Dunkel

…und Grau ist der Tag. Dunkel sind glücklicherweise auch die Lampen im Finanzamt, als ich mit dem Herrn Gemahl dort anreise, um die Steuererklärung einzuwerfen. Sprich, es wird niemand merken, dass wir sie zwei Tage zu spät abliefern (hoffe ich). Danach schnell einkaufen und auf direktem Wege, zurück in die Schnuffelklamotten und auf die Couch. Die Erkältung wütet weiter. Soll sie.
Den Indoor Cycling Marathon morgen habe ich bereits abgesagt, die Tickets an die Kriegerin gemailt. Auch das Modul rechtliche Grundlagen für den Trainerschein, das ich vor dem Marathon besuchen wollte, habe ich abgesagt.
Ich mag mich nicht darüber ärgern. Für beides wird es andere Termine geben. Ich kuriere mich aus und bin zuversichtlich, Montag bei Moritz schon wieder in die Pedalen treten zu können. Die Magen Darm Geschichte hat sich schon beruhigt. Mit Glück waren es Nebenwirkungen vom Wick MediNait.
Der Beipackzettel erzählt davon.
Bei der Wetterlage ist es drinnen sehr gemütlich. Kerzen an, Tee gekocht, Buch geschnappt unter die Decke krabbeln.
Alles hat seine Zeit. Jetzt ist Zeit, die Gesundheit zu pflegen. Brechstange wäre gänzlich fehl am Platz.

Lächelnder Amtsschimmel

Zuerst die Geschichte mit dem Finanzamt:
Meiner Fröhlichkeit widersteht niemand. Am anderen Ende höre ich das Lächeln, als ich anrufe, zu erklären, wohin mein Geld geflossen ist. Nach meiner geflöteten Begrüßung und Schilderung der Fehlleitung meiner Gelder, ist alles geregelt. Ein Knopfdruck der freundlichen Beamtin reicht, um mein Geld der richtigen Steuernummer zuzuordnen.
Man verabschiedet sich, mit gegenseitigen Guten Wünschen für das neue Jahr. Auch Finanzbeamte können Lächeln, gibt man ihnen die Gelegenheit.

Heute, Bürgeramt:
Hier war ich vor drei(?) Wochen, das Führungszeugnis beantragen. Heute komme ich, meinen neuen Ausweis zu beantragen.
Auch hier hat meine Fröhlichkeit scheinbat Wiedererkennungswert. Die Frau an der Information erkennt mich. Meint, den hätte ich doch letztens erst beantragt, da sei ich auch so gut gelaunt gewesen.

Wenn die Menschen mich so in Erinnerung behalten, ist das eine feine Sache, finde ich.