Satt

Zum Cycling Marathon fahre ich, mit nur einem selbstgezauberten Fruchtjoghurt im Bauch. Weshalb ich in der ersten Stunde Hunger leide (ja, ich übertreibe ein wenig).
Inzwischen hat sich das umgekehrt. Während des Marathons verputze ich drei halbe Käse Brötchen, ein Stück Käse Mandarinen Kuchen und Haribo Konfekt. Danach am Nudelbuffet zwei(!) Portionen Spaghetti Bolognese. Auf dem Heimweg kandierten Ingwer, zu Hause ein Stück Knoblauchwurst und als Nachtisch ein Vollkorntoast mit Honig und Ziegencamembert. Beides auf einem Brot versteht sich.
Laut meiner Pulsuhr habe ich 3600 Kalorien verbrannt. Da ist theoretisch Platz für noch mehr Leckerbissen.

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Mittagszeit:
Ich spaziere zu Nisha’s Wokmobil, auf dem Bonner Marktplatz, bestelle Lammcurry mit Chapattibrot. Und weil die Augen wieder mal größer sind, als der Magen, bestelle ich, zum Mitnehmen, auch noch ein Samosa. Das sind große Teigtaschen, entweder mit Gemüse, oder mit Gemüse-Fleisch Füllung.
Mein Lammcurry verputze ich gleich vor Ort.
Danach bewege ich mich, mit der Wegzehrung für später, zurück zu meinem Taxi. Auf dem Weg wird mir jedoch klar: Ich esse heute garantiert nix mehr, so satt bin ich von Nisha’s Lammcurry.
Was mach ich nun mit dem Samosa? Das Teil ist noch schön warm.
Mir fällt ein Bonner Obdachloser ein.
Er platziert sich täglich am Portal der Bonner Münsterkirche und öffnet den Besuchern die Pforte, auf eine kleine Spende hoffend.
Also, auf Richtung Münsterplatz und da seh ich ihn schon.
Wie immer, hat er seinen Pappbecher an den Griff der Tür geklemmt und geht fleißig seiner Arbeit nach.
Ich also hin, sage ihm, dass ich zwar kein Geld, jedoch was Warmes zu essen habe.
Er freut sich und ich werfe ihm die paar Cent, die noch übrig sind in meinem Portemonnaie, in seinen Becher.
Was ihn, wie’s scheint, ebenfalls freut, ist wohl die Tatsache, dass ich ihn sehe. Ich schaue ihm bewusst ins Gesicht. Viele Menschen tun das nicht, wenn sie einem Obdachlosen etwas geben.
Schnell was in den Becher und bloß nicht ansehen.
Ich möchte aber den Menschen sehen. Deshalb blicke ich ihm ins Gesicht. Und ich merke, es tut ihm gut gesehen zu werden.

Gute Nacht

Das Essen ist opulent. Und sehr lecker.
Erst ein Vorspeisenteller, der alleine schon ausreichend wäre, dann eine Fleischplatte.
Auf der Karte steht für 2 Personen, es würden aber auch 3 oder 4 satt davon.
Den dazu servierten Salat schaffen wir nicht mehr.
Dazu gibt es Retsina, den ich zuvor noch nie probiert habe. Sehr lecker.

Wir sitzen, essen und reden. Die rebellische Kriegerin ist mir in den letzten Monaten ebenfalls eine gute Freundin geworden.
Sie ist mit ihren 61 Jahren ein wenig abgeklärter, was schon mal hilft, die Dinge etwas anders zu betrachten.
Außerdem ist sie, wie die Dame, immer ehrlich mir gegenüber. Das ist es, was ich möchte. Ehrliches Feedback. Aufrichtiges Miteinander.
Mir was vormachen kann ich schließlich selber hervorragend 😉
Es war ein sehr schöner Abschluss für einen sehr erfolgreichen, erleichternden Tag.
Oh je! Die 10-Wort Geschichte….

Wieder zurück

Am Nachmittag fahre ich zu Hause vor.
Die Rückfahrt war staubfrei, ich kam super durch.
Gemahl und Kater warten schon. Nach der Begrüßung erst mal auspacken. Ist ja nicht viel, bin ja diesmal mit einer Plastiktüte verreist. Zur Rückkehr geht’s heute Abend zum Griechen. Mit reichlich Knoblauch gebratene Paprikaschoten und gegrillter Oktopus. Ein Gedicht.
Zum Abschluss, Joghurt mit Honig und Walnüssen.
Jetzt sitze ich voll gefuttert auf der Couch und wünsche einen schönen Sonntagabend.

Umstellung

Seit heute habe drehe Ich ein wenig an meiner Ernährung. Ich hatte heute noch keine Kohlenhydrate, in Form von Getreide. Nur Milchprodukte, Obst, Gemüse und Nüsse.
Ich bin pappsatt und habe mein Punktekonto noch nicht voll.
Von dem Sättigungseffekt bin ich ziemlich überrascht.

Wie ich dazu komme?
Nun, wie ich lese, müssen die meisten Hashimoto Patienten bei Getreide aufpassen, wegen Unverträglichkeiten. Als ich das lese, erinnere ich mich, dass vor einer halben Ewigkeit, im Rahmen eines Allergietests bei mir eine  Roggenallergie festgestellt wurde. Da ich aber nie Beschwerden hatte, habe ich da nichts drum gegeben.
Eigentlich geht es bei Hashimoto wohl eher um Gluten. Ich werde mich mal weiter reinlesen.
Es kann jedenfalls nicht schaden sich nach LOGI zu ernähren. So wird nicht ganz auf Getreide verzichtet, sondern nur stark reduziert.
Ich teste mal, ob sich dann etwas verändert. Bisher geht es mir gut und ich bin fast ein wenig irritiert, ob des ausbleibenden Hungergefühls, sowie dem nicht auftretenden Appetit.

Abnehmen und dran bleiben

Neulich las ich von einer Dame, die gerne abnehmen wollte.
Das kann ich gut nachvollziehen, bin ja selber noch dabei.
Bei vielen will es nicht so recht funktionieren. Auch das kann ich gut nachvollziehen.
Allen Damen, und auch Herren werde ich jetzt was dazu erzählen. Vielleicht macht es ja Mut. Oder bringt Euch dazu, dran zu bleiben.
Inzwischen habe ich meine Methode gefunden.

Wollt Ihr wirklich abnehmen?
Hier ein Zitat, das mich aufgeweckt hat:
„Die Abnahme beginnt dann, wenn die Ausreden aufhören.“
Danke, Herr Ellerbeck 🙂

Zuerst einmal könnt Ihr jegliche Diät in die Tonne kloppen.
Vor allem die, bei denen auf irgend etwas gänzlich verzichtet wird.
Z. B. Kohlenhydrate weglassen; Fett weglassen; Zucker weglassen
Alles Mumpitz!

Kohlenhydrate, die Guten, sind die Briketts für Euren Ofen.
Fett, vorausgesetzt das richtige (und nicht in Massen), hält Eure Adern geschmeidig.
Zucker, darf auch gerne mal sein, wer will schon auf Süßes gänzlich verzichten.

Immer, wenn verzichtet wird, entsteht ein Mangel.
Mangel, bedeutet Heißhunger. Vielleicht nicht morgen, aber bestimmt nach zwei Wochen. Dann drückt man ihn noch weg. Aber irgendwann schafft Ihr da s nicht mehr, richtig?

Das meine lieben Freunde, ist Eure somatische Intelligenz. In Wahrheit weiß der Körper, was er braucht. Und er nimmt es sich.

Das einzige, was hilft, ist die Ernährung umstellen. Und zwar klug umstellen. Etwas ganz weglassen, kann man nicht sein Leben lang.
Ja, Ihr habt recht gelesen. Ein Leben lang!

Es wäre schön, wenn’s anders wäre. Aber, wer einmal dick war, hat sich Fett Zellen ran gezüchtet. Und die sind, auch, wenn Ihr schlank geworden seid, immer noch da. Das ist wichtig zu wissen.

Die hocken da und warten; bis Ihr mit Eurer Weglassdiät fertig seid. Und rufen: Fütter mich!
Und deshalb, ist es nötig, die Ernährung so umzustellen, dass das ein Leben lang funktioniert. Und man trotzdem noch Spaß am Leben hat—ohne die fiesen kleinen Dinger wieder zu füllen.

Wer will schon darben?!

Also, heißt es.
Sättigungsbeilagen: gerne
Pflanzliche Fette: gerne
Und einmal die Woche auch gerne mal: SÜNDE!!

Wenn ich selber koche, gibt’s Vollkornnudeln und Vollkornreis und Kartoffeln/ Töften (im Auenland)
Möchte ich eine cremige Soße, nehme ich Schmand.
Es gibt sogar richtig leckeren 30%gen Käse.
Frischkäse in zig Varianten.
Brot: Vollkorn. Toast oder Schwarzbrot.
Vollkorntoast schmeckt eh viel besser, als das pappige Buttertoast.
Man darf sogar Marmelade essen. Richtige, mit Zucker 🙂

Auch wichtig ist eine gut beschichtete Pfanne.
Dann kann man Rapsöl, Olivenöl, Distelöl und, und, und Teelöffelweise verwenden. Ihr werdet staunen, wie wenig man braucht.

Immer gut würzen.
Viel trinken. Ich liebe Wasser! Und Tee!
Obst und Gemüse, her damit!
Auch Bananen. Ja, obwohl die so süß sind.

Und fettarme Fleischsorten, wer Fleisch ist.

Glaubt mir, das ist alles ziemlich easy.
Und es geht noch besser, mit Sport.
Doch darf man den nicht zu hoch bewerten. Manch einer (und ich anfangs auch) denkt, jetzt war ich eine halbe Stunde Joggen, jetzt geht auch ein Stück Torte.
Klar, geht das. Ist aber durch den Sport nicht abgedeckt. Oder gerade so. Sport ist trotzdem Bonus. Betreibt man ihn im aeroben Bereich. Nachbrenn-Effekt.
Kampfpiloten kennen den auch. (Kleiner Scherz)

Je nach Gewicht, ist Sport auch kein Vergnügen. Ich weiß das. Habe ich selber erlebt.

Beißt Euch durch. Probiert verschiedene Sportarten aus.
Ich hab meine beim Indoor Cycling gefunden. Aber, auch das war für mich am Anfang fürchterlich.
Meine Puls Uhr zeigte Werte, wie kurz vorm Infarkt, ich war ungelenk, und beim Treten war auch irgendwie der Bauch im Weg.
Jetzt, bin ich fit. Richtig fit. Der Bauch ist auch weg. Weggeradelt 🙂

Glaubt mir. Es wird. Erst merkt man nicht viel. Aber es tut sich was. Erst im Verborgenen, dann fragt der erste:“Hast Du abgenommen?“ Einfach freuen und erwidern: „Ja, hab ich.“

Und zum Schluss noch ein letzter Tipp: Kleine Ziele, drei bis fünf Kilo, vornehmen. Wenn Ihr die habt, die nächste Etappe. Etappenziele sind super!
Es sind die kleinen Schritte, die einen ans Ziel bringen.

Völlig ohne Selbstkasteiung. Die hat selbst Buddha für Quatsch befunden.

Ich hoffe, ich hab ein wenig Hoffnung geben können.

Bei mir sind 25 Kilo weg. Und weitere werden folgen.

Dran bleiben, Leute. Zur Not geht Ihr zu den Spezialisten, für die unser Ex National Torhüter Werbung macht.

Die erzählen das ganze noch genauer. 😉

Viel Erfolg!!!