Once upon a time – oder Silvia und Jugend forscht

Ich bin dreizehn, als ich beginne die ersten Drogen zu testen.
In Sachen Beschaffung bin ich also noch nicht erfahren, auch kann ich noch nicht selber Tüten bauen.
Das hat zur Folge, dass ich mir fertig gebaute andrehen lasse und mich wundere, warum der darin enthaltene Tee(!), ich fand es irgendwie heraus, nicht knallt.
Immer mit von der Partie, meine Freundin Jutta.

Als ich bei den Punks aufschlage, lerne ich Auto kennen. Er ist schon 30, für mich also quasi Papa Punk, so wie Schlumpfine ihren Papa Schlumpf hat.
Von da an ruft man mich Hamster, so hat es die Punk Familie entschieden.

Zurück zum Kiffen.
Ich habe noch nie ein Hanfpflanze im Original gesehen, wohl aber Bilder.
Eines schönen Tages, ich bin mit Jutta in der Rheinaue unterwegs, besuchen wir den dort angelegten Japanischen Garten.
Und trauen unseren Augen nicht.
Ein Hanfbusch.
Flux stopfen wir uns Taschen voll. Schluss mit Tee in Tüten!
Wir reisen mit den ÖV zu Jutta, ihre Eltern sind gerade nicht da.
Weil wir nicht warten wollen, trocknen wir die Blätter auf der Herdplatte, was für ordentlich Nebel in der Küche sorgt.

Plötzlich steht die Mutter in der Küche, wir haben sie nicht kommen hören.
Was wir denn da machen würden.
„Na, ein Experiment, für Bio.“
Das glaubt sie uns sogar (ist wohl wieder voll, die Frau).

Ok, runter auf die Wiese. Tüte bauen. Gelehrig wie ich bin, habe ich immer gut zu geschaut in der letzten Zeit. Es wird ein passabeles Gerät.
Anzünden. Bä!!! Scheußlich!!!
Und knallen tut’s auch nicht.

Wir die Plastiktüte mit unserer Ernte gepackt und ab ins Bonner Loch, Auto suchen.

Ich finde ihn und zeige ihm in einer stillen Ecke mein Grünzeug.

„Glückwunsch, meint er. Ist von dem japanischen Ahorn noch was da?“

Oh, Mann!! Grün in der Tüte und hinter den Ohren.

Jugend forscht, Hi hi…

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