Entspannung – Tag 2

Ursprünglich hatte ich geplant, endlich mal unsere Behausung auf Vordermann zu bringen. Doch lässt mich die herausblinzelnde Sonne die Pläne für heute ändern.
Mir ist nach Ausflug und ich stifte den Herrn  Gemahl an, mit mir nach Monschau zu fahren, um im Café Hüftgold essen zu gehen. Er lässt sich nicht lange bitten, also fahren wir los.
Es gibt Flammkuchen. Danach gönne ich mir noch eine wirklich leckere Apfelwaffel mit Zimt und Zucker; wegen des Zimtduftes muss ich die aber alleine essen, weil Makrisa solange den Tisch verlässt. Er kann das einfach nicht riechen. Ich dagegen könnte mich hinein knien.
Um das ganze abzurunden, gönne ich mir noch eine Trinkschokolade vom Schokolöffel mit Kardamom.
Nach dem Essen schlendern wir satt und zufrieden durch Monschau, wobei ich mich in der ansässigen Kaffeerösterei beraten lasse.

Ich habe, wie schon erwähnt, kein Mahlwerk für meinen Espresso, will mir auch nicht noch ein Gerät auf die Arbeitsplatte stellen.
Die Dame in dem kleinen Geschäft ist fachlich kompetent und hat Spaß an ihrem Beruf, das merke ich sofort.
Und sie zeigt mir eine Moccamühle, die von der Firma Zassenhaus seit 80 Jahren unverändert verkauft wird und die ich mir zum Geburtstag schenken will.
Sie ist nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch bestechend schön.
Hier bitte🙂

Jetzt sind wir wieder zu Hause und lümmeln mit dem Kater auf dem Sofa.

Eine Kunst für sich

Es ist schon nicht so leicht, mit dem Espresso. Schon gar nicht, wenn man kein eigenes Mahlwerk besitzt.
In London erstehe ich Espresso bei Harrods. Schöne Dose, manch einer findet sie wahrscheinlich unglaublich kitschig, egal.
Der Kaffee ist schon gemahlen, weshalb ich schon ahne, dass ich hier gerade nur eine zu teure Kaffeedose mit zu grobem Pulver kaufe.
Muss ich sagen, dass ich Recht behalte?
Der gute Harrods-Espresso endet als Kühlschrankdeo, aber ich hab eine Kaffeedose für 12 Pfund erstanden. So läuft es manchmal.

Da mein Espresso aber zur Neige geht, brauche ich immer noch neuen.
Auf zur Kaffeerösterei Weidenbrück, in der Bonner Innenstadt.
Die Dame hinter dem Tresen ist echt freundlich und mahlt mir zwei Proben. Mahlgrad 2 und 3.
Ich kaufe die 2.

Eben gebe ich, freudig erregt, das Pulver in meine Siebträger Maschine. Neugierig, auf das neue Geschmackserlebnis (beziehe meinen Schwarzen ja sonst woanders) harre ich der Dinge, die da kommen.
Es kommt leider- nichts.
Ich habe mein Maschinchen überschätzt.
Schnaufend drückt und presst sie, wie bei einer schweren Geburt, doch es kommen nur Tröpfchen. Mist!
Obwohl die Tropfen, die sie produziert schon lecker sind.
Ok. Vielleicht weniger anpressen. Gedacht, versucht. Es kommt ein wenig mehr… So bekommt man sein Tässchen Espresso auch zusammen; noch ein Versuch:
Weniger Pulver, weniger andrücken (oder besser: Den Tamper nur auflegen), drehen, Wasser Marsch!
Ha! Es kommt Espresso raus. Und er schmeckt sogar.

Also, das nächste Mal Mahlgrad 3, oder gleich ein eigenes Mahlwerk kaufen. Man lernt nie aus.