Molli – GFK –

Nach dem Training spricht mich eine Latina an. Es stellt sich raus, wir kennen uns von der Trainerausbildung in der Akademy. Sie gibt heute zum zweiten Mal den Zumba Kurs.
Ist also ein echter Frischling, so wie ich.
Als ihre Stunde vorbei ist, bin ich in der Umkleide. Und möchte auf der Stelle loskübeln. Eine Hetzerei ist im Gange, die ihresgleichen sucht.
Die Kursteilnehmerinnen zerreißen sie. Natürlich ist sie nicht anwesend. Sonst wäre es wenigstens konstruktiv.
Ich stehe da, meine Halsschlagader fühlt sich an, als platze sie gleich. Meine Schilddrüse schwirrt. In mir toben die Wölfe. Ich bin wütend.
Was ist das für eine Kackkultur, dass hier immer die Trainer so verrissen werden? Ich will was sagen, lasse es aber, weil ich merke, ich bin wieder pure Emotion. Wenn ich jetzt den Mund aufmache, wird es laut und unsachlich. Ich versuche, mich zu beruhigen.
Es klappt nicht. Je mehr ich versuche runter zu kommen umso zorniger werde ich.
Ich habe ein Bild: Verwandle mich in einen Molotov Cocktail, springe mitten in die Runde, platze und setze die Bude in Flammen. Und diesen unzufriedenen Lästertanten steht die schicke Frisur in Flammen.
Ja, das würde mir in diesem Augenblick gefallen.
Ich geh in die Sauna. Immer noch sauer.
Während des Aufguss‘ gebe ich mir selbst Empathie. Es funktioniert. Ich werde ruhiger. Nun kann ich auch den Teilnehmern mit Empathie begegnen, verstehe sogar ihr Bedürfnis.
Wenn ich die Damen das nächste mal sehe, werde ich mit ihnen sprechen.
Kühlen Kopf bewahren, wenn man diskutiert. Alles andere ist kontraproduktiv.

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Heute GFK Schleife der Verständigung

Heute besuche ich das, für mich, vorerst letzte  GFK Seminar. Thema Schleife der Verständigung. Bei den bisherigen Veranstaltungen ging es darum entweder sich selbst oder dem Gegenüber mit Empathie zu begegnen, um so Verbindung und Verständnis zu schaffen.
Heute wird es um wechselseitige Empathie gehen.
Ich bin gespannt, wie das wird, denn ich fühle mich nicht nach Seminar. Wenn ich nach meinen Bedürfnissen gehe, würde ich mich lieber erst noch mal ins Bett legen, dann mit dem Herrn Gemahl in die Stadt fahren und danach einige Dinge erledigen, die noch zu erledigen sind, um ruhig zu schlafen.
Das Bedürfnis dahinter ist ziemlich klar. Innere Ruhe, dadurch das Jahr, in Form von Papierkram, abgeschlossen zu wissen. Außerdem sind mir die 70€ heute auch eine Belastung. Ich wünsche mir aber Entlastung.
Jetzt läuft gerade folgender in mir:

1)Ja, aber Sabine hat Dir den Rabat eingeräumt und am Ende hat jemand anders den Platz haben wollen. So kurzfristig absagen? Das kannst Du doch nicht machen! Und das Seminar bildet doch den Abschluss.

2) Ich möchte aber viel lieber meine Papiere ordnen und mit dem Gemahl danach in die Stadt fahren, weil mir meine Beziehung wichtig ist. Ich wünsche mir Entlastung und Harmonie. Ich bin überzeugt, das Seminar wird noch mal stattfinden, zu einem Zeitpunkt, der besser passt. Zeitlich und finanziell.

So kann die GFK in Worten aussehen.
Ich glaube, wenn ich Sabine, die auf dem Gebiet wirklich klasse ist, meine Bedürfnisse so mitteile, wird sie mich verstehen. Ich wünsche mir Verständnis.
Und deshalb werde ich nun genau das tun. Auf in die Mail Abteilung.

Bedürfnisse – GFK

Heute hakt es. Ich merke es als ich die Augen öffne. Alles drückt. Der Verkauf der Firma (weil das Danach verborgen im Nebel liegt), das unerledigte Kassenbuch (das ich diesmal mit der Hand schreibe, weil die Excelvariante nicht anerkannt wird), Rechnungen, die bezahlt werden müssen.
Ich teile meine Sorgen mit dem Herrn Gemahl. Wie es so ist zwischen Mann und Frau: Er hört mir zu (das tut gut) und kommt mit einer Menge Ideen um die Ecke. Dafür bin ich dankbar, doch ist es immer noch nicht gut.
Was ich brauche, ist eine LKW Ladung voll Empathie.
Ich gehe rauf, in meinen Meditationsraum, um meine Morgengymnastik zu absolvieren. Nix ist mit Stimmung. Die Sorgen kommen immer wieder hoch. Die Gymnastik verschieben.
Ok, dann anders:
Ich nehme Platz auf meinem Meditationskissen. Mein Atem sagt mir, ich bin in hellem Aufruhr. Er kommt nicht bis in den Bauch.
Erst mal sehen, wo es mangelt. Welches Bedürfnis wird gerade nicht befriedigt?
Oh, als aller erstes: In Erinnerung bleiben, die Geschichte mit der Freundin,die Angst, dass sie mich jetzt vergisst. Erinnerung schafft Verbindung.
Dann: Wissen was die Zukunft bringt.
Das Bedürfnis: Sicherheit.
Ich weine. Gutes Zeichen, ich bin auf dem richtigen Weg.
Sicherheit. Was ist wenn ich mich sicher fühle?
Dann habe ich Halt, Stabilität, Geborgenheit, innere Ruhe, Zuversicht.
Mit all dem verbinde ich mich nach und nach. Und kann wieder tief atmen.
Auf zur Gymnastik. Ich gebe mir selbst Halt.
Was hat der Altmann gesagt?
Welche zwei Tage kannst Du nicht beeinflussen? Das Gestern und das Morgen. Mit anderen Worten, lebe im Jetzt.
Manchmal erinnert man sich besser an solche Weisheiten, wenn man sie an jemndem festmachen kann.

Wieder im Lot

Gestern Abend:
Es funktioniert. Hinsetzen, meditieren, tief reingehen in das Gefühl der Unsicherheit. Und sich dann mit dem Bedürfnis verbinden, das dahinter steht. Sicherheit.
Und dann fühle ich noch mal rein. Was bedeutet es, wenn ich Rückmeldung bekomme. Dann werde Ich gesehen/gehört. Das hat zu tun mit Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Mit all dem verbinde ich mich.
Ich gebe mir all das selbst und damit gebe ich mir selber Halt.
Ein gutes Gefühl.

Heute Morgen sitze ich gleich wieder auf meinem Kissen. Genieße die Ruhe in mir. Spüre nach. Ich fühle mich wohl.
Der Tag darf kommen.

Wieder kein -Aber-

Wieder neigt sich ein guter Tag dem Ende zu.
Ich habe zwei Herzensprojekte in Aussicht, Frau Zerberus abgeliefert, ich fühle, dass ich lebe.
So mag ich es.
Morgen, der Vertiefungstag GFK nach Rosenberg. Das wird auch wieder sehr erfüllend werden.
Der Seminarraum mit Blick auf Gevatter Rhein trägt einiges dazu bei.

Wohl werde ich mit dem Rad hin fahren, und bei diesem traumhaften Wetter, meine Pause am Rhein verbringen.

Ich freue mich sehr.

Habt alle einen schönen Abend, eine gute Nacht und-
lächeln nicht vergessen.

Helfen

Es ist gar nicht so leicht, Menschen zu helfen, an denen mir etwas liegt. Sogar dann, wenn sie, scheinbar, um Hilfe gebeten haben. Obwohl; ist die Frage, ob man weiß, wer ein Auto verkauft überhaupt eine Bitte um Hilfe?
Oder wenn jemand äußert, dass es ihm nicht gut geht; ist das allein schon die Bitte um Hilfe?
Oder interpretiere ich diese Bitte da hinein?
Wenn ich an das GFK Seminar zurück denke, wird mir bewusst, dass der bessere Weg gewesen wäre, zu fragen, ob man überhaupt so viel Einsatz möchte.
Manchmal wollen die Leute auch einfach nur erzählen, was sie bedrückt, ohne gleich eine Lösung präsentiert zu bekommen.
Und vielleicht ist die Info über einen Autoverkäufer ja auch schon ausreichend.
Lege ich mich mehr ins Zeug, dann aufgrund meiner Interpretation. Und wird dieses „Mehr“ nicht angenommen/wahrgenommen wird, ist das keine Ablehnung.
Eigentlich ganz einfach. Alles ist gut. Alles getan. Ich bin gut. 🙂
Manchmal erwarten die Menschen gar nicht so viel.
Und, ich muss ja auch keiner Erwartung, außer meiner eigenen, gerecht werden.

Alte Muster

War ich bis vor einer halben Stunde noch wütend auf mich selbst und habe mich gefragt, was heute mit mir los war; habe ich bis eben noch wölfisch auf mich eingedroschen, so habe ich dank GFK meinen Frieden zurück erlangt. Meinen Frieden mit mir selbst. Alte Muster, das war los. Sonst nichts. Und ein Bauchgefühl, das darauf hinwies. Kein Grund zur Beunruhigung.

Und vor allem kein Grund sich selbst zu zerfleischen. Eher ein Grund sich selbst das zu geben, was man aus alter Gewohnheit bei jemand anderem gesucht hat.

Alles gut. Ich wünsche Euch eine gute Nacht. Möget Ihr was schönes Träumen. Wer heute Nacht mit dem Taxi unterwegs ist, möge eine ertragreiche und sichere Schicht haben.

Und wer am Scheideweg steht, möge sich für einen Weg entscheiden. Gefühl oder Verstand. Es zerreist Dich sonst.

Bis morgen.

Konfliktscheu? II / GFK Seminar

Eine konkrete Antwort auf die Frage, ob „Schweiger“ konfliktscheu sind, habe ich nicht bekommen. Ein paar Optionen, was das Schweigen bedeutet, gab es aber.
Schön, dass gleich zwei „Schweiger“ auf dem GFK Seminar waren, mit denen ich mich austauschen konnte, ohne groß in mein Thema einzusteigen.
Es war sehr erhellend, zu erfahren, wie sie die Welt wahrnehmen.
Interessante Menschen, mit viel Tiefe habe ich kennengelernt.
Und ich habe viel für mich mitgenommen.
Auch hab ich noch mehr darüber gelernt, was im letzten Jahr in mir los war.
Alles ist gut.