Das Gute vom Tag

Das Bewusstsein, alle Tagesziele erreicht zu haben.

Der Frisör Besuch. Immer wieder erfrischend. Und das nicht nur für die Haare.

Der Abend mit Grillhähnchen bei Rigatoni, der eigentlich ein Chili Abend bei
mir sein sollte. (Beide haben gekocht und auf den Besuch der anderen gewartet.
Das muss man uns erst mal nachmachen 😀 )

Das gemeinsame Meditieren mit Hilfe von Weingläsern, statt Klangschale.
Das gemeinsame Singen.
Das gemeinsame Trommeln zu irischer Musik.
Das gemeinsame Tanzen.
Das Lachen.

Wieder mal feststellen, dass wir Ying und Yang sind. Und es gut finden.

Das Glück, dieses Leben leben zu dürfen.

Danke!

Schreibwerkstatt Andreas Altmann – Lachen und Schreiben

Erst mal gleich zu Anfang: Es wurde niemand vorgeführt, es wurde kein Text verrissen, gescheiterte Existenzen waren auch keine da, und der Autor ist erst recht nicht gescheitert. Das Gegenteil ist der Fall.So.
Es war erhellend und witzig. Ich bin ein nun aufmerksamer beim Schreiben. Ich wage gar zu behaupten, auch beim Zuhören. Das war das Ziel, das habe ich erreicht.
Ich wurde herrlich(!)unterhalten (Altmann, Du hast echte Entertainerqualitäten), habe gute Leute kennengelernt, interessante Geschichten gehört und gute Texte gelesen. Als Sahnehäubchen einen Lachmuskelkater. Was will ich mehr? Gleich den Nobelpreis? Gute Idee. Den nehm ich.

Harmonie

Da verschlägt es uns hin, den Herrn Gemahl und mich.
Dort treffen wir O.
Seit wir ihn kennen, reden O. und ich totalen Blödsinn miteinander.
Begonnen hat das seinerzeit im inzwischen leider geschlossenen Kleistreich, einer winzigen Kneipe, hier in Endenich.
Irgendwie wurden damals aus Storck Riesen, Stock Friesen.
Um diese haben wir dann eine Geschichte gewebt, die völlig abstrus war.

Diesmal ist W-Tag. Es geht einfach so los. Harmonie betreten, zwei Sätze später erzählen wir nur noch albernen Kram, der aber ganz tief drinnen noch einen Funken Sinn ergibt. Herrlich! Alle Worte beginnen mit W.
Mir schmerzt der Bauch vom Lachen.
Auch der Herr Gemahl und der Wirt können sich nicht entziehen.
So viel Albernheit steckt an.

Auf dem Heimweg, O. begleitet uns (der Herr Gemahl und er wollen in unserem Garten noch weiter dem Bier und dem Gott des Feuers huldigen), höre ich die Dame hinter mir. Welch Freude!

Ich trenne mich kurz von den Männern, begleite sie nach Hause (sie will dort nur etwas abholen); und wir reden. Das tut genauso gut, wie das Lachen zuvor.
Sie begleitet mich anschließend durch den Park Richtung Heimat und verabschiedet sich dann in Richtung ihres Liebsten.

Zu Hause falle ich ins Bett, mag nicht im nassen Garten sitzen. Der Gemahl wird’s verstehen.

Im Einschlafen geht mir durch den Kopf:

All you need is love…. (and friends, and laugh, laugh,)

Darf ich fröhlich sein?

Habt Ihr manchmal das Gefühl, nicht glücklich sein zu dürfen, oder keinen Spaß haben zu dürfen, weil ein Euch nahestehender Mensch gerade leidet?
Also, mir ging das lange Zeit so.
Ich habe mir versagt glücklich und fröhlich zu sein, wenn es mir wichtigen Menschen schlecht ging, oder sie traurig und niedergeschlagen waren. Ich hielt es für unangemessen, pietätlos.
Das ist zum Glück vorbei.
Denn, es bringt überhaupt nichts. Was bitte hat der Andere davon, wenn ich auch noch Trübsal blase? Nichts. Überhaupt nichts.
Im Gegenteil.

Ich spreche jetzt mal aus meiner Erfahrung:
Als ich so tief in meiner Depression steckte, war ich für jeden fröhlichen Menschen dankbar. Oft wurde ich davon angesteckt.
Selbstverständlich war ich froh, wenn ich mit jemandem darüber sprechen konnte, wie es mir geht. Doch hat es immer wahnsinnig gut getan, wenn mich andere aus meiner Lethargie und Melancholie gerissen haben.
Sogar, wenn das durch blöde Scherze über mich selbst passierte.
Denn: In dem Moment, in dem man lacht, kann man nicht traurig sein.
Genauso, wie man nicht wütend auf jemanden sein kann, wenn man ihm gerade etwas Gutes wünscht, vorausgesetzt man meint die Wünsche ernst.

Mitgefühl, nicht Mitleid, hilft.
Also, bleibt fröhlich und lebensbejahend, das hilft dem Anderen wahrscheinlich am meisten.

Traurig ist er schon selber genug. 😉

Therapie Gruppe

Alex und Kenan (Kollegen und Freunde) steigen in mein Taxi; beide sitzen hinten, fangen an zu quatschen und ihre Späße zu machen. Dann merken sie: „Silvia geht’s nicht gut. Hey Silvia! Was ist los? Nicht weinen. Komm, los erzähl.“ Und ich erzähle. Das alte Leid. Die zwei verstehen mich. Als ich mich ausgekotzt habe, geht es wesentlich besser. Ich lache wieder. Und denke, dass ich mich benehme, wie ein Backfisch. Und auch darüber muss ich lachen; weil die beiden mich damit schön durch den Kakao ziehen.
Eine bessere Therapie gibt’s fast nicht. Wenigstens in dem Fall.
Ach Jungs, ich hab Euch lieb. Schön, dass es Euch gibt. 🙂

Gereift against Erwachsen

Mir fällt auf, das immer häufiger, jüngere Leute fragen, ob sie mich duzen dürfen. Das war vor einem Jahr noch nicht so. Ich gehe also mal davon aus, dass dieses „schwarze Jahr“ 2013 in irgendeiner Form Spuren hinterlassen hat.
Natürlich sind mir auch die paar Falten mehr, die sich um meine Augen gebildet haben, nicht entgangen. Zum einen sind das Lachfalten (beneidenswert, denn selbst mit Depressionen konnte ich noch lachen) und ein paar dürften daher rühren, dass ich fast nie eine Sonnenbrille trage und reichlich oft der Sonne entgegen fahre (auch beneidenswert, denn ich muss nicht im Büro sitzen).
Bitte denkt jetzt nicht, ich hätte Sorge älter zu werden. Mir fällt nur auf, dass ich scheinbar gereift bin. Was aber nicht „erwachsen“ bedeutet. Das werde ich, wenn ich „vernünftig“ geworden bin; und das wiederum kann noch sehr lange dauern. Das könnt Ihr mir glauben.