Komatös

Erst das falsche Haus. Zum Glück, das wäre ein Griff ins Klo gewesen.
Die richtige Villa, mit der zuerst noch geschlossenen Pforte, steht genau so da, wie auf den Fotos. Wahnsinn, wir haben drei Terrassen, alle mit Tisch und Stühlen. Ich kann jeden Tag woanders schreiben, sogar vor dem Schlafzimmer in der oberen Etage haben wir eine riesige Terrasse. Wahnsinn!
Zwei Badezimmer, beide (!) mit Badewanne.
Drei Schlafzimmer, Ok eines hätte gereicht, aber sie sind nun mal da.

Nachdem wir den Einkauf erledigt haben (Selbstversorger), sinken wir an unterschiedlichen Plätzen nieder und fallen für zwei, drei Stunden in einen komatösen Schlaf, erwachen gleichzeitig, sind kurz verwirrt (wo bin ich?). Ein Kaffee bringt auch die letzten Lebensgeister zurück.

Jetzt sitzen in einer Tapas Bar, an der Promenade, mit nachsichtigem Personal (es dauert, bis ich mein bisschen eingerostetes Spanisch reaktiviert habe) , spanische Gitarrenmusik, voller Bauch, ein Glas Weißwein und auch der Druck in der Brust lässt nach.

Angekommen 🙂

Torkeln

Gestern, Bettruhe. Mit Lesen ist nicht viel. Nach zwei Seiten schlafe ich ein. Erwache, Durst, trinke, sinke zurück in die Kissen. Eine halbe Seite, schlafe ein. Die ganze Zeit bei mir: Prinz Katz. Mal auf dem Beinen, mal auf der Brust, mal auf dem Kissen, neben meinem Kopf. Erwache ich zwischenzeitlich, reicht sein Schnurren, mich gleich wieder ins Land der Träume zu schicken. Beim nächsten Erwachen lässt ein Bedürfnis mich dem Bett entsteigen. Ich torkle, als hätte ich eine Flasche Vodka getrunken. Nach Verrichtung zurück ins Bett. Schnurr, Schnurr…. Weg bin ich.
Heute Morgen, halb acht. Aufstehen, in die Küche tapsen. Völlig durch den Wind. Statt Frühstück gibt’s eine heiße Zitrone (frisch gepresst). Ich will nicht schon wieder ins Bett. So werfe ich mich auf die Couch. Ich liege, und mit einem Satz ist er wieder da, hat mich verfolgt, mein Prinz Katz. Wieder in den Schlaf schnurren. Ich träume wirres Zeug, bis ich erwache und den Eindruck habe, auf meinen Beinen stehen zu können. Die Nase ist frei und das Herz schlägt ruhig. Ich schätze, das letzte Aufbäumen der Erkältung habe ich in Grund und Boden geschlafen.

Nachmüde

Nachdem ich rum getönt wie fit ich bin und vier Tassen Kaffee inhaliert habe, fordert die kurze Nacht ihren Tribut. Müde ist klein Silvia. Ich lege mich eine dreiviertel Stunde ins Bett, schlafe mindestens so tief, wie der Kater heute Nacht und vespüre beim wiederholten Aufstehen nicht die geringste Lust, meine Vorbestellungen zu erledigen. Viel lieber möchte ich mich nochmals meiner Matratze anvertrauen, was ich, nach einem Anruf bei meinem Kollegen Harry, in die Tat umsetze. Die Fahrgäste sind versorgt.
Müßiggang sei aller Laster Anfang, sagt man. Da ich fast alle Laster durch und hinter mir gelassen habe, gehe ich den Weg (scheinbar) rückwärts, sprich danach kommen nur noch Tugenden(?).
Da lässt sich der Müßiggang doch gleich nochmal so gut genießen. 😉
Ich bin so fantastisch begabt, mir die Welt schön zu reden.

Es ist was faul

im Staate Silvia.
Flaues Gefühl in der Magengegend. Wie Lampenfieber. Oder Prüfungsangst. Der Wunsch mich im Bett zu verkriechen, niemand zu sehen. Schlafen. Das Gefühl mich an den Haaren durch den Tag ziehen zu müssen.
Was fehlt?
Wo ist mein Antrieb, mein Sprühen, meine Kreativität?
Vielleicht sollte ich nach der Dialyse einfach nachgeben und wirklich mal wieder einen ganzen Tag im Bett verbringen.

Rückkehr

Auf der Rückfahrt schlafe ich ein. Wie immer, wenn ich im Auto schlafe, befinde ich mich in einer Zwischenwelt. Ich höre das Auto, schlafe und spreche mit Menschen, die mir nahe stehen oder die mich beschäftigen. Dann werde ich wach und weiß nicht, dass ich geschlafen habe. An die Gespräche erinnere Ich mich auch nicht mehr, weiß nur, dass, aber nicht mit wem, sie stattgefunden haben. Ich weiß, das klingt schräg.
Roland, der Barde, hat mir die vom Autoradio gekaperte CD nochmals geschickt. Nun sitze ich selig in meinem Meditationsraum, lausche keltischen Klängen und Gesängen und freue mich über mein Schreibtalent und sinne darüber nach, wie ich es weiter schleifen und verfeinern kann.

Stecker gezogen

Erinnert Ihr Euch? Startblock. Jetzt ist wohl vorübergehend der Stecker raus. Nein, ich bin nicht niedergeschlagen oder so. Ich habe einfach zu wenig geschlafen.
Um kurz nach 00.00 Uhr ins Bett und um 4 Uhr wieder raus… Aber, das habe ich ja selbst zu verantworten. Jedenfalls macht mein, mit leckeren Pellkartoffeln, gefüllter Bauch es nicht besser.
KK, besser bekannt als Kartoffelkoma, das wiederum ist die Schwester vom Suppenkoma. Ihr merkt schon: Ich schreibe im Fieber.
Ich könnte kurz nach Hause fahren und mit dem Kater im Arm ein Stündchen Augenpflege betreiben.
Genau so mach ich es.
Danach noch ein Stück Geld verdienen, um danach ins Muskelstahlwerk zu pilgern.
Guter Plan.

Gute Entscheidung – Sekundenschlaf

Das Lauftraining abzusagen, ist die richtige Entscheidung gewesen.
Fahrt zum Flughafen. Eigentlich super. Verdammte Müdigkeit. Wenn man merkt, wie sich der Sekundenschlaf langsam von hinten anschleicht…. Und ich trage ja Verantwortung; für mich, für den Fahrgast und natürlich für die anderen Verkehrsteilnehmer.
Es ist ein echter Krampf die Augen offen zu halten.
Neidisch blicke ich in den Rückspiegel;
der Fahrgast schläft, ahnt nichts von meinem Kampf gegen den Schlaf.

Endlich! Ausfahrt Flughafen. Schnell kassieren, Koffer rauf und runter zur Tankstelle.
Ich kaufe eine Flasche Wasser, steige wieder ins Auto. Zentralverriegelung: dicht. Sitz: Liegeposition und ganz nach hinten. Im Smartphone den Wecker auf 15 Minuten gestellt. AUGEN ZU. Weg bin ich.

Als 15 Minuten später ein Hahn in meinem Auto kräht, bin ich kurz orientierungslos. Ah, der Wecker.
Ich hab derart tief geschlafen. Das war dringend nötig.
Noch ein Schluck Wasser und zurück auf die Bahn.

Erweckend

Ich werde wach. Wohl weil es zu warm wird im Taxi. Ich stehe ja in der Sonne.
Kollege Kenan kommt und fragt nach der Reihenfolge am Platz.
Ich fühle mich, wie betrunken. Ich sehe auf die Uhr und sehe, dass aus dem geplanten 20 Minuten Nickerchen 40 Minuten geworden sind. Ich kaum einen Satz formulieren, so matschig bin ich.
Aha, deshalb. Zu lange geschlafen, Kreislauf im Keller.
Kenan hat die zündende Idee:
Benommen wanke ich zur DHL Kantine.
Zwei kleine Flaschen Tomatensaft sind schnell präpariert, mit Salz, Pfeffer und Tabasco (und davon reichlich).
Kräftig schütteln, fertig ist der Augenöffner.
Kurz mit Kenan angestoßen und runter damit.
Jetzt geht’s wieder, Tabasco sei dank.

Brennstoff

Heute ist nichts mit getreidefrei.
Im Training gestern habe ich mich fast ausschließlich im Kohlenhydratbereich aufgehalten, mit meinem hohen Puls. Dazu habe ich letzte Nacht wieder eher bescheiden geschlafen.
Der Körper verlangt nach Energie. Ich habe einen wahnsinnigen Heißhunger auf gebratenen Reis mit knuspriger Ente.
Nachdem ich das verdrückt habe, fahre ich zur Massage. Satt und faul liege ich auf der Liege, während Martin sich um das Wohl meines Rücken kümmert.
Doch war das scheinbar noch nicht Energie genug. Ein Baiser und zwei frische Feigen müssen auch noch hinterher.
Jetzt sitze ich in meinem Taxi und bin richtig müde. Und tiefenentspannt.
Es wird noch dauern, bis ich hier dran bin.
Ich denke, ich gönne mir auch noch etwas „Augenpflege“.

No regrets

Das sag ich jetzt. Mal sehen, wie das morgen beim Sport aussieht. Ich erinnere mich an frühere Nachwehen.
Egal. Mit einem Hirn, eingelegt in Gin, werde ich nun mein blondes Köpfchen auf die Kissen Betten und hoffentlich mal durchschlafen. Um die Befindlichkeiten von morgen, mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist. Gute

Gute Nacht :-*