Abschluss – Abschluss Gespräch

Nächste Woche Mittwoch darf ich noch mal vorstellig werden, bei dem Herrn von der Steuerprüfung.
Ich denke, ich darf noch ein paar Sachen erläutern, die ich ihm habe zukommen lassen, meine Privateinlagen betreffend. Das Treffen war ja auch verabredet.
Ich hoffe, die Sache ist dann endlich abgeschlossen.
Unerledigte Baustellen sind Störfaktoren im Hintergrund, die ich nicht besonders mag. Vor allem, wenn es um solche Dinge geht, die belastend sind.
Zwar ist es längst nicht so, wie vor der Prüfung, doch will ich endlich zum Ende kommen, um mich wieder voll auf andere Dinge konzentrieren zu können.
Einen Stempel drunter pappen:

ERLEDIGT

Dann bin ich zufrieden.

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Zwischenstand

Heute geht es zur Bank. Ein Teil der Unterlagen ist da. Aufgeregt sitze ich im Foyer und warte auf meine Beraterin. Was sie wohl zu Tage gefördert hat?
Sie lässt nicht lange auf sich warten, gemeinsam gehen wir die Unterlagen durch.
Eine halbe Stunde später verlasse ich, in der Hand mehrere Bögen DIN A 4 Papier, die Bank;
um die Last eines Leopard 2 Panzers erleichtert.
Über die Hälfte der Privateinlagen hat sie gefunden und man sieht, dass es kein Schwarzgeld ist.
Gut, es sind noch einige Beträge offen, daher habe ich die nächste Suche in Auftrag gegeben.
Pas a pas.
Ich bin guter Dinge, noch mehr zu finden.
Glücklicherweise habe ich für die Stellungnahme (Amtsdeutsch für „Nachreichen der Unterlagen“) noch Zeit.
Und ja, mit meiner Bank Beraterin hab ich es auch gut getroffen.
Wie schrieb Arabella50 letztlich?
“ Banker mit Herz! Die Welt ist ein Blog.“

Heute Abend Keks Session mit der Dame.
Noch mehr Grund zur Freude.

Ich wünsche uns allen einen wunderbaren Rest vom Tag!

Sichtweisen

Heute kommt die erste Ladung Kontoauszüge. Die, von der ich überzeugt war, sie würde die erhoffte Klarheit über die Privateinlagen bringen.
Geschissen!
Nicht eine Abhebung für die zu klärenden Zeiträume. Kurz ist mir danach, über meinen Schreibtisch zu kotzen, vor Wut. Dann ist mir nach heulen.
Doch bevor das geschieht, ändert sich mein Blickwinkel.
Ich sehe es einfach so, wie ein Kriminalist es tun würde:
Diese Bank ist abgehakt und ich muss mich nur noch auf eine konzentrieren.

Außerdem läuft gerade ein Bericht über ALS auf EinsLive. Das ist eine degenerative Erkrankung des motorischen Nervensystems (ICE Bucket Challenge für Spenden).

Hey, kann ich die Nachweise nicht erbringen, verliere ich nur Geld.
ALS Erkrankte verlieren erst ihre Lebensqualität und danach ihr Leben.

Also, weiter atmen und sehen, was ich zusammen bekomme.

Danke, für die Unterstützung

Es ist durchgestanden, ich bin sehr erleichtert. Auch, wenn ich ja noch die Nachweises erbringen muss, für die Einlagen. Aber ich werde alles tun, um das hin zu bekommen. Danke, für’s Daumendrücken und an mich denken. War danach gleich mit dem Herrn Gemahl in der Nudelei essen, weil mein Hirn total leer gesaugt war.
Kann ich alle Nachweise erbringen, darf ich sehr zufrieden sein.
Wir haben hart gekämpft und der Prüfer hat meine Mitarbeit positiv mit bewertet.
Letztlich weiß ich meine Steuerberaterin sehr zu schätzen, weiß, dass ich, wenn’s drauf ankommt nicht einknicke und, dass auch Steuerprüfer Menschen sind. Mit einem Leben außerhalb des Amtes, mit ganz alltäglichen Problemen und sogar etwas Verständnis für die zu Prüfenden. Wenigstens bei diesem war es so und ich habe mich trotz des „Kampfes“ sehr fair behandelt gefühlt.

Nachfolgend bleibt noch zu sagen:
Ich habe oft von good Vibrations gehört. Auch fühle ich mich oft mit Menschen verbunden.
Dass ich mich aber so verbunden und unterstützt fühle, wie mit und von Euch, ohne Euch persönlich zu kennen, ist neu.

Und ich bedanke mich sehr für all die guten Worte und guten Wünsche in der letzten Zeit.
Vielen, vielen Dank!
Ihr dürft Eure Daumen jetzt wieder benutzen.

Ihr wart Bombe.

Ganz liebe Grüße an alle!
Eure Silvia :-*

Seegang

Das war ganz schön rauhe See, die letzte Zeit.
Nun beginnen sich die Wogen langsam zu glätten.
Ich habe das erste mal, seit Wochen, wieder richtig durch geschlafen. Meine Rückenmuskulatur entspannt sich von Tag zu Tag mehr (trotzdem habe ich für Freitag einen Termin zur Massage, einfach weil es mir gut tut).
Und, ganz wichtig, die Hunger Attacken scheinen seit heute auch der Vergangenheit anzugehören.
Wiegetag ist, wie ihr wisst, am Donnerstag.
Ich schätze, es wird immer noch mehr sein, als mir lieb ist. Meine Klamotten teilen mir das mit und auch mein Körpergefühl. Letzteres ist auch der Grund, weshalb ich jetzt gerne wieder runter möchte.
Ich merke, mir tut das „Mehr“ nicht gut.

Für die Prüfung mag es mein seelisches Idealgewicht gewesen sein, doch die „Rüstung“ kann ich jetzt wieder ablegen.
Wohl wissend, dass rauf immer schneller geht, als runter, mache ich mir jedoch keinen Druck. Ich rechne mit einem halben, bis einem Kilo pro Woche. Das ist gesund und realistisch.
Also, los geht’s.

Pssst…

Ich bin verhalten optimistisch. Der Prüfer meint, er müsse jetzt rechnen, könne sich aber nicht vorstellen, dass er große Differenzen findet. Diese Aussage ist es, weshalb ich nur vorsichtig optimistisch bin. Denn „große Differenzen“ sind ja Ansichtssache. Weiß ich, was groß oder klein für ihn ist?
Er hat aber auch gesagt, ich muss auf jeden Fall etwas nachzahlen, da ich meiner Aufzeichnungspflicht nicht nachgekommen bin.
Gut, meine Verantwortung; das nehme ich an.
Mittwoch, nächste Woche, ist das Abschlussgespräch. Dann erfahre ich, von welcher Summe ich hier schreibe. Die Belege für die Einlagen darf ich nachreichen.
Da ich mich selber nie wirklich um meine Zahlen geschert habe, bin ich wirklich gespannt, was er ausrechnet.
Es bleibt also spannend und Ihr dürft weiter Eure Daumen für mich drücken.

Karma

Vor Monaten schon habe ich mir den „kleinen Alltags Buddhisten“ gekauft. Zwar wurde ich katholisch getauft und auch weitestgehend so erzogen, doch ist es mit dem Glauben so eine Sache.
Der Buddhismus kommt mir da schon eher entgegen, empfinde Ich ihn doch mehr als Lebenseinstellung, denn als Religion. Der Buddhismus lehrt einen Verantwortung für das eigene Tun zu übernehmen, und, jetzt aufgepasst, dadurch Leid zu mindern (das eigene).

Unter anderem hat das was mit Karma zu tun. In diesem Buch recht einfach erklärt. Mit meinen eigenen Worten klingt es so:
Karma ist das Resultat aus Taten, die Du Dich entschieden hast zu tun oder auch nicht zu tun. Gut, die Absicht spielt wohl auch noch eine Rolle.

Ich bin gerade das perfekte Beispiel: Ich leide (wenigstens ein bisschen). Oberflächlich gesehen wegen der Steuerprüfung. Doch genauer Betrachtet, würde ich viel weniger leiden, hätte ich mich in der Vergangenheit entschieden, meinen Papierkram sofort n Ordnung zu halten.

Ist man sich einer solchen Tatsache bewusst, ist es wirklich nur halb so schlimm. Denn, es ist nicht das böse Schicksal, das mir widerfährt. Es ist ein Resultat aus alten Zeiten.
Nun geht es noch darum, zu tun, was getan werden kann, um den Schaden gering zu halten. Sprich Achtsamkeit und Wachheit sind gefragt. Leben im hier und jetzt. Und es diesmal so gut zu machen, wie es nur eben geht, in dem Bewusstsein, dass auch das Karma bewirkt.

Nicht darüber nachdenken, was in der Zukunft (nah oder fern) vielleicht schief gehen könnte.
Es ist so, wie Buddha sagt:

„Hänge nicht in der Vergangenheit, fürchte Dich nicht vor der Zukunft.
Die Vergangenheit ist nicht mehr und die Zukunft ist noch nicht da.
Lebe im Jetzt.“

Gesagt, getan.

Nicht wahr

Die TÜV Berichte, die noch zu bekommen waren (der TÜV archiviert sie digital nur für 27 Monate), habe ich besorgt. Sprich für 2012/13. Und den Kaufvertrag, vom Verkauf des 124ers haben wir auch gefunden. Stehen ja auch Kilometer drauf.
Als wir die Dokumente durchgehen stutzt Makrisa.
„Wieso hat der 124er denn auf dem TÜV Bericht, der jünger als der Kaufvertrag ist, weniger Kilometer?“
Ich hab auch keine Erklärung. Bis uns einfällt, dass ich den 124er gar nicht mehr habe „tüven“ lassen, weil mein TÜV Prüfer mir ganz klar gesagt hat, er möchte da seinen Stempel nicht draufkleben (OT).
Der TÜV Bericht, der da liegt, ist Kilometer mäßig, der von dem neuen Auto, mit den Daten von dem Alten. Und kurioserweise ein Jahr nach dem Verkauf ausgestellt.
Ich rufe den TÜV Mann an. Er sagt, das kann passieren. Ich habe ja von dem Alten das Nummernschild übernommen und ändern kann man jetzt nichts mehr.
Naja, wenigstens den Kaufvertrag habe ich. Wenigstens EIN Kilometerstand mehr.
Kurz denke ich, dass so was auch nur mir passiert. Das ist aber wahrscheinlich quatsch.

Heute ist Bankentag. Jahresauszüge bestellen. Ich will liefern und ich werde liefern und ihm meine Privateinlagen schwarz auf weiß nachweisen.
Irgendwie habe ich die Tendenz mit mehr Druck immer stärker zu werden.

Mir kam gestern schon der Gedanke, dass ich wahrscheinlich deswegen so dilettantisch mit meinem Papierkrieg umgehe, weil ich den Nervenkitzel brauche, wenn so was ansteht, wie jetzt.

Meine Hausaufgaben habe ich auch immer auf den letzten Drücker gemacht (vor der Schule, in der Pause). Und für Klassenarbeiten gelernt genauso. Prüfung zur Verkäuferin: Dito.

Ich glaube, ich hätte Lust, mal meine Therapeutin zu fragen, ob das Einen Sinn ergibt. Und ob es außer Aufschieberitis noch eine andere Bezeichnung gibt.