Macht Hass dumm?

Das hat mal ein Autor gefragt, dessen Bücher ich sehr schätze.
Dumm vielleicht nicht.
Jedoch bestimmt blind. Meiner Meinung nach behindert er die Sicht auf sich selbst und darauf was man sich selbst antut, lässt man den Hass gewähren.
Ich habe einige Male gehasst im Leben.
Menschen, die mir schlimmes angetan und mich mies behandelt haben.
Ich entsinne mich nur eines  Falls, in dem mein Hass mir aus einer Situation heraus geholfen hat. Sonst habe ich mir, wenn ich Strafen und mich revanchieren wollte, damit selbst mehr geschadet, als genützt.
Sicher, Hass ist eine starke Energie. Nicht umsonst sagt man, dass Hass und Liebe zwei Seiten der gleichen Medaille sind. Beide können ein starker Antrieb sein.
Doch wohnen dem  Hass unglaubliche Selbstzerstörungskräfte inne. Hass verletzt den der hasst auch immer ein Stück weit selbst.
Wohl weil man, hasst man jemand anderen, auch sich selbst ein Stück weit hasst.
Oder hasst man, weil man Aspekte von sich selber hasst?
An mir merke ich, dass mir die Fähigkeit zu hassen, abhanden gekommen zu sein scheint.
Gar ist es so, dass ich, seit ich gelernt habe mich selbst ganz anzunehmen und zu lieben, so etwas wie Hass gar nicht mehr brauche.
Ich sitze hier, ruhe in mir, lasse Vergangenes vorbei ziehen, sehe, wo ich wann wen gehasst habe und sehe, es hat mir, bis auf dieses meine Mal wirklich nur geschadet.
Weil ich im Hass immer meinen Weg und mich selbst verloren habe.
Ich vergebe mir das alles. Oft wurde er aus Angst geboren. Die galt es zu besiegen. Hass ist das Mittel der innerlich Schwachen. 
Wieviel mehr schafft man durch Liebe…
Schön, das ich das heute weiß.