Mangroven

Der Wald ist leer. So richtig leer. Will meinen ich bin alleine hier. Das gefällt. Es regnet (noch) nicht. Ich laufe los. Richtig gemütlich, hab’s nicht eilig. Nach 10 Minuten höre ich, wie es beginnt zu rauschen. Über dem Blätterdach beginnt es zu regnen, doch muss sich das Wasser erst seinen Weg bahnen.
Erst fühlt es sich an wie feiner Nebel. Das Rauschen wird lauter und jetzt hat das Wasser gewonnen.
In Strömen fließt es die mächtigen Buchenstämme hinab, wobei sich in den Gabelungen kleine Kaskaden bilden.
Innerhalb von 5 Minuten bin ich nass bis auf die Haut. Und glücklich. Dieser Wald ist so schön.
An manchen Stellen steht so viel Wasser, dass man denken könnte, man befindet sich in den Mangroven.
Nach 40 Minuten bin ich zurück am Parkplatz. Körper und Geist geflutet, mit Sauerstoff, Wasser und Endorphinen.
Jetzt ein heißes Bad und heute Abend ins Kino, mit dem Herrn Gemahl.
So geht Entspannung.

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