So ein Tag

Blues. Doof. Warum schmerzen geplatzte Seifenblasen?
Ich weiß nichts mit mir anzufangen. Habe auch gar keine Lust, was mit mir anzufangen.
Die Gewohnheit. Ich hatte mich schon an die (in letzter Zeit, zugegeben, durch lange Pausen unterbrochenen) Telefonate gewöhnt. Das ist doch völlig behämmert. Sich nach etwas zu sehnen, was zum Schluss nicht mehr echt war!
Wohnungsmarkt auch gerade doof. Nichts Neues. Oh Mann!
Für heute lass ich es einfach mal gut sein.
Mal sehen, was war denn gut heute:
-Das Wunschkonzert mit „meinen“ Kindern im Taxi war gut.
Jeder durfte sich was wünschen (die Kutscherin inklusive) und dann sind wir mit der Taxi Disco zum Kindergarten gerauscht.
-Das Gespräch mit der Dame von der Burg, am Mittag, war gut.
-Die Krakauer im Brötchen war gut.
-Ich habe Weichen gestellt(ok, wie gut das wird, muss sich noch zeigen. Hängt von mir ab.).
-Der Umsatz war gut.
-Ich durfte mit der Droschke offiziell in den Wald fahren.
Hey, und ich war gut. Bin gut. Denn man ist doch gut, wie man gerade ist. Sogar perfekt (wer ist das schon?) kann man immer noch verbessern.
Ach, Schwamm drüber. Jeder Tag ist wie ein neues Leben. Morgen geht es wieder von vorne los.

Neuer Plan

„Einhundert. Wiederholungen. Mit reichlich Gewicht. Pack soviel Gewicht drauf, dass Du so fünfundzwanzig Weiderholungen beim ersten Satz schaffst. Es darf ruhig weh tun.“ Das sind Michaels Worte. Und ich gehorche (Ich. Gehorchen. Richtig verstanden.).Und es tut weh. Aber es tut auch gut. An den Hundert muss ich noch arbeiten. Doch es wird. Schön, wenn der Schmerz nachlässt. Bin gespannt, ob morgen Muskelkater den Körper peinigt. Freitag gebe ich mir das noch mal. Das war gut.
Willst Du Muskeln? Frag die Muskelmänner. Die ohne Steroide. Aufblasen kann ja jeder 🙂

Wie es geht

Da leide ich; Tage, Wochen, Monate lang. Weil ich nicht loslassen kann.
Es sei dazu gesagt, mir ist die ganze Zeit  bewusst, dass loslassen die
Lösung ist.
Trotzdem funktioniert es nicht. Loslassen.
Dann, der Tag an dem es einfach von mir abfällt.
Woher ich weiß, dass es diesmal wirklich so ist.
Da, wo am Tag des Loslassens Schmerz war, ist nun Stille.
Und ich bewege mich wieder. Die geistige Lähmung ist fort.
Ich bestimme wieder, welchen Weg ich nehme.
Oh, ich wünschte, ich könnte beschreiben, wie sich das anfühlt.
Doch fehlen noch die Worte.
Wohl, weil ich noch so sehr mit genießen beschäftigt bin.
Ich wünsche einen erfüllten Abend.

Merci

Die erste Aktion, gestern, ist das implantieren der Spirale. Da ich kein Kind geboren habe, ist das recht schmerzhaft, aber auszuhalten. Trotzdem bin ich froh, dass der Eingriff nur alle 5 Jahre erfolgen muss.
Vorher bin ich so nervös, dass ich mir zehn Riegel aus der Monster Packung Merci einwerfe, um meine Nerven zu beruhigen.

Immerhin, mit einer 600er Ibuprofen ist es danach gut auszuhalten. So gut, dass ich sogar, wie geplant, zum Cycling gehe. Das geht richtig gut.
Naja, und weil ich so tapfer und fleißig bin, nehme ich den Rest der Packung Merci  mit zu der Dame von der Burg.
Was soll ich sagen, ich gehe heim, mit leeren Händen.
Alles weggeputzt.

In der Nacht, werde ich wach. Die Wirkung der Ibu lässt nach; Schmerz peinigt meinen Unterleib.
Der Arzt hatte mir das schon angekündigt. Die Gebärmutter versucht den Fremdkörper loszuwerden.
In dieser Nacht schwitze ich vor Schmerz, nicht wegen der Wärme.
Irgendwann schlafe ich wieder ein.

Geweckt werde ich von heftigem Donner und Starkregen.
Ein kurzes Abchecken, der Schmerz hat stark nachgelassen und ein Blick auf den Wecker zeigt mir 4.30h. Zeit zum aufstehen.

Guten Morgen, ich bin wieder da. 🙂