Rückkehr

Auf der Rückfahrt schlafe ich ein. Wie immer, wenn ich im Auto schlafe, befinde ich mich in einer Zwischenwelt. Ich höre das Auto, schlafe und spreche mit Menschen, die mir nahe stehen oder die mich beschäftigen. Dann werde ich wach und weiß nicht, dass ich geschlafen habe. An die Gespräche erinnere Ich mich auch nicht mehr, weiß nur, dass, aber nicht mit wem, sie stattgefunden haben. Ich weiß, das klingt schräg.
Roland, der Barde, hat mir die vom Autoradio gekaperte CD nochmals geschickt. Nun sitze ich selig in meinem Meditationsraum, lausche keltischen Klängen und Gesängen und freue mich über mein Schreibtalent und sinne darüber nach, wie ich es weiter schleifen und verfeinern kann.

Andreas Altmann Schreibwerkstatt – Nebelige Rückfahrt

Schon bei der Abfahrt macht sich die Anstrengung der letzten Tage bemerkbar:
Vorneweg, das Auto von Frau Marion (Besitzerin des Brunnmatthof), mit zwei Teilnehmern und Andreas Altmann an Bord. Dahinter, meine neue Freundin Petra und ich, in meinem Taxi.
Nach dem wir Oberalpfen passiert haben, muss ich links auf die Hauptstraße Richtung Freiburg fahren, doch leitet mein Herdentrieb mich nach rechts, dem Altmann hinterher. Es dauert zwei Kilometer, bis ich Wenden kann, um die richtige Richtung einzuschlagen.
Wie war das mit der Achtsamkeit?
Nach der Wende Richtung Hirschsprung, über Freiburg, auf die Autobahn. Ich spüre die Arbeit der letzten Tage. Das Hirn ist voll. Zu voll. Die letzten Texte haben wir im Schnelldurchlauf durchgearbeitet, doch nicht weniger gründlich.
Bevor ich in Ginsheim, im Hotel ankomme, noch in Frankfurt Süd, Petra absetzen, meine Frengländerin. Was das ist? Eine Fränkin, die in England lebt.
Wir sind uns, merken wir, sehr ähnlich.
Während der Fahrt „Altmannen“ wir, lachen immer noch darüber, wie er, mit viel Witz, überspitzt auf Dinge weist, die einen Text klein machen.
Ich verpasse noch zwei Mal Anschlussstellen zur nächsten Autobahn. Wieder mangelnde Achtsamkeit, gepaart mit Müdigkeit.
In Frankfurt angekommen: Abschied nehmen von Petra. Herzliche, lange Umarmung.
Weiter geht’s nach Ginsheim. Nach fünf Stunden nebeliger Autobahn wird aus Müdigkeit Erschöpfung.
Im Hotel funktioniert der Kartenterminal nicht, also noch mal ins Auto, zur Bank, Bargeld tanken.
Zurück ins Hotel, zahlen.
Im Zimmer schmeiße ich lediglich die Tasche auf’s Bett; bin im noch Bembelland verabredet.
Dort angekommen kredenzt mein Gastgeber erstklassigen Apfelsaft, während ich meinen Exklusivbericht abliefere.
Um halb eins fahre ich zurück ins Hotel.
Mit einer guten Idee für die Zeit nach dem Unternehmertum und einem Kunstwerk für mein Meditationszimmer im Gepäck.
Zum dritten Mal betrete ich das Hotel, darf endlich meinen müden Körper auf’s Bett werfen und -schlafen.

Retour à Galeria

Zurück nach Galeria nehmen wir die 80/81. Die Straße an der Steilküste entlang. Es regnet ordentlich, trotzdem ist die Aussicht über die Küstenlinie grandios.
Wir trödeln, trinken in Nonza noch einen Espresso und kaufen Lonzu, eine korsische, extrem leckere Schinkenspezialität.
Wir haben noch 100 kurvige Kilometer zu reisen.
No tengo prisa.