Dunkel

…und Grau ist der Tag. Dunkel sind glücklicherweise auch die Lampen im Finanzamt, als ich mit dem Herrn Gemahl dort anreise, um die Steuererklärung einzuwerfen. Sprich, es wird niemand merken, dass wir sie zwei Tage zu spät abliefern (hoffe ich). Danach schnell einkaufen und auf direktem Wege, zurück in die Schnuffelklamotten und auf die Couch. Die Erkältung wütet weiter. Soll sie.
Den Indoor Cycling Marathon morgen habe ich bereits abgesagt, die Tickets an die Kriegerin gemailt. Auch das Modul rechtliche Grundlagen für den Trainerschein, das ich vor dem Marathon besuchen wollte, habe ich abgesagt.
Ich mag mich nicht darüber ärgern. Für beides wird es andere Termine geben. Ich kuriere mich aus und bin zuversichtlich, Montag bei Moritz schon wieder in die Pedalen treten zu können. Die Magen Darm Geschichte hat sich schon beruhigt. Mit Glück waren es Nebenwirkungen vom Wick MediNait.
Der Beipackzettel erzählt davon.
Bei der Wetterlage ist es drinnen sehr gemütlich. Kerzen an, Tee gekocht, Buch geschnappt unter die Decke krabbeln.
Alles hat seine Zeit. Jetzt ist Zeit, die Gesundheit zu pflegen. Brechstange wäre gänzlich fehl am Platz.

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Noch ein letztes für heute

Ode an eine Leidenschaft

Pedale treten,
Stund um Stund,
Herz Blut durch meine Adern Pumt.
Die Haut sie glänzt vom Schweiß,
fühl den Körper glühend heiß.

Musik durch’s Hirn flutet in Wellen.
Rythmus vibriert in jeder Zelle.
Zügel lösen, lass mich geh’n
Will Frau Zerberus frei laufen seh’n

Fühl jeden Muskel, meine Sehnen,
kontraktieren und sich dehnen.
Alle Sorgen sind davon,
beim Indoor Cycling Marathon.

Satt

Zum Cycling Marathon fahre ich, mit nur einem selbstgezauberten Fruchtjoghurt im Bauch. Weshalb ich in der ersten Stunde Hunger leide (ja, ich übertreibe ein wenig).
Inzwischen hat sich das umgekehrt. Während des Marathons verputze ich drei halbe Käse Brötchen, ein Stück Käse Mandarinen Kuchen und Haribo Konfekt. Danach am Nudelbuffet zwei(!) Portionen Spaghetti Bolognese. Auf dem Heimweg kandierten Ingwer, zu Hause ein Stück Knoblauchwurst und als Nachtisch ein Vollkorntoast mit Honig und Ziegencamembert. Beides auf einem Brot versteht sich.
Laut meiner Pulsuhr habe ich 3600 Kalorien verbrannt. Da ist theoretisch Platz für noch mehr Leckerbissen.

Xpect-the-best Indoor Cycling Marathon 2014

Beine müde, Hintern schmerzt, Stimme weg, Nacken weh, ausgepowert, glücklich.
Es war energiegeladen, schweißtreibend, euphorisierend. Sprich, so wie ich es mag.
Ich habe Bilder im Kopf gehabt, von wilden Mustangs, die durch die Prärie galoppieren, manchmal saß ich sogar auf der Leitstute. Ich habe alles losgelassen. Habe mich völlig hingegeben.
Ich kann es nicht in Worte fassen. Die Musik war in meinem Herzen, meinem Kopf, in jeder Zelle.
Wunderbar!

Xpect-The-Best

Von wegen die Erde dreht sich weiter:
Morgen wird es sich auch wieder drehen. Rund ums Kurbellager.
Endlich wieder ein Indoor Cycling Marathon.
Sechs Stunden Vollgas. Eine aus der Gruppe ist leider erkrankt, so sind wir nur acht.
Das wird endorphineschürfend wirken in meinen Energieminen. Voll bis zum Rand werden die Loren an die Oberfläche rollen und eine Ladung Endorphine nach der anderen ausschütten.
Es wird wieder ganz groß. Ich freue mich sehr.

Alltag

Er hat mich wieder. Der Alltag.
Schon kommt die erste Anfrage, wie am Samstag der Transfer zum Indoor Cycling Marathon laufen soll.
Ehrlich? Den hatte ich fast vergessen.
Als Vorbereitung ist heute Training geplant, das ich aber absage. Diarrhö. Wohl durch die Speisen mit Weizenmehl (Brötchen, Nudeln etc) am Wochenende. Doofe Unverträglichkeit. Als Gegenmaßnahme gibt’s meinen obligatorischen Ingwertee mit Honig und Zimt. Außerdem viel Eiweiß (Eier, Schafsjoghurt, Steak). Für die Vitamine, Obst. Ich merke, es wird besser.
Bis Samstag bin ich den Mist wieder los. Muss ihn los sein. Ich ab acht Leute angespitzt mit mir diese sechs Stunden zu fahren. Die lynchen mich, wenn ich absage.

My own hero

Was für ein Ereignis!
Die Schwungscheibe glüht, der Tower bebt.
Steelhammer und Zerberus are in the house.
Ich gebe vier Stunden alles. Die Presenter sind Topp und heizen uns richtig ein.
Joe Kelly ist als special Guest da und hat auch gleich ein Team von Stern TV im Schlepp.
Also, wenn er richtig gesprochen hat, dann kommt der Bericht am 12.November auf RTL.
Ob ich zu sehen bin, weiß ich allerdings nicht und es ist mir auch einerlei.
I am my own hero 🙂
Wie es aussieht habe ich mich ein weiteres Mal gesteigert.
Als ich nach der vierten Stunde zur Umkleide gehe, die Schuhe in der Hand haltend, läuft Wasser raus.
Unglaublich!
Schnell ein wenig Pasta vom Buffet verdrückt, nach Hause, heiß Baden und danach die verspannten Knochen massieren lassen.
Den altbekannten Spruch etwas abgewandelt, sage ich:
Alles neu, macht die Thai.
Jetzt sitze ich noch hier, genieße den, nach der Massage kredenzten Tee und bade in meinem eigenen Licht.
Gleich noch essen gehen mit dem Herrn Gemahl und den Tag ausklingen lassen.

Habt einen wundervollen Abend.
Meiner hat schon angefangen:-)

Wiederauferstehung – endlich, Art of Cycling

Nachdem ich heute Nacht schon mal aufgestanden war, weiß der Teufel, was da los war, und mich nach einer kurzen Unterhaltung hier auf WP (ich war etwas wirr, sorry) wieder hingehauen hatte, nun die endgültige Wiederauferstehung.
Nun der Ablauf:
Das erste Glas heißes Wasser habe ich mir gegönnt, eine frisch gepresste heiße Zitrone gönne ich mir jetzt.
Danach ein frischer Ingwer Tee, so habe ich die erste Ladung Mikronährstoffe schon mal intus.
Das ist wichtig, wenn man gedenkt dem Körper 4 Stunden Höchstleistung abzuverlangen, denn über den Schweiß verliert man davon eine Menge.
Beim Frühstück, in einer Stunde, kommt die nächste Ladung in Form von einem Wettkampfquark.
Der ist, außer vollgepackt mit vielem, was der Körper braucht, äußerst lecker und ebenfalls selbst gemacht (die Mischung, nicht der Quark :-D)
Nervös bin ich nicht, gleichwohl stehe ich angenehm unter Strom.
Also, jetzt noch die Sassenhaus bemühen und eine Espresso brühen, damit auch der letzte Lebensgeist die Federn verlässt.

Bestens versorgt die Tasche packen:
Zwei frische Radshirts und  eine frische Radhose zum wechseln, reichlich Handtücher und ein paar Riegel aus Haferflocken; nicht ganz unwichtig, die Radschuhe.

Um 10.30 Uhr treffen mit Frau Steelhammer, im Foyer des Posttowers, umziehen, die zugeteilten Bikes suchen, diese Einstellen und sich langsam einfahren.

Um 11 Uhr:
Mögen die Spiele beginnen!

Ich freue mich.

Warten

Auf Samstag.
Da geht es endlich wieder los. Ein Indoor Cycling Marathon. Initiiert von Art of Cycling.
Das Event steigt zum dritten Mal im Posttower. Vier Stunden wird man uns einheizen. Fette Beats auf die Ohren, reichlich Widerstand für die Beine. Fahren werden wir auf Tomahawk Bikes, sprich der Creme de la Creme der Indoor Cycling Bikes.
Meine Spannfrau wird Anita sein. Die Marathon Frau.
Geiles Team: Frau Zerberus und Mrs Steelhammer rocken wieder den Tower. Ich freue mich sehr darauf.
Danach O-Saft in der 30. Etage. Da kommen Normalsterbliche, wenn sie in der Bude nicht arbeiten, auch nicht hin.
Die Aussicht von da oben ist grandios.
Für ausreichend Kohlenhydrate wird auch gesorgt. Anschließend gibt’s ein großes Pasta Buffet.
Was ich mir dieses Jahr das erste mal für danach gönne, ist eine Thai Massage. Nantiya hat mir einen Termin für 18 Uhr gegeben. Nach Geschäftsschluss. Das finde ich sehr zuvorkommend.

Doch jetzt gibt es zwei Tage Regeneration.

Und nun?

Es ist alles organisiert, alles gepackt, diverse Nachrichten an verschiedene Leute verschickt, Geschenke bei wieder anderen Leuten vorbei gebracht und heimlich an die Tür gehängt, neue Sandalen gekauft (nachdem die anderen leider, leider gestern das Zeitliche gesegnet haben), Katzenfutter gekauft, geduscht, mehrfach gefrühstückt…
Alles erledigt.
Jetzt sitze ich hier und warte darauf, endlich los zu dürfen.
Und tippe mit den Füßen.
Da ist sie wieder: Schwester Ungeduld.