Loslassen

Lange habe ich nach Verbundenheit gesucht. Nach der Verbundenheit mit der Welt, die mich umgibt. Habe mich fest gekrallt, an Menschen, Emotionen, Erinnerungen. Um endlich zu erfahren, dass Verbundenheit erst durch Loslassen entsteht.
Ich lächle in die Sonne und bin voller Dankbarkeit. Das ist einfach schön.

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Wellenbewegung – Vom Kümmern, Annehmen und loslassen

Annehmen und wieder los lassen.
Wenn ich mich im Atlantik von den Wellen umspülen lasse, halte ich die Wellen, die mir Genuss bescheren, doch auch nicht fest.
Annehmen und dankbar sein. Dann muss man auch nicht daran festhalten, wie eine Ertrinkende. Dann genügt das, was man bekommen hat.

Davon abgesehen werde ich heute gut zu mir selbst sein. Ich fühle mich schlapp. Nein, ich gehe nicht in die Sauna und auch nicht zum Training, um dagegen anzustinken. Ich werde mich jetzt mit meinem Buch über Zen Buddhismus ins Bett legen, lesen und dann schlafen. Die Vorbestellungen heute Mittag hat Kollege Harry übernommen.
Das ist nämlich auch so eine Sache. Sich selbst Zuwendung angedeihen lassen. Sich nicht nur an andere verschenken, sondern auch an sich selbst. Sonst ist man irgendwann leer.

Wie es geht

Da leide ich; Tage, Wochen, Monate lang. Weil ich nicht loslassen kann.
Es sei dazu gesagt, mir ist die ganze Zeit  bewusst, dass loslassen die
Lösung ist.
Trotzdem funktioniert es nicht. Loslassen.
Dann, der Tag an dem es einfach von mir abfällt.
Woher ich weiß, dass es diesmal wirklich so ist.
Da, wo am Tag des Loslassens Schmerz war, ist nun Stille.
Und ich bewege mich wieder. Die geistige Lähmung ist fort.
Ich bestimme wieder, welchen Weg ich nehme.
Oh, ich wünschte, ich könnte beschreiben, wie sich das anfühlt.
Doch fehlen noch die Worte.
Wohl, weil ich noch so sehr mit genießen beschäftigt bin.
Ich wünsche einen erfüllten Abend.

Abschied

„Triffst Du Buddha, töte ihn“ ; so heißt ein Buchtitel von Andreas Altmann.
Am Ende heißt es, dass man sich, hat er einem geholfen seinen Weg zu finden, symbolisch, von seinem mentalen Lehrer (Buddha) trennen soll (ihn töten); weil man, hat man seinen Weg erreicht, diesen alleine gehen muss.
Heute, vor zwei Wochen, ist mir das, Dich betreffend klar geworden. Tagsüber kam mir der Gedanke, dass es nun endlich an der Zeit sei, loszulassen.
Und nachts träumte ich dann von Deiner Mutter, die mir sagte, ich solle Dich „in Ruhe lassen“. Was für mich, übersetzt, das Gleiche heißt.
Dir habe ich erzählt, ich hätte ihre Worte vergessen. Das war, glaub ich, das erste Mal, dass ich Dir gegenüber unehrlich war.
Wir wissen natürlich beide, es war nicht wirklich Deine Mutter, sondern meine 98% Unterbewusstsein, die da zu mir gesprochen haben. Das mit dem Loslassen ist ein wenig schwer für mich; warst Du doch über ein Jahr lang so eine Art Leuchtfeuer. Es schmerzt ein wenig. Deshalb geht es etwas langsam voran.
Aber, es wird. Pass auf Dich auf!