Chaine Reaction

Zwei Tage liegen, schlafen, essen, schlafen…
Das mag der Rücken nicht. Heute morgen ist die erste Handlung Faszienpflege (aua) und Stabilisationstraining. Letzteres eher halbherzig, weil die Erkältung immer noch für starke Schlappheit sorgt. Außerdem niese ich mir nen Elch.
Mann fühl ich mich steif. Ich schätze, den Rest der Woche werde ich mich dem Bewegungsapparat widmen.

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Das Kreuz mit dem Kreuz – Entspannung

Am Mittwoch stelle ich fest, dass die Sache mit der Brustwirbelsäule doch nicht auf die Rechnung zurück zu führen war. Die Entspannung war nur von kurzer Dauer. Auch Frank’s Zuwendung am Dienstag, hat nur bedingt geholfen. Mittwoch erreichen die Schmerzen ungeahnte Bereiche, auch  eine Gabe von 2 x 800 mg Ibuprofen, über den Tag verteilt, bringt nicht die erhoffte Erleichterung. Inzwischen ist die gesamte Rüclenmuskulatur nur noch eine einzige Verspannung und — jetzt sieht man es mir an. Ich bin müde, durch die ständigen Schmerzen. Merke, dass nun auch der Nacken verspannt, weil ich dauernd die Zähne aufeinander beiße. Ach, was wünsche ich mir Entspannung.
Dann sehe ich Klaus, auch er Trainer im Studio. Er hat jahrelang Muskelaufbautraining betrieben, ist jetzt erster Anlaufpunkt für unsere Muskel Männer und ich entsinne mich, dass er letztlich einen von ihnen entspannt hat.
Gebeutelt schleiche ich zu ihm hin. Erkläre mein Problem und (da es nicht von der Aufschieberitis kommt), dass es besteht, seit ich das Krafttraining letztlich etwas überzogen habe.
Klaus nimmt mich mit zur Mattenfläche. Er ist nicht größer als ich, aber kräftig.
Ich soll vor ihm Stellung beziehen. Er fährt mit dem Finger meine Wirbelsäule entlang, sucht die Blockade. Findet sie.
„Arme hinter dem Kopf verschränken, tief einatmen, und tief ausatmen.“ Während ich ausatme packt er, hinter mir stehend, vorne meine Arme, rollt mich zusammen und drückt zu.
Das Geräusch das entsteht, als sich endlich die Gelenkmanschetten vom Atlas Bis zur Brustwirbelsäule lösen, klingt dramatisch. Und doch ist sofort die Entspannung zu spüren.
In der Nacht zum Donnerstag habe ich noch Restschmerzen, die aber heute vollends verschwunden sind.
Ein Hoch auf Klaus!

Niesen

Sollte das geholfen haben? Als ich ausfstehe schmerzt der Rücken. Mehr noch als gestern. Erst mal Frühstück machen. Währenddessen mache ich eine Yoga Übung. Den Hund. Mit Yoga hab ich es eigentlich nicht, doch, in der Not frisst der Teufel fliegen. Fühlt sich ein wenig besser an, der Rücken. Dann muss ich niesen. Versuche es zurück zu halten, was ziemlichen Druck im Brustkorb erzeugt. Danach sind die Schmerzen weg. Ob sie weg bleiben, wird sich zeigen. Ich wünsche es mir.

Was man braucht, bekommt man auch – oder, wie Menschen einen spiegeln

Es ist alles toll. Ok, fast alles. Der Rücken ist nicht so gut, wie ich dachte. Macht aber nichts, es ist nicht mehr so schlimm wie heute Morgen. Rotlicht Kabine und Sauna zeigen Wirkung, ebenso wie die Zuwendung meines Trainers Frank, der mich unter anderem an die Klimmzugstange hängt, damit mein Rücken sich längt.
Besonders erfreut bin ich über das Angebot unserer Sauna Fee. Sie hat ein Spinning Rad zu Hause stehen und gibt mir ihren Haustürschlüssel, damit ich in Ruhe mein Cueing üben kann, wenn sie nicht zu hause ist. Ich kann mein Glück kaum fassen. Ich hab einen Lauf, denke ich unter der Dusche. Der nächste Gedanke: Das spricht ja wohl hundertprozentig für mich. Würde sie mir den Schlüssel geben, wenn ich nicht absolut vertrauenswürdig wäre? Meine Stimmung ist trotz spackendem Rücken im Hochbereich. Unterstützung aus Ecken, mit denen man nicht rechnet. Klasse.
Dann, Kekse und Tee bei der Dame. Es ist schön, es ist gemütlich und lustig. Die Kekse, extra aus Schottland eingeflogene Ginger cookies, mit viel Schokolade dran, sind ebenfalls toll.
Dann, email von der Kursleiterbeauftragten aus dem Studio. Meine Bewerbung findet sie klasse. Meine Formulierung, ich sei „fabrikneu“ findet sie originell, schließlich bewerbe ich mich in der Sportfabrik :-). Sie will erst die Leute mit „älteren Rechten“ fragen; wenn keiner will, wird sie sich auf jeden Fall bei mir melden, schreibt sie. Cool, so kann ich mich bei der Sauna Fee fit machen und, gegebenenfalls, den Kurs doch übernehmen, weil ich mich dann sicherer fühle.
Bis jetzt lässt sich 2015 hervorragend an. So darf es bleiben.

Rückenrechnung

Seit drei Wochen liegt sie im Büro, auf meinem Schreibtisch. Eine Rechnung. Ich sehe sie nicht, habe sie vergraben unter vielen anderen Papieren. Ja, das mit dem Feng Shui beizubehalten ist gar nicht so einfach und sich an OHIO zu halten ebenso wenig. Zurück zur Rechnung. Wo war ich? Ach ja, ich sehe sie nicht. Und doch drückt sie, kann ich doch das Wissen um ihre Existenz nicht unter Papier verstecken. Es ist da.
Seit einer guten Woche habe ich scheußliche Schmerzen in der Brustwirbelsäule. Faszienpflege, Thaimassage (sogar zwei innerhalb von drei Tagen), heiße Bäder, Sauna, nichts hilft. Heute Morgen überlege ich gar zum Arzt zu gehen. Dann kommt mir die Rechnung in den Sinn, inzwischen hat sich eine weitere dazu gesellt. Die beiden feiern ein Stelldichein auf meinem Schreibtisch, als ich das Büro betrete. Ich höre sie tuscheln: „Ha, bestimmt hat sie uns vergessen.“
PC hochfahren, Onlinebanking starten, Rechnungen überweisen.
Feststellen, dass fast zeitgleich mit dem ausführen der Überweisung die Schmerzen nachlassen. Auch die Verspannungen im Nacken.
Psychosomatik ist eine interessante Sache. Die Schmerzen während der Trainerausbildung hätte ich mir auch ohne Ibuprofen ersparen können. Ist ein Lernprozess.

Stimmung gut, Rücken gut

Ich entsteige dem Bett. Ja, so fing der gestrige Post auch an, ich weiß 🙂
Der Rücken spackt noch immer, eigentlich ist es sogar noch schlimmer.
Doch lasse ich mich nicht beirren und suche, nach einem Glas Wasser, meinen Meditationsraum auf um meine Gymnastik zu machen.
Trotz der Schmerzen ist meine Stimmung heute gut, ich fühle mich sogar ausgesprochen wohl.
Die Ibuprofen lasse ich im Schrank, weil ich sicher bin, die Befindlichkeiten im Kreuz werden sich bessern und so kommt es auch.
Außerdem ist mir gestern ziemlich übel davon geworden, weil ich sie gleich auf nüchternen Magen geschluckt habe.

Und, ich habe eine kleine Änderung im Tagesablauf vorgenommen:
Der Blog wird erst geöffnet, wenn ich im Taxi sitze und die erste Lücke zwischen den Fahrten erreicht ist.
Das ist völlig ausreichend und entlastet mich, was mein Zeitmanagement angeht. No Stress 😉

The Mentalist

Am Kameha besteigen zwei Herren im Anzug mein Taxi. Mit am Mann: je ein Koffer. Beide Koffer gehen mir in der Höhe bis zur Hüfte. Zum Vergleich: Ich messe 1.63 Meter.
Der erste Koffer wiegt fast nichts, doch der zweite gehört in die Kategorie, die ich immer mit Hilfe des Knies in den Kofferraum befördere. Uff!
Es geht auf die andere Rheinseite, wo die Koffer auch wieder raus müssen.
Also, ran an den Speck.
Erst den leichteren, dann den schweren. Knack, es pitscht im Rücken, nahe des ISG, also ziemlich weit unten.
Ich steige wieder ein, merke wo es schmerzt und habe den GedankenMist, verklemmt- und schalte die Sitzheizung ein. Unangenehm, dieser Schmerz. Bis ich aus heiterem Himmel, so scheint es, denke – Nee, da hat sich was gelöst. Genau! –
Fast im gleichen Augenblick verschwindet der Schmerz. Und bliebt weg! Wie cool ist das denn?!
I am a Mentalist!

Manchmal bekommt man, was man gerade braucht

Vor dem Cycling will ich eigentlich noch eine Runde Krafttraining einlegen. Ich merke aber, dass mein Rücken von der Honig-inhalier-Aktion, und der damit verbundenen Schlacht um Sauerstoff, völlig verkrampft ist.
Ist ja nicht zu glauben, denke ich. Hat es mir die Faszien verklebt.
Mir fällt ein, dass für den Fazien Kurs Blackrolls vorhanden sind. (Für nicht Eingeweihte werde ich noch eine Info nachreichen, worum es sich im speziellen handelt.)
Weiter.
Ich frage, ob ich mir eine leihen dürfte, um die Faszien im Rücken zu lösen, was man aber nicht machen möchte, weil die Rollen nur für den Kurs sein sollen und dann jeder eine will, bla bla bla…
Als ich noch enttäuscht an der Rezeption stehe, läuft Czilla, die heute den Cycling Kurs leitet, mit einem Netz voller Blackrolls an mir vorbei, zum Kursraum 2.
Sie leitet heute auch den Rücken Kurs.
Ich flitze hinterher und nehme den Kurs noch mit, bevor’s auf’s Bike geht.
Und was gibt es als Vorbereitung für den Rücken Kurs?
Faszienpflege mit der Blackroll.

Da hab ich doch wieder genau das bekommen, was ich gebraucht und gewünscht habe.

Wie erfreulich 🙂