Resonanz frei

Meine letzten Mails bleiben unbeantwortet. Ein klares Zeichen. Irgendwie gut. Einfach vorbei. Und jetzt ist es auch nicht mehr wichtig, was ich gerne noch los geworden wäre. Wichtig ist, was ich daraus lerne.
Dafür habe ich ein gutes Telefonat mit meinem Coach. Ganz plötzlich bin ich nun Mitarbeiterin auf einem Ayurveda Symposium. Ich soll an einem Stand stehen und Informationen geben, wenn Leute etwas wissen wollen. Auf Englisch! Das wird spannend. Just School English. Und das, was im Laufe des restlichen Silvialebens so dazu kam. Hey! Ich kann nur besser werden 🙂

Rauchzeichen – Es raucht das Hirn

Zwei Tage lernen, die keine zwei ganze Tage sind, knackig. Doch wenigstens habe ich so den Eindruck weiter zu kommen.
Interessant zu lesen, was der KUrsleiter alles zu beachten hat und wie er sich zu verhalten hat. Plötzlich versteht man, was die künftigen Kollegen während des Trainings so machen. Ich weiß sogar, wann Moritz aus Rücksicht auf „Schwächere“ die Übungen beendet. Hat er auch wegen mir schon gemacht. Das zeigt mir, er hat uns im Blick und man hat trotzdem nicht das Gefühl, ein Schluffi zu sein.
Ich erkenne, dass ich vieles weiß. Nervös bin ich wegen des Stundenaufbaus, in Diagrammen und Tabellen sieht das furchtbar kompliziert aus, was es mit großer Wahrscheinlichkeit aber nicht ist. Dafür fahre ich ja da hin. Um genau das zu lernen.
Auf das Cueing, das Auszählen der Musikstücke, Beat und Off Beat bin ich auch sehr gespannt. Ansonsten heißt es, laut Trainerin Swe(a)tlana, zwei Tage lang auf dem Bike sitzen und fahren. Zwei Tage a acht Stunden. Das sind vier Indoor Cycling Marathons an zwei Tagen.
Da kann Frau Zerberus mal zeigen, was in ihr steckt 😉

Korrektur

Es fällt mir schwer, mich zum Lernen zu motivieren, wenn keine Etappenziele vorhanden sind. Gäbe es Hausaufgaben zu erledigen, um den Kenntnisstand zu überprüfen oder Zwischenprüfungen wäre die Motivation kein Problem. Ebenso knicke ich beim Sprachen lernen ein. Das geht zwei Monate gut (bei Spanisch war es so), dann fährt der Sprachkurs ein Jahr in meiner Tasche mit spazieren und wartet darauf im Regal zu landen.
Hat jemand einen Tipp für mich, wie ich das verbessern kann? Dann, her damit!
Oder es gibt die andere Variante, wie jetzt am Wochenende, Wissen als Druckbetankung. Sofort für die Prüfung abrufen und danach (im Idealfall als Kursleiterin) praktisch umsetzen (und somit verankern).
Ich habe den Eindruck, es liegt an dem Gefühl, dass es nicht weitergeht, was am fehlenden Etappenziel liegt.
Es scheint mir ähnlich, wie ein Lauf am dunklen Rheinufer von der Kennedybrücke zum Langen Eugen. In der Dunkelheit sieht man nicht viel von der Bebauung, woran man sehen könnte, dass man wirklich voran kommt. Und das verdammte ehemalige Abgeordneten Hochhaus, mit dem lustigen Namen kommt einfach nicht näher, bis man fast davor steht.
Der Lauf (nur vier Kilometer) erscheint einem dadurch endlos und man ermüdet.
So ähnlich ist das Lernen ohne Etappenziel.

Mittendrin im Leben

Ich sitze hier, an meinem Küchentisch, neben mir der Ordner, mit einem Teil meines neuen Lebens, dass ich gerade beginne zu kreieren. Ich fühle mich so voll Energie!
Natürlich möchte ich, dass alles schon erledigt wäre. Das lernen, dass schuften, das vor mir liegt, weil ich sofort alles umsetzen will, das in meinem Kopf ist.
Schuften mag für manche eine negative Belegung haben. Ich finde es positiv. Es klingt nach etwas schaffen.

Gestern war das erste Modul für den Trainerschein dran. Physiologie. Es war wahnsinnig interessant. Manches wusste ich, über manches habe ich gestaunt. Und ich habe einen Riesen Spaß am Lernen. Muskelzellen, Nervenzellen, Wie sie funktionieren, Fettverbrennung… Und so weiter, und so fort.
Dabei ging mir auf, dass all das mich schon im Biologieunterricht in seinen Bann gezogen hatte. Zwischendurch habe ich ja mal am Unterricht teilgenommen, wenn auch nicht kontinuierlich.

Bei der Taxi Zentrale gibt es keinen Bedarf an Personal. Ich hatte vorgesprochen.
Und wisst Ihr was? Es juckt mich nicht.
Witzig, die Aussage, wenn im Sommer 2015 Bedarf bestünde, wolle man sich melden.
Lieber Exchef. Denkst Du tatsächlich, dann wäre ich noch verfügbar? Bis dahin habe ich mich ja schon um Milchstraßen weiter entwickelt! Wer sagt denn, dass ich dann noch Zeit und LUST habe, mich in die Dienste der Taxi Zentrale zu begeben, hä?

Sei’s drum. Ich habe eine Idee. Seit gestern nimmt sie Formen an. Noch etwas unscharf. Doch sie ist da. Und sie geht nicht mehr weg.
Der Same ist gepflanzt. Ich werde ihn hegen und pflegen, bis er mein persönlicher, gigantischer Lebensbaum ist.

So. Ich geh jetzt zum Sport. Bis später!

Indoor Cycling Training – Trainerschein

So gut wie heute lief es lange nicht.
Mag daran liegen, dass ich vorher beim Krafttraining ein Mantra gesprochen habe. Ja, ich lerne schnell. Und ich lerne gern.
Nein, das ist nicht das Mantra gewesen, aber das fällt mir gerade auf.
Da frage ich mich, wieso ich es mir in der Schule so schwer gemacht habe.
Ich, die Revolutzerbraut. Na gut, auf dem Weg habe ich ja auch viel gelernt. Über Menschen, über die Wirkung von Betäubungsmitteln… Was mir nicht gut tut.
Und ich bin immer ein bisschen dagegen gewesen. Das hat mich auch irgendwie stark gemacht.
Zurück zum Cyceln. Auf 106% habe ich mich gepusht. Nur einmal! Das Stück Musik war schnell, es war gut und ich wollte es so. Außerdem soll man sich Puls mäßig ruhig zwei Mal die Woche deutlich aus seiner Komfortzone bewegen.
Abgehakt.
Um noch mal auf’s Lernen zu kommen:
Ich lerne schnell, ich lerne gern. Und ich habe die wunderbare Gabe,  was man mir erzählt auch wirklich zu behalten.
Den Trainerschein bestehe ich mit einem Toppergebnis.
Alles stimmt:
Gute Referenten, die ich zudem auch noch mag.
Ich bin willig und ich liebe das was ich lerne.
Gibt es bessere Voraussetzungen?
Bestimmt nicht.
Ich freue mich, wenn es Samstag los geht, mit Physiologie.
Es bewegt sich was. Wie wundervoll!

London Taxi Driver

Gestern, auf der Rundfahrt, erfahren:
Um hier die Zulassung zum Fahrer zu bekommen, muss mann 45 000 Straßen auswendig können. Und natürlich wissen, wo sie sind. Ich sehe hier oft Scooterfahrer, die vorne am Lenker ein Klemmbrett montiert haben, mit einem Stadtplan darauf und daneben Einen Zettel mit Staßennamen. Vorne und hinten prangt ein großes „L“ am Roller, für Lerner. Ich kann nur vermuten, dass das angehende Cabdriver sind.
Bei Gelegenheit werde ich einen fragen.

Französisch

Nachdem ich in meiner Taxi Tasche ein Jahr lang meinen Französisch Kurs durch die Gegend gekarrt habe, denke ich, kann ich ja mal wieder anfangen zu lernen. Die Dame hat mir gleich mal ein paar Vokabeln mit auf den Weg gegeben.
ruminer = grübeln
la therapie comportementale = Verhaltenstherapie
Super! So kann ich zwar immer noch nicht nach dem Weg, wohl aber nach einem Therapeuten fragen. 😀