Achtundachtzig

Egal ist achtundachtzig, sagt man. Weil man es drehen kann, wie man will und es doch achtundachtzig bleibt. Ja, mit egal hatte es auch zu tun. Oder, weniger wichtig. Nun rückt es wieder in den Vordergrund. Das Gewicht. Mein Körpergefühl sagt es mir, meine Fitness  ebenso. Ich habe mich gehen lassen. Und egal, was irgendwer sagt oder schreibt, hier ist Schluss. 88 Kilo stehen auf der Waage. Gestern war nach 4 Wochen das erste Cycling Training bei Mr. Freeze und es war unbefriedigend.
In den letzten Wochen habe ich dem Lotterleben den Vorzug gegeben. Süßwaren in Massen, statt in Maßen. Dazu nur einmal die Woche Sport. Es beginnt sich unschön auszuwirken. Nicht Ästhetik ist das Problem. Ich fühle mich unfit und dazu oder deswegen unwohl.
Es gilt einzugreifen. Also liegt die Sporttasche im Kofferraum. In der Mittagszeit wird der Kraftraum aufgesucht und danach eine halbe Stunde gelaufen. Laufband.
Ich hole mir meine Form zurück. Sowohl die Fitness, als auch die Silhouette betreffend.
Bei mir ist achtundachtzig nicht egal.

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Körpergefühl

Mein Arzt ist beeindruckt.
Seine letzte Empfehlung war 150/125 Mykrogramm L-Thyroxin im Wechsel zu nehmen, da es von meinem Hersteller 135 Mykrogramm nicht gibt. Diese wechselnde Einnahme bewirkte aber, dass ich mich an den Tagen mit 125 Mykrogramm unwohl fühlte.
Also habe ich in Eigenverantwortung begonnen die 150er Dosis durch zu nehmen. Das ging auch ganz gut.
Im Urlaub merkte ich dann, dass wieder etwas aus dem Lot ist. Also bin ich letzte Woche zum Aderlass gepilgert.
Und ich sollte Recht behalten.
Nun bin ich ein wenig zu stramm eingestellt.
Der Arzt meint, es wäre erstaunlich, dass ich so schnell reagiere und solch minimale Veränderungen gleich bemerken würde. Das könnte uns in Zukunft bestimmt noch nützlich sein.
Ich finde, das ist es jetzt schon.
Außerdem habe ich mich damit abgefunden, dass die Einstellung evtl. Jahre dauern kann.
Nachdem ich die emotionalen Störungen weitestgehend behoben habe, sehe ich die Geschichte mit der Schilddrüse als Herausforderung.
Über mein „seismographisches“ Körpergefühl bin ich sehr erfreut.

Jetzt bekomme ich ein Rezept 112 und 25 Mykrogramm. Die nehme ich dann zusammen. Das kommt dem eigentlich empfohlenen Wert am nächsten.

Es bleibt spannend.

Erste Verbesserungen

… nach den Tempoläufen kristallisieren sich beim Cycling heraus. Mehr Körperspannung, mehr und länger Kraft in den Beinen. Obwohl das Training bei Mr. Freeze, wie immer, schön anspruchsvoll ist, ist es mir noch nie so leicht gefallen, seit ich Indoor Cycling trainiere. Ich hab ein ganz neues Körpergefühl. Die ganze Haltung scheint sich zu verändern.
Gut, dann hat sich der Ganzkörpermuskelkater nach den Tempoeinheiten auf ganzer Linie gelohnt.

Körpergefühl

Das Training heute läuft locker ab.
Ich gebe mir eine halbe Stunde Intervall Training, auf dem Laufband; was, entgegen meiner Befürchtung, richtig Spaß macht. Daran zu merken, dass Die halbe Stunde ruck-zuck vorbei ist.
Dann, zwei Runden Krafttraining, im Milon Zirkel.
Danach gibt’s, zur Belohnung, einen Hammer Aufguss in der finnischen Sauna.
Ich fühle mich richtig gut.
Was mir auffällt: Heute fühle ich, seit zwei Wochen, meinen Körper wieder bewusst.
Die Muskeln, den Schweiß.
Seltsam, dass mir das Abhanden kommen, meines Körpergefühls, nicht aufgefallen war.
So kann es gehen.