Me and my body

Heute Morgen fehlt dauernd was. Beim Duschen das Shampoo, nach dem Duschen das Handtuch und nach dem Abtrocknen das Höschen.
So renne ich fröhlich nackig durch’s Haus.
Ich komme auch am Spiegel vorbei und da denkt es in mir:
Eigentlich eine coole Errungenschaft, mein Körper.
Was er schon alles für Gift verarbeitet hat, welche Gewichte getragen, Stürze überstanden und Prügel eingesteckt. Dazu das ein oder andere Übertraining und auch manche Kränke.
Und während ich mich so betrachte und es so in mir denkt, kommt noch eine zweite Stimme dazu, die denkt:
Genau! Wenn man es richtig betrachtet ist er sogar wirklich schön.
Auch hat er was von einem Geschichtsbuch über die Person, die in ihm steckt.
Alles, was jemand anderer als nicht perfekt erachten würde, ist ein Bild, eine Erzählung, über einen Sieg.
Darüber, was ich verkraftet und geschafft habe.
Und das ist mehr, als mancher je ertragen wird.
Ich klopfe mir selber auf den Hintern und sage meinem Körper und damit mir:
GUT GEMACHT!

Tschüss Tief…

mach’s gut.
Der Abend in der L’Osteria hat’s gebügelt. Zwar ging es mir schon besser, nachdem ich die Überweisungen und das Kassenbuch erledigt hatte, doch ein Rest Wolken zierten noch meinen seelischen Himmel.

Wir haben einen Tisch mit Aussicht auf den Rhein.
Wir nehmen Pizza. Hochkant könnte man sie als Rad an einen römischen Streitwagen schrauben. So groß ist sie.
Und lecker ist sie obendrein. Letztlich geht es mir sogar so gut, dass ich mir zu Pizza, doppeltem Espresso und Mineralwasser, noch einen Grappa gönne.
Denn es gilt: Alkohol nur, wenn es mir gut geht. Nicht zum dämpfen.

Nach Hause gekommen, will ich den eben erst reparierten Rechner hochfahren.
Bevor wir zum Essen los sind, habe ich noch ein Programm erstanden, das die Treiber checkt und aktualisieren soll, weil seit der Reparatur der Drucker nicht mehr funktioniert.
Keine Ahnung, ob es daran liegt, jedenfalls fährt das Teil nicht hoch und piepst nur noch lustig vor sich hin.
Will ich mich da wirklich drüber aufregen?
Meine Daten sind alle safe, hatte ich sie doch vor der Reparatur noch auf eine externe Festplatte geschoben.
Wie es scheint, keinen Tag zu früh.

Mit Verlaub (oder Salva Venia), der Rechner kann mich mal.

Ich packe jetzt meinen Koffer, gehe schlafen und fliege morgen fröhlich nach London. Und wenn ich einen neuen Rechner brauchen sollte, ist es eben so.

Amen.

Euch allen einen schönen Abend und eine erholsame Nacht.

Gnadenlose Ehrlichkeit

… sich (mir) selbst gegenüber, ist die Grundlage für das Dasein als unabhängiges Individuum.
Wenn man erst mal in seinem Herzen und Geist ordentlich durchgefegt hat, ist das auch gar nicht so schwer.
Ok, leicht ist es auch nicht. Muss man sich doch selber eingestehen, dass man ganz absurde Strategien gefahren hat.
Natürlich hatte ich auch dafür gute Gründe (von einem gewissen Standpunkt aus gesehen), ich gehe aber nicht näher darauf ein.
Das bleibt ganz alleine meins (gut, die Dame weiß warum, und versteht).
Letztlich musste ich dann über mich selber lachen.
Selbsterkenntnis ist eine wirklich schöne Angelegenheit.
Selbst, wenn es erst mal weh tut die Augen zu öffnen.
Danach wird vieles besser und leichter.
Ein Reset halt.

Seid gut zu Euch selbst.