Verpasst

Irgendwie geht mir alles durch:
Gestern höre ich das erste mal von Anschlägen in Kopenhagen. Beim ebenfalls ersten mal fernsehen der letzten Wochen, erfahre ich von abgesagten Karnevalszügen wegen Anschlagsdrohungen. Geht’s noch? frag ich mich. Ist es jetzt soweit, dass wir uns nun doch von Angst regieren lassen?
Der Herr Gemahl liest aus dem Netz, es wurden in Bonn Lengsdorf (ich lebe hier) zwei Taxifahrer, in zwei aufeinander folgenden Nächten überfallen. Quasi vor meiner Haustür. Mit vorgehaltener Waffe, so steht es geschrieben. Das gab es in Bonn schon lange nicht mehr. Ich steige trotzdem am dunklen Morgen ins Auto.
Nun sitze ich frühstückend in der Droschke. Am Rheinufer, Anleger der Godesberger Fähre, Blick nach Niederdollendorf. Der Strom fließt unbeeindruckt von all diesen Geschehnissen Richtung Nordsee. Die Uferbeleuchtung spiegelt sich in der Strömung, während hinter dem hell erleuchteten Gästehaus Petersberg der Morgen graut.
Ich muss los. Die nächste Vorbestellung ruft.

Brückenlauf reloaded

Ich entsinne mich nicht genau, wie lange die letzte Brückenrunde zurück liegt, doch deucht es mich, dass es letztes Jahr, im Sommer gewesen ist.

Heute laufen wir sie erneut.
Die kleine, sprich 10 Kilometer. Es ist recht kühl, heute Abend.
Zu den Laufschuhen habe ich auch noch 2 Oberteile erstanden.
Ja, ich bin ein Konsumkind. Eins hat es natürlich nicht getan.
Ein dünnes und ein etwas dickeres, beide mit langem Arm.
Das dünnere darf heute seine Tauglichkeit unter Beweis stellen.

Es geht los:
Unterhalb des Posttowers, Richtung Rhein, führt unser Weg am Langen Eugen, dem ehemaligen Abgeordneten Hochhaus, jetzt Sitz der Uno, vorbei; längs des alten Wasserwerkes, das ganz früher als Plenarsaal diente. Rudervereine folgen.

Es ist ganz schön lebendig hier unten.
Ganz Bonn scheint hier ,am Rheinufer, dem Laufsport zu frönen.

Die Bahnen auf der Kenndybrücke wirken im Dunkel, wie Leuchtwürmer.
Ein LKW mit all seinen Positionsleuchten, wie ein elektrischer Tausendfüßler.

Noch an der Oper vorbei, dann geht es auf die Kenndybrücke, um auf die Beueler Seite zu wechseln. Bisher denke ich keinen Wind zu haben; denkste! Auf der Brücke kommt er scharf von rechts, was heißt, bis jetzt hatten wir Rückenwind.
Auf der anderen Seite angekommen, laufen wir ihm entgegen, Richtung Oberkassel.

Auf dieser Rheinseite ist weniger Betrieb.

Wir haben beide Not, doch sind wir auf einem gut beleuteten Teilstück.
Also warten, bis zum blauen Affen, einem Biergarten, der um diese Jahreszeit geschlossen ist. Ab hier gibt es keine Beleuchtung mehr und wir können endlich mit den Büschen verschmelzen um uns zu erleichtern.

Weiter geht es, bis zur Südbrücke, auf der wir ein weiters Mal den Rhein queren und im leichten Bogen zum Parkplatz, am ehemaligen Rheinland Pfalz Pavillon zurück kehren.

Am Ziel angekommen, haben wir 9,25 Kilometer zurück gelegt. In sehr gemütlichen 01.21.49 Std.
Ich stelle fest, es fällt leichter, als noch vor einem Jahr.

Jetzt ein wirklich heißes Bad und ab ins Bett.

Morgen die letzte Vorstellung beim Steuerprüfer. Dann kann ich endlich den Deckel drauf machen.

Euch allen eine gute Nacht. Träumt von schönen Dingen.

Ein Hauch von Sommer

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Was für ein Tag! In der Sonne, auf dem Deich, am Rhein auf der Wiese liegen; kleine Trainingspause.
Erst gab es Theorie, dann die Kettlebell, um dann ins Zirkeltraining über zu gehen.
Das gebe ich mir eine Runde, beschließe dann, dass das für mich reicht.
Es hat Spaß gemacht. Aber Grundlagen Training steht noch aus.
Und von dem pausiere ich, wie erwähnt gerade. Das kann auch noch eine Weile so weiter gehen. Es ist nämlich gerade sehr schön hier. 🙂

Shanghai am Rhein

Mein Grundlagen Ausdauer Training mutiert zum Hindernislauf. Hochkonzentriert, die Rasenflächen großzügig mitnutzend, versuche ich einigermaßen das Tempo zu halten.
So voll, wie die Wege am Rheinufer, stelle ich mir die Straßen von Shanghai vor (Ok, das ist vielleicht ein ganz klein wenig überzogen).
Erst mal Pause!