Ode an das Leben

Ob es sich gelohnt hat, alles her zu geben, für dieses „Abenteuer“ fragt P. am Samstag.
Mmhh, lass mal sehen.
Ich hab mich eingelassen. Habe Liebe, Bestätigung, höchste Ekstase, tiefe Gespräche, wunderbare Musik erlebt. St. Patricks durfte ich eine besondere Pub Session genießen. Ich durfte ganz viel Liebe geben. Bin Stunden durch irische Berge und Hochmoore gewandert, habe beeindruckende Landschaften gesehen,wundervolle Menschen kennen gelernt. Habe gelernt, dass ich durchaus mit der Bahn Reisen kann (sogar in Irland), ohne verloren zu gehen. Wurde von Spiegelfechtern überrascht. Weiß, man braucht nicht zwingend ein Rückflug Ticket. Bin achthundert Kilometer über die irische See gefahren (zwei Mal). In der Normandie wurde ich bestens versorgt, als wir die Autopanne hatten. Ich durfte geheime Pfade am Belchen wandern, ohne Wege den Schwarzwald erfahren. Bin durch das wilde Albtal und das Hirschtal gelaufen. Ich weiß, wie es ist, barfuß durch ein Moor zu laufen. Ich habe in einem Bergbach gebadet, auch wenn ich die Waldfeen Prüfung nicht bestanden habe. Und ich durfte lernen los zu lassen (auch, wenn das immer noch schwer fällt). Ich bin mutiger geworden und kann wieder zu mir stehen. Ich kann meine Gefühle erfassen und sie benennen. Ich weiß jetzt, dass ich jemanden verlassen kann und trotzdem weiter lieb haben darf. Ich habe Schwächen erkannt, die ich in Stärken verwandeln kann. Mein Selbstvertrauen kehrt zurück.
Und das alles, weil ich gewagt habe, mich auf eine Reise einzulassen. Mit einem Faun. Mit mir. Und all das wirkt nachhaltig in mir.
Ja verdammt, es hat sich gelohnt. Jede einzelne Sekunde. Und ich sage „Danke!“

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