Nebelnieselregen in Feenhausen

Da sitze ich.
Des drückenden Schuhs entledigt.
Traurigen Abschiedsklängen
des Dulcimers lauschend.

Feinstnebelnieselregen
sich auf Rododendren legt.
Hase unbeeindruckt über
Wiesen hoppelt.
Vögel tun, als sei hellster
Sonnenschein.

Viel Einsamkeit.
In lauter Stille
ganz allein.
Sich all dem ganz ergeben,
dazu muss man wohl Ire sein.

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Eire in Bonn

Beim Erwachen macht sich Verwirrung breit. Klingt es doch, als zöge ein Sturm ums Cottage in Irland. Es dauert eine Weile, bis mich der Schlaf verlässt und Klarheit den Geist flutet, die mir sagt: Ich weile in Bonn.
Boen jagen dunkle Wolkengeister über den Himmel, Sturm peitscht die Welt und trommelt mit Fäusten gegen die Häuser. Regenschleiher ziehen durch die Stadt, Bäume beugen sich der luftigen Gewalt.
Frühlingssturm.

Willkommen im Rain – ähm Rheinland

Es regnet.
Ein Thailandreisender erzählte mir mal, dass man dort, während der Monsunzeit, bei einem Regenschauer fast ertrinkt, atmet man ein, so viel Wasser sei in der Luft. Und die Touries erkenne man daran, dass sie trotzdem umherlatschten, während die Einheimischen sich irgendwo unterstellten.
Blicke ich jetzt aus dem Fenster, stelle ich mir genau das vor.
Es regnet nicht Hunde und Katzen, sondern ganze Bauernhöfe.
Von hier drinnen gemütlich. Ich habe eben heiß gebadet und warte auf den Herrn Gemahl. Dann wird es leider ungemütlich. Wir haben geplant, auf den Weihnachtsmarkt zu gehen.
Vielleicht sollten wir die Kayaks nehmen, Schatz!

A Kind Of Magic

Der Lauf am Morgen ist wunderbar. Es herrscht eine wohltemperierte Luftfeuchte ;-).
Mit anderen Worten, es ist nass und kalt; hat was von Kühlschrank.
Das macht mir nichts aus, im Gegenteil.
Der Regen der auf das Laub am Boden fällt, klingt wie Musik in meinen Ohren. Die kalte Luft, welche meine Lungen durchströmt, weckt auch die letzten, noch verschlafenen Lebensgeister.
Ich habe den Wald für mich ganz alleine.
Die Bäume sind schon recht kahl und die Blätter, die in blassem grün und gelb noch an den Zweigen hängen, leuchten im Dunst, als hätte man sie extra ausgeleuchtet.
Das hat etwas Magisches.
Dann verlaufe ich mich. Naja, nicht so richtig, doch ich verpasse es abzubiegen, so wird die Runde etwas länger als geplant. Auch das ist nicht weiter schlimm. Jede Strecke hier ist schön.
Gegen Ende lege ich ein kleines Cool down ein, bis ich stehen bleibe und horche. Auf den Wald, den Regen. Ich breite die Arme aus, hebe mein Gesicht gen Himmel und lasse den Regen auf mein Gesicht prasseln.
Ich bin eins mit mir und dem Wald. Ein absolut erfüllender Moment. Ich stehe da bestimmt 10 Minuten, dann mache ich mich lächend auf den Weg zum Auto.

Herbst

Heute, früh am Morgen, taucht die Sonne meine Stadt noch in pures Gold.
Die Rheinpromenade, Gevatter Rhein, die Brücken, sogar die in die Jahre gekommene, sonst etwas angegammelte Oper erstrahlt in einem besonderen Glanz, während von Süden, über das Siebengebirge, die dunklen Vorboten des Herbstes Einzug halten.
Tiefes, bleiernes Grau schiebt sich den Rhein hinunter. Die Gegensätze geben der Stimmung etwas Surreales.
Gegen Mittag, noch verhalten, der erste Regen. Wind kommt auf, es tanzen die Blätter, jetzt in größerer Farbenpracht, auf ihrem Weg zur letzten Ruhe.
Nachmittag.
Sturm. Geballte Kraft.
Der Himmel öffnet seine Schleusen. Es gibt kein Halten mehr.
Und mittendrin, in einem Taxi, mitten in der Stadt, sitzt ein, kleines, goldenes Herz, das lacht.
Ich wünsche allen eine gute Nacht.
Träumt was Schönes :-*

Mangroven

Der Wald ist leer. So richtig leer. Will meinen ich bin alleine hier. Das gefällt. Es regnet (noch) nicht. Ich laufe los. Richtig gemütlich, hab’s nicht eilig. Nach 10 Minuten höre ich, wie es beginnt zu rauschen. Über dem Blätterdach beginnt es zu regnen, doch muss sich das Wasser erst seinen Weg bahnen.
Erst fühlt es sich an wie feiner Nebel. Das Rauschen wird lauter und jetzt hat das Wasser gewonnen.
In Strömen fließt es die mächtigen Buchenstämme hinab, wobei sich in den Gabelungen kleine Kaskaden bilden.
Innerhalb von 5 Minuten bin ich nass bis auf die Haut. Und glücklich. Dieser Wald ist so schön.
An manchen Stellen steht so viel Wasser, dass man denken könnte, man befindet sich in den Mangroven.
Nach 40 Minuten bin ich zurück am Parkplatz. Körper und Geist geflutet, mit Sauerstoff, Wasser und Endorphinen.
Jetzt ein heißes Bad und heute Abend ins Kino, mit dem Herrn Gemahl.
So geht Entspannung.

Regenwald

Das Laufen hat das Rennen gemacht. Nach der Arbeit schwinge ich mich in meinen Lauf Dress und fahre in die Waldau.
Der Wald trieft. Satt grün und nass hängen die Zweige durch. Die Luft ist klar und außer dem Duft des Waldes, nach süß riechendem Harz, Erde und Laub, hat der Regen keinen Geruch sonst übrig gelassen.
Der Sandboden ist so nass, dass er wie eine Bodenmatte unter den Füßen federt. Außer meinen Schritten und der Natur hört man nichts.
Und, der Wald ist leer. Ich habe ihn für mich ganz alleine.
Das war eine sehr gute Entscheidung.

Die Kayaks sind da

Blau-Weiß marmoriert sind sie. PVC ist das Material.
Eigentlich war für heute die Jungfernfahrt auf der Mosel geplant. Doch es regnet, deshalb gibt’s weder Camping mit dem Love Mobil, noch Kayakfahren auf der Mosel.
Ist halt so.
Stattdessen halte ich nach den Dialyse Fahrten noch mal ein Schläfchen. Vorher noch schnell eine Nachricht an die Dame versenden, dass ich gedenke um Mittag herum zu laufen.
Das ist nach dem letzten 5er Wettbewerb etwas eingeschlafen. Es geht mir noch nicht so leicht von der Hand, wie das Cyceln. Da kommt mir dann meine Ungeduld in die Quere und lässt mich schon mal die Lust verlieren.
Aber ein anderer Teil von mir will laufen; will besser und schneller und ausdauernder werden. Und der Teil ist es, der mich heute Mittag in den Wald führen wird.
Ich plane erst mal klein. 30-40 Minuten.
Der Appetit kommt beim Essen und ich hoffe, die Lust beim Laufen.
Zusätzlich geht es morgen jetzt doch zum Indoor Cycling (habe gerade noch einen Platz ergattert), das ich ursprünglich, wegen des Paddeln abgesagt hatte.

Ich sag mal: Das Ersatzprogramm steht.
Ich flöte dem Regen was.
Und das Rauschen desselbigen nutze ich jetzt, um mich beim Meditieren zu entspannen.

Ätsch!

Nachtrag: Wie, um es mir richtig zu zeigen, zieht der Regen noch mal kräftig an.
Bei der Stärke droht man während des Laufens zu ertrinken.
Vielleicht doch Krafttraining und Sauna?

Regen

Regen ist ein Stimmungsmacher. Ganz klar.
Regen kann Gemütlichkeit vermitteln,
häufig Melancholie.
Doch auch „nach Hause kommen“.

Als wir auf em Rückflug von Korsika (die Insel ist ja auch recht grün) mit dem Airbus durch die Wolkendecke sanken und ich unsere Wälder im Regen sah, war da ein sehr warmes Gefühl um mein Herz.
Der Wald, so dicht und saftig grün. Und die kleinen Nebelsäulen die zwischen den Bäumen aufstiegen, als würden überall gemütlich knisternde Lagerfeuer brennen.
Hach, das war schön anzusehen.

Nach Hause kommen, im Regen, kann auch schön sein.