Eine Kunst für sich

Es ist schon nicht so leicht, mit dem Espresso. Schon gar nicht, wenn man kein eigenes Mahlwerk besitzt.
In London erstehe ich Espresso bei Harrods. Schöne Dose, manch einer findet sie wahrscheinlich unglaublich kitschig, egal.
Der Kaffee ist schon gemahlen, weshalb ich schon ahne, dass ich hier gerade nur eine zu teure Kaffeedose mit zu grobem Pulver kaufe.
Muss ich sagen, dass ich Recht behalte?
Der gute Harrods-Espresso endet als Kühlschrankdeo, aber ich hab eine Kaffeedose für 12 Pfund erstanden. So läuft es manchmal.

Da mein Espresso aber zur Neige geht, brauche ich immer noch neuen.
Auf zur Kaffeerösterei Weidenbrück, in der Bonner Innenstadt.
Die Dame hinter dem Tresen ist echt freundlich und mahlt mir zwei Proben. Mahlgrad 2 und 3.
Ich kaufe die 2.

Eben gebe ich, freudig erregt, das Pulver in meine Siebträger Maschine. Neugierig, auf das neue Geschmackserlebnis (beziehe meinen Schwarzen ja sonst woanders) harre ich der Dinge, die da kommen.
Es kommt leider- nichts.
Ich habe mein Maschinchen überschätzt.
Schnaufend drückt und presst sie, wie bei einer schweren Geburt, doch es kommen nur Tröpfchen. Mist!
Obwohl die Tropfen, die sie produziert schon lecker sind.
Ok. Vielleicht weniger anpressen. Gedacht, versucht. Es kommt ein wenig mehr… So bekommt man sein Tässchen Espresso auch zusammen; noch ein Versuch:
Weniger Pulver, weniger andrücken (oder besser: Den Tamper nur auflegen), drehen, Wasser Marsch!
Ha! Es kommt Espresso raus. Und er schmeckt sogar.

Also, das nächste Mal Mahlgrad 3, oder gleich ein eigenes Mahlwerk kaufen. Man lernt nie aus.

Oyster Card dann Fish ’n Chips

Nachdem wir im Hotel eingecheckt haben, geht’s direkt weiter, zur Viktoria Station. Wir besorgen uns die Oyster Card, eine Prepaid Karte für die öffentlichen Verkehrsmittel.
Du günstigste Variante, sich zu bewegen, gleich nach dem Laufen.

Danach, fallen wir, ausgehungert von der Anreise, ins Shakespeare Pub ein.
Fish ’n Chips Modell Godfather.
Ein Riesenteller.

Danach geht’s zu Fuß zum Buckingham Palace und weiter, in großem Bogen zu Harrods.
Was für ein Laden. So schön her gemacht.
In der Klamotten Abteilung allerdings schauen sogar die gesichtslosen Schaupuppen arrogant aus der Wäsche.
Jetzt heißt es, den Weg zurück zum Hotel suchen.
Dabei noch schnell etwas Wasser und Obst für unser Zimmer/Wandschrank besorgen und im Shakespeare Pub, bei einem GinTonic die Füße abdampfen lassen.

Mann, bin ich fertig.
An Susi’s Aldi Flip Flops sind heute die Sohlen geschmolzen.