Vom Streuben

Um halb zwei steige ich endlich in die Droschke. Doch wer denkt, ich brause los, Geld zu verdienen, der liegt falsch. Erst mal fahre ich zur Post. Die Bewerbung wird auf die Reise geschickt. Ich bin gespannt, was dabei herauskommt. Danach fahre ich in die Stadt. Das Schuhhaus „Gut zu Fuß“ hat angerufen, meine bestellten Schuhe sind angekommen. Ich hole sie ab, bin begeistert, wie hübsch inzwischen Gesundheitstreter aussehen. Der blaue Himmel vom Morgen hat sich gewandelt, so streife ich durch die inzwischen nassgraue Stadt. Och, so was! Noch ein Schuhladen. Und, was für ein Zufall, noch ein Paar Schuhe, das mir gefällt. Reduziert. Gekauft. Zwei Paar Schuhe an einem Tag. Das gab es bei mir noch nie. Ich wage zu behaupten, eine der Schuhärmsten Frauen überhaupt zu sein. Kaufe ich doch sonst nur Schuhe, wenn unbedingt notwendig. Es gibt nur eine Erklärung, für dieses Geldausgeben obwohl kein neues rankommt. Ablenkung.
Es geht mir sowas von auf den Zwirn, dass ich immer noch diese Konzession an den Hacken hab. Dass ich mich immer noch mit dem ganzen Brimborium drum herum befassen muss. Dieses in der Luft hängen, nicht wissen, wann ich endlich kräftig ausatmen darf und sagen:Endlich Schluss. Der Vater des Käufers ist jetzt im Rennen. Er hat versprochen, mir Mittwoch eine konkrete Antwort geben zu können, ob es Geld von der Bank gibt oder nicht. Er sollte sich eilen. Die Aktivierung von Papas Kumpel werde ich nicht zurücknehmen. Legt morgen einer Geld auf den Tisch, ist die Konzession weg. Ich hab die Faxen dicke. Warum soll ich immer auf andere warten?

Von der Hand in den Mund

Winterreifen geordert.
Motor Öl, Dieselfilter, Ölfilter und Innenraumfilter bestellt.
Personenbeförderungsschein muss verlängert werden. Und das alles diesen Monat.
Es gibt wieder Rechnungen, über Rechnungen, die ich fröhlich schieben darf, bis die Kohle da ist, den ganzen Kram zu bezahlen.
Denn ich will nicht schon wieder meine Rücklagen angreifen. Die sind für andere Unternehmungen gedacht.
Ich bin sicher, das geht auch so.
Gut nur, dass der Herr Gemahl mir nicht auch noch seine Schrauberdienste in Rechnung stellt.
Die begleiche ich anders.

Investition

Ein weiteres mal heißt es Geld in die Hand nehmen.
Die unteren Querlenker müssen erneuert, eine Leckage im Kühlsystem beseitigt werden(zum Glück nichts Großes); Bremsbeläge und Scheiben hinten sind runter, für das Rücklicht muss ein neues Gehäuse her und ich muss zwei Birnchen tauschen.
Dann sollte einem weiteren Jahr TÜV, für mein Taxi nichts mehr im Wege stehen.
Ich geh dann mal shoppen. 🙂