Der kleine Unterschied

Männer, was ist bloß los mit euch?
Man flaxt mit Euch, man flirtet mit Euch, ihr lasst Euch hinreißen, kleine Geschenke zu machen. Das scheint alles in die Kategorie „gefahrlos“ zu fallen.
Speziell in meinem Fall, ist es im letzten Jahr bestimmt drei mal so gelaufen.
Ich beklage mich nicht. Für mich ist es normal, flirtend und flaxend durch’s Leben zu gehen.
Ich habe Spaß daran. Es kribbelt ein wenig, ich habe oft was zu lachen (nicht zum auslachen), alles super.

Aber wehe, ich gebe offen kund, dass ich etwas, das ihr macht gut finde. Und wehe, ich wage es, auch etwas zu schenken;
es scheint, als käme das einem Heiratsantrag gleich. Fast immer verhaltet ihr euch dann so;
als hättet ihr euch die Finger verbrannt. Jedenfalls wirkt es so.
Was ist das für ein seltsamer Mechanismus, der da in Euch überschnappt?
Auf einmal ergreift ihr in irgendeiner Form die Flucht.

Da lobe ich mir Freund Arne. Inzwischen Vater geworden, hat er den Durchblick behalten und macht immer noch fleißig mit. Wir haben uns deswegen weder von unseren Partnern getrennt, noch sind wir zusammen im Bett gelandet.
Für meine Kollegen gilt das gleiche. Sind die einfach realistischer?

Ich würde das wirklich gerne verstehen. Was denkt ihr Euch?

Oder habt ihr Angst schwach zu werden? Dann habe ich aber auch noch mitzureden. Klar, soweit?

Therapie Gruppe

Alex und Kenan (Kollegen und Freunde) steigen in mein Taxi; beide sitzen hinten, fangen an zu quatschen und ihre Späße zu machen. Dann merken sie: „Silvia geht’s nicht gut. Hey Silvia! Was ist los? Nicht weinen. Komm, los erzähl.“ Und ich erzähle. Das alte Leid. Die zwei verstehen mich. Als ich mich ausgekotzt habe, geht es wesentlich besser. Ich lache wieder. Und denke, dass ich mich benehme, wie ein Backfisch. Und auch darüber muss ich lachen; weil die beiden mich damit schön durch den Kakao ziehen.
Eine bessere Therapie gibt’s fast nicht. Wenigstens in dem Fall.
Ach Jungs, ich hab Euch lieb. Schön, dass es Euch gibt. 🙂