Bedürfnisse – GFK

Heute hakt es. Ich merke es als ich die Augen öffne. Alles drückt. Der Verkauf der Firma (weil das Danach verborgen im Nebel liegt), das unerledigte Kassenbuch (das ich diesmal mit der Hand schreibe, weil die Excelvariante nicht anerkannt wird), Rechnungen, die bezahlt werden müssen.
Ich teile meine Sorgen mit dem Herrn Gemahl. Wie es so ist zwischen Mann und Frau: Er hört mir zu (das tut gut) und kommt mit einer Menge Ideen um die Ecke. Dafür bin ich dankbar, doch ist es immer noch nicht gut.
Was ich brauche, ist eine LKW Ladung voll Empathie.
Ich gehe rauf, in meinen Meditationsraum, um meine Morgengymnastik zu absolvieren. Nix ist mit Stimmung. Die Sorgen kommen immer wieder hoch. Die Gymnastik verschieben.
Ok, dann anders:
Ich nehme Platz auf meinem Meditationskissen. Mein Atem sagt mir, ich bin in hellem Aufruhr. Er kommt nicht bis in den Bauch.
Erst mal sehen, wo es mangelt. Welches Bedürfnis wird gerade nicht befriedigt?
Oh, als aller erstes: In Erinnerung bleiben, die Geschichte mit der Freundin,die Angst, dass sie mich jetzt vergisst. Erinnerung schafft Verbindung.
Dann: Wissen was die Zukunft bringt.
Das Bedürfnis: Sicherheit.
Ich weine. Gutes Zeichen, ich bin auf dem richtigen Weg.
Sicherheit. Was ist wenn ich mich sicher fühle?
Dann habe ich Halt, Stabilität, Geborgenheit, innere Ruhe, Zuversicht.
Mit all dem verbinde ich mich nach und nach. Und kann wieder tief atmen.
Auf zur Gymnastik. Ich gebe mir selbst Halt.
Was hat der Altmann gesagt?
Welche zwei Tage kannst Du nicht beeinflussen? Das Gestern und das Morgen. Mit anderen Worten, lebe im Jetzt.
Manchmal erinnert man sich besser an solche Weisheiten, wenn man sie an jemndem festmachen kann.

Leben in der Fülle…

ist wunderbar. Warm;fröhlich; das Gefühl tiefer Freundschaft und Zuneigung, sich selbst und anderen gegenüber, ohne dass der Blick verstellt ist.
Hatte ich gedacht, es ginge nicht mehr besser, als ich in den letzten Monaten schrieb, es ginge mir gut, weil dies und jenes aufgearbeitet ist, sage ich heute: Ich hatte ja keine Ahnung!
Aber ich kann schreiben, schreiben und doch fehlen mir die Worte für das, was Fülle ist. Wie sie sich anfühlt. Und bestimmt ist es bei jedem anders.
Es ist so machtvoll, dass es mich Sonntag hat bersten lassen. So stark, dass ich vor Glück und Erleichterung überlief; weinte und gleichzeitig lachte.
Und das alles, ohne, dass sich außen etwas geändert hätte. Einfach durch Klärung.
Das fühlt sich so gut an!
Ich genieße das jetzt mal und bade darin.
Euch allen einen sonnigen und fröhlichen Tag!
Seid lieb zu Euch selbst; und zu anderen.