Keine Pauschalisierung bitte

Mann und Hund sind heute wieder an ihrem Stammplatz. Ich bin erfreut zu sehen, dass die Unterlage gestern mitgenommen und heute wieder mitgebracht wurde.
Es wurde die Meinung kundgetan, solche Menschen sollten keine Hunde haben. Das ist eine Meinung, die akzeptiere ich, teile sie aber nicht. Aus meinen Zeiten als Punk, weiß ich, dass es diese Tiere nicht schlecht getroffen haben. Selbst, wenn sie mal einen kalten Hintern haben. Denn, diese Tiere sind oft der einzige wahre Freund dieser Menschen. Seien es nun Punks oder Exjunkies oder andere Hoffnungslose. In unserem sozialkalten Deutschland kann man die Senioren auch noch mit dazu zählen.
Als einzig wahrer Freund bekommen diese Tiere vollste Zuwendung.
Man passt aufeinander auf. Tier auf Mensch, und Mensch auf Tier. Und Tier nimmt Menschen an, egal, ob er systemrelevant ist, oder nicht. Egal, ob er in diesem Leben alles verkackt hat.
Das Tier ist bei diesen Menschen, der, der in der Regel zuerst was zu fressen bekommt. Ist das Tier krank, leidet der Mensch und kümmert sich. So habe ich es früher erlebt, so ist es heute noch. Die Tiere dieser Leute sind meist an der frischen Luft und treffen haufenweise Artgenossen. Alle gleichermaßen hervorragend sozialisiert, weil die meisten schon als Welpen mit dabei sind.  Viele, der Hoffnungslosen haben Hunde. Sie lernen voneinander und sind meist gut erzogen, weil diese Menschen keinen Bock auf Ärger mit den Behörden haben, die Ihnen am Ende den einzigen treuen Freund wegnehmen könnten. Auch dann nämlich leiden Hund und Mensch. Alles schon erlebt. Es zerreißt einem das Herz, sowas mit zu erleben.
Was macht einen solchen Menschen zu einem schlechteren Hundehalter als einen von uns. Mal davon abgesehen, dass jeder ganz schnell ein „Verlierer“ werden kann. Und dann sollte man keinen Hund haben?

Also, bitte keine Pauschalisierung.