Und sie rollt wieder

Die Rechnung geht auf.
Kater geschnappt, die vorgenommene Stunde Schlaf auf eineinhalb verlängert.
Aufstehen.
Die Zahnbürste bürstet den Schlaf aus der Mundhöhle, ein Kaffee und eine heiße Zitrone (natürlich frisch gepresst) bringen den Kreislauf wieder auf Touren.
Ich starte direkt durch, zum Posttower. Ein Flieger soll es werden.
Spiel, Satz und Sieg. Gleich die erste Fahrt spült mich zum Aeropuerto.
Mal sehen, was sonst noch kommt.
Eine halbe Stunde warte ich noch. Sonst mach ich Schicht und geh zum Sport.
Inklusive Dialyse habe ich mein Soll erreicht. Was will ich mehr?

Von 8 auf 1

3 Espressi morgens, bevor ich das Haus verlasse. Ein Cappuccino von der Tanke, auf dem Weg zur ersten Dialyse Vorbestellung. Der nächste am HBF, bei Sergio. Weiter zur Black Coffee Pharmacy, noch einer. Dann Posttower noch mal 2 Cappuccini bei Massimo. Wenn ich mit denen durch bin, sind es 12 Uhr.
Ist es ein Wunder, dass ich bei erhöhtem Stresspegel Extrasystolen hab?
Ich frage den Herrn Gemahl, der erst mal dicke Augen bekommt, ob der Menge, die ich aufzähle. Auch einige andere berichten, dass sie bei mehr als 4 Kaffee Herzklabastern bekommen.
Seit gestern habe ich stark reduziert. Heißt: Gestern morgen nur 2 Espressi und 3 Cappuccino Sensa (koffeinfrei).
Heute nur EIN Espresso zu Hause.
Jetzt sitze ich matt in meinem Auto und kann nicht definieren: müde, erschöpft oder traurig.
Der Zustand gefällt mir auch nicht. Ein Mittelmaß muss her.