Wenn die Faust das Herz umfasst

Brustmuskel,
hart wie Stahl.
Herz will pumpen,
doch fehlt der Raum.
Käfig wird enger.
Welt entrückt.
Herz will schlagen,
gepresst, gedrückt.
Schwindel, kalter Schweiß.
And’rerseits heiß.
Hände nass,
trockener Mund.
Wer kann Dich retten?
Ketten der Angst.
Angst vor Tod.
Nur Du allein,
kannst Deine Rettung sein.
Sieh der Panik ins Gesicht.
Nimm all Deinen Mut.
Atme ein und atme aus.
Sachte. Langsam.
Atme. Ein.
Atme. Aus.
Atme. Ein.
Atme. Aus.
Käfig schwindet.
Herz wird frei.
Fühle, es weit werden.
Pumpen.
Atme.

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Die Panik

Noch kurz zu erwähnen ist das Ende der Panikattacken vor drei Tagen. Ob es die Wanderung an der Steilküste, das Tragen des Rucksacks oder das allgemeine Runterkommen war? Wohl die Mischung aus allem, sorgt dafür, dass in der Nacht nach der Wanderung ein Knacken durch meinen Rücken geht, als sich die Blockade löst. An gleicher Stelle hatte ich schon mal eine, mit gleichen Auswirkungen, sprich Panikattacken und Herz-Rythmus-Störungen.
Länge Rede, kurzer Sinn. Pumpe gesund, Blockade gelöst und Attacken Geschichte.
Die Rückenschmerzen ebenso.
Herzlichen Glückwunsch!

Nervenbündel

Manch einer sagte, ich solle mir sehr viel Ruhe gönnen im Urlaub. Recht hamse. Die nächste Panikattacke lässt nicht lange auf sich warten und sie ist so heftig, dass ich mit dem Gedanken spiele, in eine Klinik zu fahren. Von wegen Herz untersuchen.
Auch bin ich übermäßig schreckhaft. Das Geräusch einer fallenden Stecknadel vermag mich zu aufzuschrecken. Der Herr Gemahl sorgt sich rührend. Und doch behält wenigstens er die Nerven, erinnert daran, dass auch die letzten umfangreichen Untersuchungen ergaben, dass mein Herz kerngesund ist, dass es jedesmal zu großer nervlicher Druck war, der mir diesen Druck in der Herzgegend bescherte.
Und, dass es immer dann passiert, wenn die Belastung nachlässt.
Er hat recht. Was für mich bedeutet, eine noch ruhigere Kugel schieben.
Und wieder einmal erheblich weniger Kaffee trinken.
Gut, dass ich den Freeze Kurs nicht bekommen hab. Der wäre derzeit glatt zu viel.

Flug

Der Flug gestaltet sich angenehm. Nicht ausgebucht, deshalb auch die eigenen Sitzreihen.
Allerdings spüre ich die Höhe noch heftiger als sonst. In mir blubbert es. Als hätte ich Blasen im Körper. Das habe ich auf längeren Flügen schon häufiger festgestellt. Auch, der Druck in der Herzgegend, beim Sinkflug ist mir nicht neu. Aber heute – es stolpert, eine Panikattacke stellt sich ein. Schweißnasse Hände. Ich setze mich gerade hin und atme ruhig vor mich hin, merke es beruhigt sich.
Wenn ich zurück bin, werde ich das endlich mal dem Doc erzählen. Ganz normal ist das nicht, schätze ich.
Schon kurios. Scheint, ich tauge eher zum Perlentauchen. Als ich ungefähr zehn war, konnte ich mich auf fünf Meter absinken lassen und mich auf den Beckenboden setzen. Da hatte ich keine Probleme. Das ist aber auch zweiunddreißig Jahre her 😉