ICG Trainerausbildung – Belohnung

Heute wird nicht gezählt. Kein Cueing, kein Takt, kein Beat, keine Phrase, kein Musikbogen.
Ich bin platt heute. Mental, wie körperlich. Mental, weil es hohe Konzentration fordert, bei der Musik zu bleiben, auch, wenn man abgelenkt ist. Schließlich muss man zählen, um seinen Einsatz zu hören.
Den sollte man als Trainer möglichst nicht verpassen. Das wäre, als würde der Dirigent ihn verpatzen. Das ist die mentale Anstrengung.
Körperlich hat es mich gefordert, weil wir, wenn auch nicht acht Stunden pro Tag, doch fünf Stunden in zwei Tagen gefahren sind. Wir sind Jumps gefahren (um das Cueing zu üben), bis zum erbrechen. Jumps heißt, aufstehen, hinsetzen, aufstehen, hinsetzen. Und damit uns nicht langweilig wurde haben wir auch noch reichlich Freeze mit eingebaut. Und das in nahezu perfekter Haltung. Ich hatte schon eine gute Haltung, bevor ich zur Schulung kam, doch lässt man sie, als Mitglied im Kurs, auch mal schleifen, wenn man ermüdet. Das war an diesen zwei Tagen nicht der Fall.
Wie ein Sensei im Karate, ging der Coach immer wieder hin und hat korrigiert. Das war gut. Ich habe Muskelkater. Mancherorts mehr als nur ein bisschen.
Ich war fleißig, habe mir geholt, was ich mir gewünscht habe. Das Zertifikat wird online zugesandt.
Daher heute: Dolce Vita.
Erst meine Morgengymnastik, dann ein wenig Meditieren, Tasche packen, Obst kaufen und in die Sauna fahren um den kompletten Tag zu entspannen.
Welch wunderbare Aussichten.
Das habe ich mir verdient.

Zwischenmeldung

Das schönste Silvester seit Jahrzehnten. Ist wohl dem Innenleben zu verdanken. Rechne morgen erneut mit einem Schleudertrauma. Leute klasse, Musik cool. Zwei Zigaretten vor, eine nach Mitternacht. Das Tanzen nimmt kein Ende. Der Start ins neue Jahr ist ne Wucht. So darf es weiter gehen.
Frohes Neues, an alle!!!!

Lächeln

Na, Silvia. Was tust Du?
Sitzen und lächeln. Weil ich glücklich bin.

Ich freu mich auf Donnerstag.
Auf die Fahrt, weil ich in die Richtung noch nie so weit gefahren bin.
Die Schreibwerkstatt. Ich bin neugierig auf die Leute; unter anderem Christian Wiesner, mit dem ich schon hier geschrieben habe(hallo Christian!).
Darauf, Neues zu lernen und, ganz bestimmt, Altes wieder auszugraben (wie lange habe ich mich nicht um Rechtschreibung und Grammatik gekümmert?).
Ich würde lügen, würde ich behaupten, nicht neugierig auf Andras Altmann zu sein.
Es wird gut werden. Da bin ich sicher.

Und ich freue mich darauf, von meinen Erfahrungen zu berichten, weil es nichts schöneres gibt, als einem interessieren Menschen etwas zu erzählen.

So, nun muss ich noch ein wenig vorbereiten.

Alles gleich und doch ganz anders

Ich erwache, eigentlich zu früh, höre den Regen, der Kater liegt zwischen dem Herrn Gemahl und mir, atmet mir leise ins Ohr. Alte Pelznase.
Er wird wach, weil er merkt, dass ich wach bin. Wie macht der das nur?
Jetzt ist an weiterschlafen nicht mehr zu denken. Prinz Katz will speisen.
Ich ergebe mich.
Wie gewohnt, werfen wir unsere Pillen ein, die Siebträger wird gestartet, ich mache Frühstück. Natürlich für die Katz; und mich.
Eigentlich alles wie immer. Und doch ist alles anders. Ich fühle mich leicht, entspannt und glücklich. Nichts drückt.
Ich fühle mich wohl, empfinde auch den Regen immer noch als angenehm. Irgendwie passt alles.
Hach! Wie schön!

Genießt den Tag, ich tu es auch.

Der Tag danach – entspannt

Glücklich.
Das beschreibt meinen Zustand in genau diesem Augenblick am besten.
Auf dem Weg von der Dialyse zum Kameha, darf ich erst das Licht der aufgehenden Sonne, im Nebel über den Wiesen der Rheinaue bestaunen, bevor mein Blick auf den Posttower fällt, auf den ich zufahre, und in dem sich die gleiche aufgehende Sonne golden spiegelt.
Weiter geht es über die Südbrücke, der Rhein dampft und über dem nebelverhangenen Siebengebirge steht  in Rot-Gold der aufgehende Stern.
Was für eine Stimmung! Atemberaubend.

Ich liebe diese frühen Morgenstunden im Spätsommer.
Dazu der Gedanke, dass jetzt entspanntere Tage an der Reihe sind.
Ja, ich bleibe dabei:
In diesem Augenblick passt alles. Ich bin glücklich.

Ich wünsche uns allen einen wundervollen Tag.

Mangroven

Der Wald ist leer. So richtig leer. Will meinen ich bin alleine hier. Das gefällt. Es regnet (noch) nicht. Ich laufe los. Richtig gemütlich, hab’s nicht eilig. Nach 10 Minuten höre ich, wie es beginnt zu rauschen. Über dem Blätterdach beginnt es zu regnen, doch muss sich das Wasser erst seinen Weg bahnen.
Erst fühlt es sich an wie feiner Nebel. Das Rauschen wird lauter und jetzt hat das Wasser gewonnen.
In Strömen fließt es die mächtigen Buchenstämme hinab, wobei sich in den Gabelungen kleine Kaskaden bilden.
Innerhalb von 5 Minuten bin ich nass bis auf die Haut. Und glücklich. Dieser Wald ist so schön.
An manchen Stellen steht so viel Wasser, dass man denken könnte, man befindet sich in den Mangroven.
Nach 40 Minuten bin ich zurück am Parkplatz. Körper und Geist geflutet, mit Sauerstoff, Wasser und Endorphinen.
Jetzt ein heißes Bad und heute Abend ins Kino, mit dem Herrn Gemahl.
So geht Entspannung.

Stimmig

Ich kann es nicht in Worte fassen, versuche es aber trotzdem.
Zu merken, dass sich die Abhängigkeiten erledigt haben. Oder anders: Ich habe sie erledigt.
Ich habe mich heute erlebt und gefühlt, wie ich mich lange vermisst habe.
Nein, besser. Die Silvia, die ich jetzt bin, ist stärker, stabiler, als vorher.
Ob ich schon so unabhängig bin, wie ich es mir wünsche?
Ich habe eine Ahnung, wie das ist und bin auf einem guten Weg.
Ich denke, es wird bestimmt noch mal den ein oder anderen Rückschlag geben, aber das werde ich dann schnell merken.
Und darauf kommt es an.
Heute bin ich einfach nur glücklich mit mir und der Welt. Endlich 🙂

Abnehmen und dran bleiben

Neulich las ich von einer Dame, die gerne abnehmen wollte.
Das kann ich gut nachvollziehen, bin ja selber noch dabei.
Bei vielen will es nicht so recht funktionieren. Auch das kann ich gut nachvollziehen.
Allen Damen, und auch Herren werde ich jetzt was dazu erzählen. Vielleicht macht es ja Mut. Oder bringt Euch dazu, dran zu bleiben.
Inzwischen habe ich meine Methode gefunden.

Wollt Ihr wirklich abnehmen?
Hier ein Zitat, das mich aufgeweckt hat:
„Die Abnahme beginnt dann, wenn die Ausreden aufhören.“
Danke, Herr Ellerbeck 🙂

Zuerst einmal könnt Ihr jegliche Diät in die Tonne kloppen.
Vor allem die, bei denen auf irgend etwas gänzlich verzichtet wird.
Z. B. Kohlenhydrate weglassen; Fett weglassen; Zucker weglassen
Alles Mumpitz!

Kohlenhydrate, die Guten, sind die Briketts für Euren Ofen.
Fett, vorausgesetzt das richtige (und nicht in Massen), hält Eure Adern geschmeidig.
Zucker, darf auch gerne mal sein, wer will schon auf Süßes gänzlich verzichten.

Immer, wenn verzichtet wird, entsteht ein Mangel.
Mangel, bedeutet Heißhunger. Vielleicht nicht morgen, aber bestimmt nach zwei Wochen. Dann drückt man ihn noch weg. Aber irgendwann schafft Ihr da s nicht mehr, richtig?

Das meine lieben Freunde, ist Eure somatische Intelligenz. In Wahrheit weiß der Körper, was er braucht. Und er nimmt es sich.

Das einzige, was hilft, ist die Ernährung umstellen. Und zwar klug umstellen. Etwas ganz weglassen, kann man nicht sein Leben lang.
Ja, Ihr habt recht gelesen. Ein Leben lang!

Es wäre schön, wenn’s anders wäre. Aber, wer einmal dick war, hat sich Fett Zellen ran gezüchtet. Und die sind, auch, wenn Ihr schlank geworden seid, immer noch da. Das ist wichtig zu wissen.

Die hocken da und warten; bis Ihr mit Eurer Weglassdiät fertig seid. Und rufen: Fütter mich!
Und deshalb, ist es nötig, die Ernährung so umzustellen, dass das ein Leben lang funktioniert. Und man trotzdem noch Spaß am Leben hat—ohne die fiesen kleinen Dinger wieder zu füllen.

Wer will schon darben?!

Also, heißt es.
Sättigungsbeilagen: gerne
Pflanzliche Fette: gerne
Und einmal die Woche auch gerne mal: SÜNDE!!

Wenn ich selber koche, gibt’s Vollkornnudeln und Vollkornreis und Kartoffeln/ Töften (im Auenland)
Möchte ich eine cremige Soße, nehme ich Schmand.
Es gibt sogar richtig leckeren 30%gen Käse.
Frischkäse in zig Varianten.
Brot: Vollkorn. Toast oder Schwarzbrot.
Vollkorntoast schmeckt eh viel besser, als das pappige Buttertoast.
Man darf sogar Marmelade essen. Richtige, mit Zucker 🙂

Auch wichtig ist eine gut beschichtete Pfanne.
Dann kann man Rapsöl, Olivenöl, Distelöl und, und, und Teelöffelweise verwenden. Ihr werdet staunen, wie wenig man braucht.

Immer gut würzen.
Viel trinken. Ich liebe Wasser! Und Tee!
Obst und Gemüse, her damit!
Auch Bananen. Ja, obwohl die so süß sind.

Und fettarme Fleischsorten, wer Fleisch ist.

Glaubt mir, das ist alles ziemlich easy.
Und es geht noch besser, mit Sport.
Doch darf man den nicht zu hoch bewerten. Manch einer (und ich anfangs auch) denkt, jetzt war ich eine halbe Stunde Joggen, jetzt geht auch ein Stück Torte.
Klar, geht das. Ist aber durch den Sport nicht abgedeckt. Oder gerade so. Sport ist trotzdem Bonus. Betreibt man ihn im aeroben Bereich. Nachbrenn-Effekt.
Kampfpiloten kennen den auch. (Kleiner Scherz)

Je nach Gewicht, ist Sport auch kein Vergnügen. Ich weiß das. Habe ich selber erlebt.

Beißt Euch durch. Probiert verschiedene Sportarten aus.
Ich hab meine beim Indoor Cycling gefunden. Aber, auch das war für mich am Anfang fürchterlich.
Meine Puls Uhr zeigte Werte, wie kurz vorm Infarkt, ich war ungelenk, und beim Treten war auch irgendwie der Bauch im Weg.
Jetzt, bin ich fit. Richtig fit. Der Bauch ist auch weg. Weggeradelt 🙂

Glaubt mir. Es wird. Erst merkt man nicht viel. Aber es tut sich was. Erst im Verborgenen, dann fragt der erste:“Hast Du abgenommen?“ Einfach freuen und erwidern: „Ja, hab ich.“

Und zum Schluss noch ein letzter Tipp: Kleine Ziele, drei bis fünf Kilo, vornehmen. Wenn Ihr die habt, die nächste Etappe. Etappenziele sind super!
Es sind die kleinen Schritte, die einen ans Ziel bringen.

Völlig ohne Selbstkasteiung. Die hat selbst Buddha für Quatsch befunden.

Ich hoffe, ich hab ein wenig Hoffnung geben können.

Bei mir sind 25 Kilo weg. Und weitere werden folgen.

Dran bleiben, Leute. Zur Not geht Ihr zu den Spezialisten, für die unser Ex National Torhüter Werbung macht.

Die erzählen das ganze noch genauer. 😉

Viel Erfolg!!!

Einfach mal lassen

Das Cycling Training war schön fordernd.
Nach der Sauna stehe ich, erhitzt und dampfend, auf der Dachterrasse des Studios. Der Himmel ist klar, der Vollmond steht am Himmel. Mein Blick schweift über die Lichter des nächtlichen Bonn. Ich atme tief, sauge die klare Luft in meine Lungen und genieße diesen Augenblick der Ruhe und Entspannung.
Ich bin glücklich.