Nervös

Gibt’s denn das? Ich bin nervös. Dabei muss ich nur mit dem Zug nach Köln und dort noch fünf Stationen mit der U-Bahn fahren, um mich letztlich in einen bequemen Mini-Bus zu setzen, der mich nach Paris schaukelt. Aber gut. Ich gebe mich in fremde Hände. Das ist vielleicht diesmal die Aufgabe. Vertrauen. Dass man mich gut hin bringt, dass in Paris alles gut läuft und ich die Grand Dame, trotz nur ein paar Bröckchen Französisch, genießen kann. Untergebracht bin ich in einem Hotel an der Seine, im Stadtteil Defense. Laut meiner Kriegerin (Architektenfrau), soll die Architektur beindruckend sein. Außerdem sind es mit der Metro zehn Minuten zum Champs Elysees. Naja, ich werde erleben, was mich erwartet.
Ich muss jetzt Vorbereitungen treffen. Ich gehöre zu den Menschen, die ihre Koffer erst am Reisetag packen. Und der Koffer befindet sich noch in der alten Verbleibe.

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Postkarten

Nun zu den Postkarten, welche ich großspurig der Welt versprochen hatte.
Jaaa, ich hatte in Irland einige gekauft. Nur Lust zu schreiben fehlte.
Also nahm ich sie auf dem Rückweg, auf der Fähre zur Hand und beschriftete sie dort.
So wäre es eine Flaschenpost geworden. Oder so ähnlich.
In Chartres stellte ich fest, dass die Papiergrüße immer noch bei mir sind. Ok, beim nächsten
Stopp nehme ich sie mit und werfe sie eben doppelt frankiert (irisch/französisch) in den Brief-
kasten, dachte ich. Mea Culpa. Ich hab’s nicht geschafft. Ich war zu sehr mit der Liebe beschäftigt, als dass
ich mich hätte um Postkarten kümmern können. Oder anders, ich vergaß sie wieder und wieder und
wieder.
Vergebt mir 🙂

Reise, Reise – oder, ein Freund zieht weg

Heute hat mich ein Begleiter verlassen. Seine Reise wird wohl ein, zwei Tage in Anspruch nehmen. Ich bin gespannt, wie es ihm bei seinem großen „Bruder“ gefallen wird.
Ich habe ihm ein Empfehlungsschreiben mit gegeben, damit der Große weiß, weshalb mein Begleiter unbedingt auf die Reise musste.
Mit auf Reisen: Eine Herde Schafe. Natürlich ist stellvertretend für mich, auch ein schwarzes dabei.
Mach’s gut, kleiner Freund.

Wie es geht

Da leide ich; Tage, Wochen, Monate lang. Weil ich nicht loslassen kann.
Es sei dazu gesagt, mir ist die ganze Zeit  bewusst, dass loslassen die
Lösung ist.
Trotzdem funktioniert es nicht. Loslassen.
Dann, der Tag an dem es einfach von mir abfällt.
Woher ich weiß, dass es diesmal wirklich so ist.
Da, wo am Tag des Loslassens Schmerz war, ist nun Stille.
Und ich bewege mich wieder. Die geistige Lähmung ist fort.
Ich bestimme wieder, welchen Weg ich nehme.
Oh, ich wünschte, ich könnte beschreiben, wie sich das anfühlt.
Doch fehlen noch die Worte.
Wohl, weil ich noch so sehr mit genießen beschäftigt bin.
Ich wünsche einen erfüllten Abend.

Hausgeist

Arne, heißt er. Er wird das Haus hüten, die Katze gießen und die Blumen füttern.
Außerdem kaufe ich mir den ersten teureren Koffer meines Lebens, nachdem ich festgestellt habe, dass die 20€ Dinger aus dem Billigmarkt selten mehr als eine Reise überstehen.
Danach versuchen wir das Navi mit der Hoteladresse zu füttern. Vergeblich. Egal, ich hab eine Karte von Korsika, die ich zu nutzen weiß und glücklicherweise einen sehr guten Orientierungssinn.
Das geht auch so.
Jetzt wird der neue Koffer befüllt und danach gechillt.
Die Zeit läuft.

Reise, Reise…

Dienstag entschwindet die Dame Richtung Rom. Die Glückliche.
Das heißt, ich werde mich an einen netten Ort begeben und Kekse mitnehmen um gegebenenfalls mit der, ebenfalls mit Keksen bewaffneten, Dame per SMS in Kontakt zu treten.
Letztes Jahr haben wir es so gehalten. Sie in Schottland, ich auf Korsika. Das war schon witzig.
Außerdem muss ich mit unserem Piloten sprechen. Mal fragen ob er, wenn wir über Rom sind, mal kurz mit dem Flügel der Boeing wackeln könnte, um „Hallo“ zu sagen…
Kleiner Scherz. Alle Passagiere holen die Kotztüte raus, weil Silvia mal eben winken möchte… 🙂
Ich freu mich auf den Urlaub. Nicht mehr lang…