Unruhe

Unruhe, die lähmt.
Ist es die Steuerprüfung, die morgen in einer Woche ansteht?
Könnte sein. Ich habe diese seltsame Stimmung schon letzte Woche an mir bemerkt und habe auch versucht sie zu ergründen. Das ist aber nur mäßig gelungen.
Es äußert sich durch dieses Angstgefühl, dass ich auch kenne, wenn meine Werte nicht stimmen und stetige Müdigkeit.
Schon doof, wenn man weiß, es gibt drei Anlässe, die verantwortlich sein können.
Entweder, ich bin tatsächlich nervös, wegen der Prüfung,
die Werte Stimmen wieder nicht (ich will aber nach nur drei Wochen nicht schon wieder testen lassen, das ist ja dann auch irgendwie krank),
oder ich steuere wieder auf eine Depression zu.

Nur kann ich jetzt nicht wirklich viel machen.
Natürlich werde ich mit der kognitiven Verhaltenstherapie fortfahren, sprich meine Gedanken überprüfen, mich weiter sportlich betätigen (das kam auch 5 Tage zu kurz und kann mit einfließen), unter Menschen gehen.
Ansonsten, bleibt nur abwarten, wie es mir nach der Prüfung geht. Ich kann mir schon vorstellen, dass es mich sehr entlasten wird, wenn ich das aus meinem Hinterkopf löschen kann.
Ich bin mir nicht mal sicher, ob die Gedanken, über einen Verkauf der Firma nicht aus einem Fluchtreflex heraus entstehen.

Es fühlt sich einfach seltsam an. Als würde ich auf einen Aufprall warten, von dem ich nicht weiß, wie heftig er wird.

Mein Dämon

Seit zehn Jahren höre ich mir Horrorgeschichten über Steuerprüfungen von meinen Kollegen an. Ungefähr genauso lange habe ich, obwohl ich mir nichts habe zu Schulden kommen lassen, Schiss, dass mich dieser Dämon ereilt. Das ist schon ziemlich bescheuert.
Vorgestern war der große Tag. Abends lag der Brief auf dem Tisch, dass es demnächst so weit sein soll.
Und ich? Wie das Häschen vor der Schlange. Völlige Lähmung.
Das ist etwas, das ich nicht verstehe. Unschuldig schuldig fühlen. Das will mir nicht ins Hirn.
Ich dachte vor allem, das sei weg. Denn früher hatte ich das auch, wenn die Polizei hinter mir her fuhr. Heute ist mir das egal. Ich denke nicht mehr gleich, dass ich verhaftet werde (wegen Anwesenheit auf der Straße).
Vielleicht lässt das ja in dieser speziellen Sache auch noch nach. Oder geht weg. Vielleicht finde ich ja raus, was der Grund für dieses Gefühl ist.