Frau Kimble

Früher, als ich es selbst erwartet hätte, melde ich mich zurück. Und ich habe Antworten.
Ich schrieb, ich sei ständig dabei irgendwas zu tun, wie getrieben.
Unbeirrbarkeit. Das ist eine sehr feine Eigenschaft.
Eine Eigenschaft, die es zu stärken gilt.

Denn, wieder einmal stelle ich fest, dass ich mir allzu gerne von anderen Menschen sagen lasse, wie ich etwas oder was ich machen soll.
Ist ja (scheinbar) sehr bequem, gelle… Und äußerst schädlich. Noch so ’ne Komfortzone.

Ich musste mal wieder heftig auf die Bremse treten, weil das irgendwann dazu führt, dass ich mich beginne innerlich abhängig zu machen.
Wie war das?
Wir bekommen so lange immer wieder die gleiche Situation serviert, bis wir die Lösung haben (wohl auch, weil wir uns diese Situationen auch immer wieder selber schaffen).
Ich schätze, die Erkenntnis kam gerade noch rechtzeitig. ERKENNEN! Auch so eine feine Eigenschaft. Hierin werde ich schon immer besser.
Das war es, was mich so unruhig hat werden lassen.
Die betreffenden Menschen werden es nicht alle gemerkt haben.
Es gibt eigentlich nur eine Person, die mich so gut kennt und genug Sensoren besitzt, dass sie es gemerkt haben könnte.
Und sie hat es sogar in Worte gefasst, wahrscheinlich nicht bewusst.

Es war gut und richtig, mich gestern bedeckt zu halten. Ich bin auch nicht ausgegangen. Habe es vorgezogen, mir zuzuhören. Zu hören, wie in mir jemand schreit, dass ich es schon wieder tue. Nämlich: Mich nicht auf mich selbst verlassen.

Heute Morgen erst Gymnastik, dann Meditation. Noch mal rein hören. Hören, ob da noch etwas ist, das gehört werden will.
Ja, da ist noch was. Da kann ich mich selbst drum kümmern.

Den Cycling Kurs morgen, habe ich abgesagt. Mir ist danach, mit dem Herrn Gemahl den Tag in Monschau zu verbringen und im Café Hüftgold Flammkuchen und heiße Schokolade nebst einer dicken Belgischen Waffel und die Ruhe der Eifel zu genießen.

Meine Energiekugel rotiert jetzt wieder gemächlich vor sich hin. Nicht mehr weiß glühend, sondern in einem warmen dunklen Orange.

Mein Selbstvertrauen ist also wieder mit an Bord. Willkommen!

Well done, Silvia 🙂

Der kleine Unterschied

Männer, was ist bloß los mit euch?
Man flaxt mit Euch, man flirtet mit Euch, ihr lasst Euch hinreißen, kleine Geschenke zu machen. Das scheint alles in die Kategorie „gefahrlos“ zu fallen.
Speziell in meinem Fall, ist es im letzten Jahr bestimmt drei mal so gelaufen.
Ich beklage mich nicht. Für mich ist es normal, flirtend und flaxend durch’s Leben zu gehen.
Ich habe Spaß daran. Es kribbelt ein wenig, ich habe oft was zu lachen (nicht zum auslachen), alles super.

Aber wehe, ich gebe offen kund, dass ich etwas, das ihr macht gut finde. Und wehe, ich wage es, auch etwas zu schenken;
es scheint, als käme das einem Heiratsantrag gleich. Fast immer verhaltet ihr euch dann so;
als hättet ihr euch die Finger verbrannt. Jedenfalls wirkt es so.
Was ist das für ein seltsamer Mechanismus, der da in Euch überschnappt?
Auf einmal ergreift ihr in irgendeiner Form die Flucht.

Da lobe ich mir Freund Arne. Inzwischen Vater geworden, hat er den Durchblick behalten und macht immer noch fleißig mit. Wir haben uns deswegen weder von unseren Partnern getrennt, noch sind wir zusammen im Bett gelandet.
Für meine Kollegen gilt das gleiche. Sind die einfach realistischer?

Ich würde das wirklich gerne verstehen. Was denkt ihr Euch?

Oder habt ihr Angst schwach zu werden? Dann habe ich aber auch noch mitzureden. Klar, soweit?