Gleichklang

So. Nachdem ich mich gestern mit Win’s Hilfe stabilisiert habe, kann ich die ganze Geschichte etwas nüchterner betrachten. Soll heißen, ohne die Angst, dass jetzt die ganze Freundschaft in die Binsen geht.
Was mich zu Anfang sehr geschockt hat, war der Text, in dem mir mitgeteilt wurde, es (nicht ich) sei zu intensiv. Es, damit ist die Beziehung zueinander gemeint.
Der Text war fast identisch mit einer Mail, die mich vor etwas mehr als einem Jahr erreichte. Und das setzte erst Mal die gleichen Mechanismen in mir in Gang.
Aha! Ich spitzte die Ohre und habe mein Hirn eingeschaltet. Nicht einfach, mit der Verlustangst im Nacken.

Seit dem Coaching gestern bin ich eine Einheit. Ich weiß nun, woher dieses Verlassenheitsgefühl kam, das so tief schmerzt. Aus der gleichen Kammer meines Seins kommt auch das Verbundenheitsgefühl, das ich meinen Freunden gegenüber empfinde. Manchmal auch Menschen gegenüber, mit denen ich vielleicht weniger zu tun habe.
Es ist dieser Wunsch nach Verbundenheit, der mich in meinen Freundschaften so intensiv sein lässt. Ist die Verbundenheit da, lebe ich sie, mit jeder Faser meines Seins. Dann Teile ich alles. Und das ist es, das schwer zu (er)tragen ist.
Das ist es, was in den Menschen, mit denen ich viel zu tun habe, den Drang erzeugt, sich freizustrampeln.
Heute, am Tag nach dem Coaching weiß ich das. Wie oben gesagt, weiß ich auch woher, es kommt. Doch das behalte ich erst einmal für mich. Traurig und faszinierend zugleich ist es.
Und nun werde ich mich zurückhaltend um meine Freundin kümmern. Ohne sie zu erdrücken.
Mit viel mehr Verständnis, als sie vielleicht zu spüren meint 🙂

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