Badekleid

Ich möge einen Badeanzug mitbringen, zum Schwimmen und Saunieren. Ich pflege hierzulande im Evakostüm zu saunieren, schließlich soll der Körper alles ausatmen. Nein, in Irland trägt man Textilien zum Schwitzen. Na gut. Dann eben so. Und das, wo sie sonst so offen sind (wie man mir mehrfach erzählte). Andere Länder, andere Sitten. Ich werde diese Sitte nicht ändern, so passe ich mich an. Doesn’t matter.

Am Ende des Tages III

Ich weiß, die Titel der Beiträge sind nicht besonders kreativ 😉
Nachdem ich laufen war und Mitglied der Universitätsgesellschaft geworden bin, gehe ich auch noch zum Krafttraining. Ob der dauernden Blockaden, den Rücken rauf und runter, kam das die letzten Wochen viel zu kurz.
Auf der Beinpresse wird klar, wie sehr die Muskulatur nachgelassen hat. Ich ziehe mein Programm durch. Es tut gut, die Muskeln arbeiten zu spüren.
Eineinhalb Stunden später sitze ich, nach dem wohlverdienten Sauna Aufguss, dampfend und vor mich hin lächelnd auf der Dachterrasse.
Ich bin immer noch zufrieden. Und –ruhig 🙂
Am Abend noch einen Abstecher, mit dem Herrn Gemahl ins nahe gelegene Irish Pub.
Das war mein Tag. Ein Stück in drei Akten von Silvia Meerbothe.
Schön, dass sie dabei waren, verehrtes Publikum.
Der Vorhang fällt. Ich wünsche eine gute Nacht 🙂

ICG Trainerausbildung – Belohnung

Heute wird nicht gezählt. Kein Cueing, kein Takt, kein Beat, keine Phrase, kein Musikbogen.
Ich bin platt heute. Mental, wie körperlich. Mental, weil es hohe Konzentration fordert, bei der Musik zu bleiben, auch, wenn man abgelenkt ist. Schließlich muss man zählen, um seinen Einsatz zu hören.
Den sollte man als Trainer möglichst nicht verpassen. Das wäre, als würde der Dirigent ihn verpatzen. Das ist die mentale Anstrengung.
Körperlich hat es mich gefordert, weil wir, wenn auch nicht acht Stunden pro Tag, doch fünf Stunden in zwei Tagen gefahren sind. Wir sind Jumps gefahren (um das Cueing zu üben), bis zum erbrechen. Jumps heißt, aufstehen, hinsetzen, aufstehen, hinsetzen. Und damit uns nicht langweilig wurde haben wir auch noch reichlich Freeze mit eingebaut. Und das in nahezu perfekter Haltung. Ich hatte schon eine gute Haltung, bevor ich zur Schulung kam, doch lässt man sie, als Mitglied im Kurs, auch mal schleifen, wenn man ermüdet. Das war an diesen zwei Tagen nicht der Fall.
Wie ein Sensei im Karate, ging der Coach immer wieder hin und hat korrigiert. Das war gut. Ich habe Muskelkater. Mancherorts mehr als nur ein bisschen.
Ich war fleißig, habe mir geholt, was ich mir gewünscht habe. Das Zertifikat wird online zugesandt.
Daher heute: Dolce Vita.
Erst meine Morgengymnastik, dann ein wenig Meditieren, Tasche packen, Obst kaufen und in die Sauna fahren um den kompletten Tag zu entspannen.
Welch wunderbare Aussichten.
Das habe ich mir verdient.

Wohltuend

Frank, der Cycling Kursleiter, ist früh da. Ich frage nach dem Trainingsablauf, erfahre, in der letzten halben Stunde gibt es Hiit Training.
Da trifft es sich gut, dass wir früh im Kursraum sind, so fahre ich schon zwanzig Minuten, als der eigentliche Kurs beginnt, den ich vor dem High Intensity Intervall Training verlasse. Bin immer noch auf Nasenspray und für diese Form des Trainings sollte der Infekt wirklich ganz weg sein.
Danach zwei Sauna Aufgüsse und eine Runde Dampfbad.
Ich fühle mich, wie neu geboren. Wunderbar.

Frei sein

Ich muss mich einer *gebrauchten Wahrheit bedienen, um auf den Punkt zu kommen:
Sauna. Es ist voll. Augenscheinlich kein Platz mehr frei. Auf einer der Bänke liegt lang ausgestreckt eine Frau. Die Kriegerin möchte dem Aufguss gerne beiwohnen, fragt, ob die Langgestreckte Platz machen könne, was diese verneint(!). Die Kriegerin hat sogleich Wut im Bauch. Einige der anwesenden Herren retten die Situation indem sie zusammen rücken, um Platz für die aufgebrachte Kriegerin zu schaffen. So erzählt sie es mir. Und seither hat die Langgestreckte einen schlechten Stand bei ihr.
Mit ihrem Mann unterhalten wir uns immer sehr nett. Ich empfinde ihn als besonders achtsam. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass die Langgestreckte so abscheulich sein soll, was nicht heißt, dass ich der Kriegerin keinen Glauben schenke. Nur die Aussage, das sei eine unmögliche Person, möchte ich selbst überprüfen, beobachte ich doch häufig, wie liebevoll und achtsam, die Langgestreckte und ihr Gatte miteinander umgehen.
Ein weiterer Tag in der Sauna. Es hat zwei Tage vorher geschneit. Die Kriegerin ist nicht zugegen, aber besagte Dame. Nach dem Aufguss betreten wir zeitgleich die Dachterrasse. Ich grüße mit einem Lächeln, beides wird erwidert. Sie erzählt einer anderen Saunagängerin, dass sie den Schnee auf der Dachterrasse so schön gefunden habe. Ich werfe ein, dass es mir gleich erging, als ich nach dem Aufguss barfuß durch den Schnee lief. Darauf schildert sie, wie erfrischend es sei, sich nach dem Aufguss mit Schnee abzureiben, was ich zu einer prima Idee erkläre.
Vorbei das Geplänkel.
Ich wende mich dem Blick über mein schönes Bonn zu, um zwei Minuten später überrascht zu werden: Die Langgestreckte spricht mich an,vier Schneebälle in der Hand. Zwei davon drückt sie mir in die Hand. „Hier, hast Du auch zwei zum abreiben.“ Ich bedanke und freue mich, werde ein weiteres Mal bestätigt. Bild Dir Deine eigene Meinung!
Schon, als die Kriegerin mir die Geschichte erzählte, mir der ich eröffnete, dachte ich: Welch starke und freie Persönlichkeit muss jemand sein, einfach „nein“ zu sagen, wenn man ihn bittet Platz zu machen, ungeachtet der Konsequenz, dann als Zicke oder unmögliche Person abgestempelt zu werden.
Mag sein, dass ich auch wütend gewesen wäre, hätte man mir den Platz verweigert. Aber so unabhängig von der Meinung anderer zu sein, finde ich beachtlich.
Ich habe nicht den Eindruck einer unmöglichen Person. Davon mal abgesehen, dass eine Bitte immer die Freiheit impliziert, abgelehnt zu werden. Sonst wäre es keine Bitte mehr, sondern ein Befehl. Gelle?

*gebrauchte Wahrheit ~ Höhrensagen

Fever

Bekommt man keines, macht man sich welches. Auf dem Weg ins Stahlwerk halte ich an der Apotheke und besorge das längst überfällige Nasenspray. Welch eine Wohltat, endlich frei Atmen zu können.
Im Stahlwerk halte ich mich zurück. Wirklich Muskeln stählen werde ich heute nicht. Drei Runden Milon Zirkel. Die Muskeln haben gearbeitet, das soll reichen.
Jetzt wird es kuschelig. Eine halbe Stunde Rotlicht Milieu in der Infrarot Kabine. Angenehm. Hat was von Bettwärme. Säße ich bequemer (hier ist nicht mehr Platz als in einer Telefonzelle), würde ich wegratzen.
Eine viertel Stunde Pause, dann entschließe ich mich für einen Aufguss. Richtig heiß. Wunderbar.
Jetzt sitze ich am Küchentisch und spüre eine angenehme Bettschwere, der ich gerne nachgebe. Ich schätze, das war genau das Richtige, um den Rest der Erkältung abzuschütteln. Morgen früh werde ich es genau wissen.

Training, Training, Training und eine kurze Nacht

Alles mitnehmen, was geht. Heute eine Stunde bei Svetlana. Ich will vorher noch in den Kraftraum. Nachher noch in die Sauna. Von da quasi direkt ins Bett. Meine Nacht ist morgen schon um 3.30 Uhr zu Ende. Die Dialyse Patienten müssen früher antanzen, damit die Schwestern früher Feierabend haben. Kann man ja auch verstehen.

Der frühe Vogel…

Eine ganze Stunde zu früh schlage ich bei der Thai Massage auf.
Das ist aber nicht wirklich schlimm, hier kann ich gut runter fahren.
Asiatische Klänge aus den Lautsprechern, der Duft der verschiedenen Massage Öle und ein grüner Tee lassen mir die Zeit nicht lang werden.
Gleich werde ich mal schauen, was in Blogistan (ich hab den Begriff geklaut, weiß aber nicht mehr bei wem…) so los ist.
Nach der Massage fahre ich ins Stahlwerk, die Entspannung in der Sauna auf die Spitze treiben.
Bewaffnet mit einem Buch über Sport Anatomie werde ich während der Ruhezeiten mein Wissen über den menschlichen Körper mehren.
Genießen und lernen.
Mal eine ganz neue Kombination.

Mein Körper, das kleine Wunder

Im „Stahlwerk“:
Erst mal gönne ich mir ein Krafttraining für den Oberkörper. Die Beine lasse ich aus, schließlich haben die später noch zu arbeiten.
Beim Cycling bin ich überrascht. Die Beinmuskulatur, tagsüber noch müde, arbeitet richtig gut.
Das freut mich sehr.
Danach geht’s in die Sauna. Ich überlege kurz, ob ich für die Blase am Daumen ein Pflaster brauche, entscheide mich dagegen und stelle fest, sie schmerzt nicht.
Also, alles in Ordnung.
Jetzt noch einen Schub Vitamin D in Form von künstlicher Sonne.
Fertig ist das Programm für heute.
Morgen Session mit Dame.

Ich bin fit, das Leben ist schön.