Durchhalten – raus aus der Finsternis

Ursprünglich war das hier die Antwort auf einen Kommentar von der werten Nandalya.
Und obwohl, oder gerade weil ich weiß, dass es in einer Depression so ist, wie es ist, poste ich das hier. Einfach damit Betroffene, wenn sie Hoffnung nicht fühlen, sie wenigstens davon lesen können. Sich erinnern können, wie es ist, welche zu haben:

Du hast natürlich recht. Außerdem könnte ich es ja aus eigener Erfahrung wissen, dass die Leute mit Herz und goldenen Zungen sprechen können und trotzdem nichts ankommt. Da braucht es nicht mal Medikamentendunst.
Wenn man in diesem Loch namens Depression sitzt, seiner Identität beraubt und nicht in der Lage etwas zu fühlen außer, wenn man dann doch was fühlt, bodenlose Traurigkeit, glaubt man einfach nicht, dass das jemals endet. Das ist das wirklich Schlimme daran.
Dadurch entsteht eine so große Hoffnungslosigkeit, die einfach unbeschreiblich ist. Und immer, wenn ich so etwas lese, naja, Du weißt schon…
Das kommt dann nicht an, keine Worte, kein Gefühl, keine gereichte Hand.
In diesem Zustand hilft nur, sich weiterschleppen, bis irgendwann ein Hauch von Licht am Horizont erscheint. Auf den krabbelt man dann zu, selbst, wenn Wolken ihn zwischenzeitlich wieder verdecken. Man weiß wieder, da ist Licht, man kennt die Richtung und dann heißt es durchhalten.
Durchhalten, um aus der Finsternis zu treten ins Licht, wenn man endlich, endlich den Ausgang gefunden hat.
Ja, so ist das… Ich weiß es ja…