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Mittagszeit:
Ich spaziere zu Nisha’s Wokmobil, auf dem Bonner Marktplatz, bestelle Lammcurry mit Chapattibrot. Und weil die Augen wieder mal größer sind, als der Magen, bestelle ich, zum Mitnehmen, auch noch ein Samosa. Das sind große Teigtaschen, entweder mit Gemüse, oder mit Gemüse-Fleisch Füllung.
Mein Lammcurry verputze ich gleich vor Ort.
Danach bewege ich mich, mit der Wegzehrung für später, zurück zu meinem Taxi. Auf dem Weg wird mir jedoch klar: Ich esse heute garantiert nix mehr, so satt bin ich von Nisha’s Lammcurry.
Was mach ich nun mit dem Samosa? Das Teil ist noch schön warm.
Mir fällt ein Bonner Obdachloser ein.
Er platziert sich täglich am Portal der Bonner Münsterkirche und öffnet den Besuchern die Pforte, auf eine kleine Spende hoffend.
Also, auf Richtung Münsterplatz und da seh ich ihn schon.
Wie immer, hat er seinen Pappbecher an den Griff der Tür geklemmt und geht fleißig seiner Arbeit nach.
Ich also hin, sage ihm, dass ich zwar kein Geld, jedoch was Warmes zu essen habe.
Er freut sich und ich werfe ihm die paar Cent, die noch übrig sind in meinem Portemonnaie, in seinen Becher.
Was ihn, wie’s scheint, ebenfalls freut, ist wohl die Tatsache, dass ich ihn sehe. Ich schaue ihm bewusst ins Gesicht. Viele Menschen tun das nicht, wenn sie einem Obdachlosen etwas geben.
Schnell was in den Becher und bloß nicht ansehen.
Ich möchte aber den Menschen sehen. Deshalb blicke ich ihm ins Gesicht. Und ich merke, es tut ihm gut gesehen zu werden.

Eine Spende für Prinz Katz

Wir waren unaufmerksam.
Somit ist kein Katzenfutter mehr im Haus. Prinz Katz mault. Zu Recht.
Also, brausen wir zur Tankstelle. Das darf nicht sein, dass unser Prinzlein darben muss.
Dann, welch Unglück! Die Tanke hat kein Futter mehr. Ich sehe die Verzweiflung in des Gemahls Augen.
Doch Rettung ist nicht fern. Ein anderer Tankstellenbesucher hört mit, spendet spontan 3 Tütchen seines samtpfotigen Prinzen und will nicht mal Geld dafür!
Ich bin begeistert.
Aus dem Kofferraum holt er die Tüten, drückt mir diese Nuggets in die Hand. „Das geht ja nicht, dass der Kerl verhungert“, meint er und grinst.
Super Typ, super Aktion.
Ich wünsche dem namenlosen Spender und seinen Samtpfoten Alles Gute.

Dein Tag für Afrika

So heißt eine Aktion diverser Bonner Schulen.
Die Schüler/innen verkaufen Kuchen und spenden den Erlös für Schulprojekte etc in Afrika.
Zuerst kaufe ich 5 Stücke und stelle sie an die Kaffebude von Massimo. Für die Kollegen (klar, auch für mich).

Zu Mittag bin ich mit der Dame verabredet. Wir treffen uns im Baumschulwäldchen, dem Park in der Nähe ihres Büros.
Dafür kaufe ich noch Butter-Mandel Kuchen (hab die frisch eingetroffenen Bit size Cookies zu Hause vergessen, werden nächste Woche gefuttert).
Ganz schön lecker, so ’ne Spende.

Mein Kalorienbedarf für heute ist gedeckt.
Ich kaufe Paprika, Tomaten und Kohlrabi. Sollte ich noch mal Hunger bekommen, reicht das aus, um ihn zu stillen.

Heute Abend, Cycling bei Atze. Das brennt den ganzen Kuchen wieder weg. 😉