazu ist es gut für die Ausdauer, weil der Puls sich auch immer auf und ab bewegt. Das mache ich fünf mal.
Sprich: Ich bin zwei Kilometer Berg und Tal gelaufen, fühle mich gefordert und um die Sache abzurunden, gibt’s im Zimmer ein 5 Minuten Training.
30 Sekunden Belastung, 10 Sekunden verschnaufen. Liegestütz, Seitztütz, Squats, Ausfallschritt und Bauchcurls. Fertig.

Nach einer halben Stunde (inklusive Wechseldusche) bin ich bereit für den Tag.

Man bedenke, ich werde heute viel sitzen, denken und schreiben. Es schadet nicht, schon ein wenig Bewegung in Körper und Hirn zu bringen.

Mein Körper, das kleine Wunder

Im „Stahlwerk“:
Erst mal gönne ich mir ein Krafttraining für den Oberkörper. Die Beine lasse ich aus, schließlich haben die später noch zu arbeiten.
Beim Cycling bin ich überrascht. Die Beinmuskulatur, tagsüber noch müde, arbeitet richtig gut.
Das freut mich sehr.
Danach geht’s in die Sauna. Ich überlege kurz, ob ich für die Blase am Daumen ein Pflaster brauche, entscheide mich dagegen und stelle fest, sie schmerzt nicht.
Also, alles in Ordnung.
Jetzt noch einen Schub Vitamin D in Form von künstlicher Sonne.
Fertig ist das Programm für heute.
Morgen Session mit Dame.

Ich bin fit, das Leben ist schön.

Kardiovaskuläre Fitness oder mein aerober Bereich – Tag 1

Nachdem mir meine Polar die Note 4 diesbezüglich kredenzt hat, habe ich beschlossen, mich intensiv um meinen aeroben Bereich zu kümmern.
Das heißt die nächsten 4-6 Wochen werde ich stur zwischen 65% – 85% trainieren.
Gestern, im Training, bei Mr. Freeze fällt es schwer, mich zu beherrschen. Denn ein Teil von mir will Gas geben; immer bis zum Limit gehen. Wenn dann auch noch Musik läuft, die absolut nach meinem Gusto ist- Wow, nicht einfach.
Aber, bis auf zwei, drei kleine Ausflüge in anaerobe Bereiche, habe ich mich gut im Griff.

Das ursprünglich für heute  geplante Cycling fällt zugunsten der Regeneration aus. Stattdessen werde ich morgen eine Stunde bei 75% laufen. 
Ich erobere meinen aeroben Bereich zurück. Das wollen wir doch mal sehen.

Und weiter geht’s

Voller Euphorie berichte ich meinen Mitstreitern von gestern: Es gibt einen Cycling Marathon, Ende November.
Die Leute von Xpect laden zu 6 Stunden Cycling in der Siegauenhalle, Troisdorf.

5 der 8 kann ich begeistern, plus eine unserer Kurs Leiterinnen.
Mal sehen, wen ich noch shanghaien kann.
Je größer die Combo, umso lustiger wird es.

Noch mit der Regeneration vom gestrigen Event beschäftigt, freue ich mich schon kolossal auf das nächste.

Keinen zurück gelassen

Ich vermelde: Wir sind alle 8 wohlauf.
Über den Dächern von Andernach ist erledigt.
Es ist wie erwartet heiß; kein Wunder bei 36 Grad. Aber das Team um Patrick Klein, on PK-Fit versorgt uns hervorragend. Alle paar Minuten kommt jemand durch die Reihen, um die Flaschen zu füllen.
Nach 6 Stunden Cycling gibt es noch ein riesiges Buffet mit Grill Fleisch und Würstchen. Alle von uns haben die vollen Stunden durchgehalten. Auch meine rebellische Kriegerin, Uschi (eine echte Spät 68er Braut), die vor dem Event richtig Manschetten hatte.
Und wie immer, wenn ich nach einem solchen Hammer Event, die Treppen kaum noch laufen kann, sage ich:
„Sauber, der Schmerz geht, aber der Stolz bleibt.“
Gegen den Schmerz gönne ich mir gleich erst mal die Sauna.

Habt alle noch einen schönen Sonntag!

Break

Ungeplant habe ich einige Tage pausiert. Ok, Seilspringen. Das war nun nicht das totale Hammer Training.
Vielleicht hat mein innerer Trainer, es als richtig befunden, nach dem Wettbewerb vorletzten Sonntag, der strammen Cycling Einlage am Mittwoch und dem Lauftraining am Samstag, ein Päuschen einzulegen.
Und während ich das hier schreibe, geht mir auf, dass ich Sonntag alle Wege per Rad erledigt habe. Und wie man mich kennt, ist langsam radeln nicht mein Geschäft.
Alles in allem komme ich auch am Sonntag auf eine Stunde Radfahren. Eine intensive Stunde, weil ich gefahren bin, als wäre der Leibhaftige hinter mir her.
Ich war also gar nicht so faul, wie angenommen.