Lektorieren

Wer schreibt, sollte lektorieren. Den Satz liest mir die Dame vor, als wir wegen etwas anderem im Internet auf der Suche sind. Eher nebenbei, doch hat er sich in meinen Synapsen verfangen.
Und ich sage: Stimmt.
Ein Teilnehmer der Schreibwerkstatt von Andreas Altmann, die ich besucht hatte, schickt mir seinen Text, möchte meine Meinung hören. Ich frage, ob ich Verbesserungsvorschläge machen darf. Ich bekomme das OK und mache mich ans Werk.
Nach zweieinhalb Tagen (die ich natürlich nicht nur daran gearbeitet habe), bin ich fertig. Der Text ist nun eineinhalb DIN A4 Seiten kürzer. Ich hatte große Freude an der Arbeit. Und ganz ehrlich? Ich kann mir kaum eine bessere Methode vorstellen, Sprache zu reflektieren.
Das Lektorat ist ein feines Werkzeug für einen Schriftsteller, sich selbst zu verbessern.
Herzlichen Dank für das Anvertrauen Deines Textes, lieber Kettensprenger 🙂

Französisch

Nachdem ich in meiner Taxi Tasche ein Jahr lang meinen Französisch Kurs durch die Gegend gekarrt habe, denke ich, kann ich ja mal wieder anfangen zu lernen. Die Dame hat mir gleich mal ein paar Vokabeln mit auf den Weg gegeben.
ruminer = grübeln
la therapie comportementale = Verhaltenstherapie
Super! So kann ich zwar immer noch nicht nach dem Weg, wohl aber nach einem Therapeuten fragen. 😀

Schimpfwort?

Prostituierte. Mehr aus Spaß sage ich an unserer Kaffeebude, am Bahnhof, dass ich mich nun weiter Prostituieren gehe; weil ich ja mein Geld mit Dienstleistungen, auf der Straße verdiene.
Schwupps! Eine kleine Diskussion vom Zaun gebrochen. Ein Kollege meint, dann sei er ja eine männliche – er will das Schimpfwort, wie er es nennt, nicht aussprechen.
Ich frage, wieso er eine Berufsbezeichnung, als Schimpfwort empfindet, worauf er meint: Würde er jemanden Hure oder Prostituierte nennen, sei das ein Schimpfwort.
Darauf gebe ich zurück, dass das dann seine Interpretation ist, und er in diesem Moment ein Schimpfwort daraus macht. Schließlich sei das der älteste Beruf der Welt; und, wird er freiwillig ausgeübt, meiner Meinung nach, sogar ein ehrenwerter.
Ich glaube, die Damen dieser Berufsgruppe hören sich ebenso oft die Probleme ihrer Kunden an, wie ein Friseur, oder ich zum Beispiel.
Und, letztlich kann ich auch aus dem Wort Lolli oder Fritte ein Schimpfwort machen.
Oder Teppichbürste…  😀

Besseres Deutsch

Ich weiß nicht mehr, um welches Thema sich die Frage drehte; doch ich weiß, es war eine „Oder-Frage“ (entweder, oder…), die ich beantwortete, in dem ich die Antwort mit einem „Nein“ begann.
„Du kannst eine „Oder-Frage“ nicht mit „Nein“ beantworten“, werde ich ermahnt.
Bisher ist mir nie aufgefallen, dass ich das mache. Der Hinweis kam gestern; und heute, habe ich mich schon zweimal dabei ertappt. 🙂
Ich bin immer offen, für Hinweise, die meinen Sprachgebrauch verbessern.
Deshalb, danke.