Rückkehr

Auf der Rückfahrt schlafe ich ein. Wie immer, wenn ich im Auto schlafe, befinde ich mich in einer Zwischenwelt. Ich höre das Auto, schlafe und spreche mit Menschen, die mir nahe stehen oder die mich beschäftigen. Dann werde ich wach und weiß nicht, dass ich geschlafen habe. An die Gespräche erinnere Ich mich auch nicht mehr, weiß nur, dass, aber nicht mit wem, sie stattgefunden haben. Ich weiß, das klingt schräg.
Roland, der Barde, hat mir die vom Autoradio gekaperte CD nochmals geschickt. Nun sitze ich selig in meinem Meditationsraum, lausche keltischen Klängen und Gesängen und freue mich über mein Schreibtalent und sinne darüber nach, wie ich es weiter schleifen und verfeinern kann.

Wie ich zurück zum Laufen kam

Davon habe ich noch nicht berichtet.
Ich trainiere ja nicht das erste mal für einen Marathon. Mir ist entfallen, wann mein Schwager seinen ersten Marathon läuft; jedenfalls denke ich: Ha! Das will ich auch!
Ohne Ahnung davon, wie man sich vorbereitet, laufe ich los. Mitten rein, in meinen vorprogrammierten Untergang.
Täglich zwischen 9 und 10 Kilometern. Regeneration? Ich doch nicht!
Vorher waren maximal 30 Minuten, alle zwei Tage, drin. Viel hilft viel, denke ich damals. Wenn ich mich recht erinnere geht das circa zwei Monate gut. Dann kommt es mitten im Wald über mich. Ich will mich auf der Stelle zusammenrollen und schlafen. Mir ist kalt. Ich bin sooo müde.
Ich schleppe mich zum Parkplatz, steige in mein Auto und fahre nach Hause. Dort lege ich mich ins Bett und treibe jahrelang keinen Sport mehr….

Durch Hot Iron komme ich wieder dazu, regelmäßig Sport zu treiben. Weil das Spaß macht. Die Trainerin kann begeistern.
Dann falle ich bei mir zu Hause die Treppe runter. Oben auf Stufe Eins hebe ich, bei Blitzeis, ab und schlage, nach freiem Fall, unten auf Stufe sieben wieder auf.
Glück: Nichts gebrochen. Aber geprellt und gezerrt, was für’s Training wichtig ist. Arme und Beine. Wieder verfalle ich dem Nichtstun. Wieder gebe ich mir alles, was kontraproduktiv ist. Her mit dem Rausch.

Vor drei Jahren dann ein anderes Studio; empfohlen von der Hot Iron Trainerin.
Beim Hot Iron finde ich den Einstieg nicht wieder. Dafür aber beim Indoor Cycling. Dafür brenne ich. Einmal habe ich noch einen Einbruch. Fange mich aber wieder. In 2013 fahre ich acht Cycling-Marathons. Und steige auch nach Übertraining, Krankheit und Depressionen wieder ein. Bei letzterem wage ich zu behaupten, der Sport hat mich am Leben erhalten.

Dann, im Januar, träume ich, wie ich durch das Zielband eines Marathon-Events laufe. Kurz nach dem Aufstehen, noch vor dem ersten Kaffee, bin ich angemeldet. Zu meinem ersten Deutsche Post Halbmarathon. Denn, was ich träume, kann ich auch realisieren. So meine Theorie.

Ob es klappt, lest Ihr dann hier auf : Tuepflischiesser.com

Normaler Rhythmus

Beim Cycling bekommt langsam der normale Rhythmus wieder die Oberhand.
Montag erst schön anspruchsvolles Training bei Schleifer Moritz.
Und morgen nach, Sage und Schreibe, sechs Wochen, endlich wieder bei Mr. Freeze.
Es wurde auch Zeit, dass die beiden sich mal wieder die Ehre geben.
Egal, wie gut die anderen sein mögen; keiner kostet mich mehr Kalorien und Schweiß, als diese beiden Herren.
Nachdem auch noch so viele Kurse ausgefallen sind, waren wir Kursteilnehmer schon kurz davor, ungehalten zu werden.
Lag bestimmt am Entzug 🙂