Zu viel los

Es ist so viel los in mir. Da fällt das Schreiben schwer. Egal, ob Buch oder Blog. So viel was angebrochen ist. Wo das Ende auf sich warten lässt. Einer der mir verhasstesten Zustände ist in der Luft hängen. Und genau da hänge ich gerade.
Viel los.

Die Kriegerin fragt, wann ich endlich wieder zum Training komme. Cycling ohne mich sei wie Fisch ohne Butter. Ich freue mich, daß zu hören. Heute gibts ein Wiedersehen.
Training — gestern war ich da. Nach Abzug von drei Tagen Unterbrechung war ich fünf Wochen krank. Ergo fünf Wochen nicht beim Training. Als ich mich gestern aufs Bike schwinge fühle ich mich gut. Und merke nach zehn Minuten den Unterschied: fühlt sich an, als würde ich bei Null beginnen. Ich weiß, so weit sinkt der Trainingsstand nicht in fünf Wochen. Es kommt mir aber so vor. Dementsprechend unbefriedigt bin ich. Außerdem ist der Rotz weiter hartnäckig. Vielleicht liegt es daran. Who knows?

Irgendwie bin ich heute, bääh.

Uncool

So war das Training heute.
Von der Umkleide die Treppe rauf. Oben ankommend merken, dass man irgendwie — unfit ist. Fünfundsiebzig Prozent Puls, von ein paar Stufen? Naja. Am Tisch sitzend den Puls im Hals spüren, wie mit Druckluft betrieben.
Kursraum. Indoor Cycling. Einfahren. Mir ist heiß. Das Gesicht glüht. Puls neunundachtzig Prozent. Viel zu hoch, für das bisschen treten. Runter geht er auch nicht wirklich. Vielleicht sollte ich erwähnen, dass ich bei hundert Prozent hundertachtundsiebzig Herzschläge die Minute habe. Habe ich beim Einfahren schon neunundachtzig Prozent, ist nach oben nicht mehr viel Luft.
Ich lass das Rad auslaufen, steige ab, streiche die Segel.
Schon als ich den Trainerschein gemacht hab, war ich mit Ibuprofen „gedopt“, damit ich nicht absagen musste. Plus Nasenspray. Seitdem cycle ich fröhlich vor mich hin. Immer noch auf Nasenspray (heute tagsüber mal ohne, doch zum Training wieder genommen). Da die Nase noch dicht ist, kann ich davon ausgehen, dass der Infekt noch da ist.
Und mein Körper sagt heute: „Ist gut Muddi. Lass mal Pause machen.“
Also, ab in die Sauna. Vielleicht hilft das ja. Mmhh. Funktioniert fantastisch. Kreislauf. Karussell fahren, auf der Dachterrasse. Sauna Kumpel Helmut ist besorgt. Die Sauna Fee bringt Mandarinen. Alle kümmern sich. Darauf kann ich nicht gut. „Ich bin doch stark, mich kann nichts erschüttern“, äfft Helmut. Er ist um die sechzig, durchtrainiert, drahtig. Lässt auch gerne mehr Lässigkeit sehen, als tatsächlich da ist. „Ich bin genauso, aber um Dich mach ich mir jetzt Sorgen, Mädchen. Tritt mal was kürzer.“
Kümmern. Kann ich nicht gut. Wiederhole ich mich? Ich kann Fürsorge schlecht annehmen.
„Lasst mich zurück, schlägt Euch alleine durch“, so in der Art. Oh Mann! Scheiß Heldengetue. Ich bin keine Heldin. Wenigstens heute nicht.
Geschissen. Den Kurs Morgen sage ich ab. Und sollte ich Mittwoch, zur letzten Stunde von Mr. Freeze noch nicht fit sein, bringe ich das Abschiedsgeschenk der Kriegerin und mir halt in Straßenklamotten hin.
Jetzt geh ich ins Bett. Mich friert.

Sinus Kurve III

Es ist echt eine Achterbahn-Fahrt.
Ich geh in den Cycling Kurs, flaxe rum, fühle mich mental gut. Wir gehen es direkt stramm an. Ich bekomme Kopfschmerzen. Der Puls ist zu hoch. Ich merke, dass ich nicht wirklich motiviert bin.
Und nicht wirklich auf dem Damm. Leichte Übelkeit. Als brüte ich was aus.
Dann merke ich, wie sie sich anschleichen, mir im Hals stecken bleiben. TRÄNEN.
Ich leite das Cool down ein, weil ich merke: Das wird nix, kann selbst kaum glauben, dass ich freiwillig den Kurs bei Mr. Freeze verlasse.
Unten in der Umkleide, nach dem Duschen, verziehe ich mich ins Klo. Und heule- heule als gäbe es kein Morgen.
Als ich wieder raus komme und in den Spiegel blicke, sind meine Augen knallrot.
Die Sauna Frau kommt rein. Karin. Auch eine Frohnatur und auch Hashimoto Patientin. Sie nimmt mich in den Arm (tut das gut!), schleppt mich mit rauf in die Sauna.
Wir stehen auf der Dachterrasse und sie eröffnet mir, ich soll mich damit abfinden, dass die Schwankungen bleiben.
Wir spaßen, dass wir jetzt über die Brüstung auf den Parkplatz springen. Nee, lieber nicht. Dann sehen wir so zermatscht aus, stellen wir fest. In dem Moment kommt Franz dazu, meint, wenn wir springen, sollen wir auf sein neues Rad aufpassen.
Lange Rede, kurzer Sinn:
Ein paar Späße und einen Aufguss später geht’s mir wieder besser.

Die Kopfschmerzen sind immer noch da. Vielleicht wirklich ein Infekt(?)

Auf jeden Fall machen meine Schwankungen dem Namen Sinus Kurve  alle Ehre.
Ist das anstrengend… Aber, ich bin nicht alleine 🙂

Defence

Die Rückkehr des Infekts scheine ich erfolgreich abgewendet zu haben. Jedenfalls sind die Halsschmerzen, sowie die Rötung im Rachen wieder verschwunden.
Cúrcuma Tee, Schüssler Salz Nr3, frischer Ingwer Tee, Ibu 600 und das Rezept der Großmütter – Klosterfrau Melissengeist -, scheinen zu wirken. Den Rest muss der Körper selber schaffen.
Ich gedenke gesund zu bleiben, um den nächsten Wettbewerb selbst zu bestreiten. Und das wird genau so geschehen. Basta.

Der Infekt

… ist jetzt mein Freund. Zwar finde ich es immer noch ein wenig traurig, heute nicht am Cycling teilnehmen zu können, ich sehe die Zwangsregeneration aber inzwischen als Teil des Trainings. Bald darf ich wieder sporteln und bis dahin kann sich mein Organismus einmal komplett regenerieren.
Ich bin gespannt, wie sich das auswirkt.

Zwangspause – Öde

Heute findet Pink Cycling statt. Der Cycling Marathon nur für Sie. Zugunsten des Marathon habe ich dieses Jahr darauf verzichtet; um jetzt hier zu sitzen und mich gesund zu pflegen.
Nein, ich sollte nicht mit mir hadern. Auch nicht mit dem Marathon. Aber diese ständigen Rückschläge sind sehr demotivierend. Ich neige eh zu Düsternis, wenn ich körperlich angeschlagen bin. Das ist mir alles bekannt.
Und eigentlich ist das auch alles gar nicht so schlimm.
Trotzdem; jetzt noch dieses graue Wetter da draußen… War ich letzte Woche noch voller Tatendrang, bin ich jetzt irgendwie antriebslos.
Montag ist wieder mal Blut abzapfen angesagt. Schilddrüsen Werte überprüfen. Ich bin sehr gespannt, wo ich stehe. Laut Muskeltest sind 125 Mykrogramm zu wenig.
Es macht mich schon neugierig, zu sehen, ob meine Muskeln da richtig liegen. Eigentlich sollte ja der eigene Körper am besten wissen, was er braucht.

And the winner is…

… der Infekt.
Die Leukozyten sind zu hoch, ich fühle mich immer noch schwach und schwammig im Kopf. Ob es nun eine Erkältung ist, kann weder ich, noch der Arzt sagen, da ich keinen Husten habe und auch die Nase nicht verstopft ist. Das Niesen ist auch weg.
Bettruhe, meint der Doc.
Von ihm habe ich ein, normalerweise, wahnsinnig teures Immunstärkungsmittel bekommen. Fünf Probe Packungen, mit je einer Tagesdosis. Das find ich ja wirklich zuvorkommend. So muss ich es nicht bezahlen.
Außerdem 600er Ibuprofen. Ein Antibiotikum, einfach ins Blaue, wollte er nicht verschreiben. Da bin ich voll bei ihm. Das kommt bestimmt auch so wieder ins Lot.
Unschön, seine Ansage in Bezug auf’s Training: Kein Leistungssport, kein Cycling, kein Lauftraining.
Ehrlich gesagt, verspüre ich auch gar nicht den Drang zu sporteln. Eher ist mir nach schlafen.
Und doch bin ich murrig; das drei Wochen vor dem großen Tag.
Aber, ich danke dem Huhn, das für mich gestorben ist, dafür, dass es mir in Form einer Suppe, meine Kräfte zurück bringt.
Om mani padme

Auf die Genesung!

Infekt against Übertraining

Ein schwammiges Gefühl im Kopf, Kopfschmerzen, Niesen, brennende Augen; alles wie drauf geschmissen, plötzlich aufgetreten.
Das spricht wohl eher für einen Infekt, der sich Bahn bricht. Also, kein Übertraining.
Ob mich das jetzt freut? Nee, denn auch das bedeutet: Pausieren.
Ich hätte große Lust, mit dem Kater zusammen auf der Couch zu liegen. Das muss aber bis nach Schichtende warten. Außerdem habe ich auch noch den Herrn Gemahl vom Airport abzuholen.
Er darf dann gleich den Krankenpfleger mimen.