Essen im Kloster

Nachdem ich soviel über die persönlichen Züge von Wilfried, dem Koch, geschrieben habe, nun zu dem, was er für uns gekocht hat. Wie in buddhistischen Häusern üblich, ist das Essen vegetarisch. Und so was von lecker! Mit jedem Bissen ist klar: Es wird mit Hingabe und Liebe zubereitet. Der Mann macht das richtig gerne. Es ist so gut; ich wage es nicht, mich vor Donnerstag auf die Waage zu stellen.

In einer Kontemplation vor dem Essen heißt es: Betrachte während des Essens Deine Geisteshaltung. Vor allem Deine Gier. Oder so ähnlich. Was soll ich sagen? Ich stand fast immer zweimal am Buffet. Und, ich bereue nichts.

Danke, Wilfried, dass Du uns mit solcher Hingabe versorgt hast. Gut gemacht!

Helfertag

Heute hab ich im Kloster Helfer Dienst. Geschirrspülmaschine (Großküche) füttern, Tische abwischen, Geschirr abtrocknen und einräumen und natürlich, Töpfe spülen.
Wir sind zu dritt. Mit Helga, aus dem anderen Kurs, singe ich Waschsalon von BAP.
Der Koch, Wilfried, erst noch grummelig, meint, es sei schön, dass wir mit soviel Spaß dabei sind.
Zwei Minuten später hören wir ihn, nebenan am Herd: Er summt.
Schön, wenn sich Freude überträgt. Abends hat sich gar rum gesprochen, wir hätten ihn zum Lachen und Singen gebracht.
Das gelänge auch nicht jedem. Find ich gut.

Einzug

So habe ich es mir vorgestellt. Klein, gemütlich, Bett, Schrank, Waschbecken, ein Stuhl, ein kleiner Tisch. Badezimmer Halbetage. Mehr brauche ich nicht.
Vor meinem Fenster ein knorriger Baum. Fegt der Wind durch seine kahlen Äste, schaben sie an der Hauswand und meinem kleinen Fenster vorbei.
Sonst hört man nichts. Außer, Susi lässt nebenan im Zimmer Wasser laufen. Die Stille klingelt in den Ohren.
Und es stürmt in der Hocheifel. So gefällt es der lieben Silvia.

PS Die Heizung rauscht mit dem Wind um die Wette.

Klosterschülerin

Ich bin neugierig und sehr gespannt:
Das zweite Auszeit Wochenende ist nah. Diesmal endlich im buddhistischen Kloster, in Langenfeld. Anfang November habe ich an diesem Seminar schon einmal teilgenommen, allerdings in einem christlichen Kloster.
Seid unbesorgt. Trotz der vermehrten Aufenthalte in Klöstern, werde ich keine Novizin. Dazu fehlt definitiv die Frömmigkeit.