Bastian

Nass und grau. Wetter für einen kleinen Blues.
Ich sitze im Meyer’s. Es ist der gleiche Tisch wie das letzte Mal. Inzwischen kennt man mein Gesicht. Auch, dass ich zum Essen einen Grauburgunder trinke, hat sich eingeprägt. So fühle ich mich wohl, auch wenn ich alleine speise. Die Balladen, die aus den Lautsprechern tropfen, treiben mir ein wenig salziges Glitzern in die Augen. Das darf auch mal sein. Für Erheiterung sorgt Bastian. Ein etwa zweijähriger Wirbelwind, der wild durch Lokal düst. Was er sagt kann ich nicht verstehen, doch er wirkt sehr überzeugt von sich. Ich stelle mir vor, wie ich es ihm gleich tue. Wie die Leute dann gucken würden. Jetzt muss ich lachen. Komische Vorstellung. Ich bekomme etwas von der Unterhaltung der Eltern mit und erkenne, weshalb ich den Knaben nicht verstehe. Ein kleiner Holländer. Die Eltern bleiben bewundernswert gelassen. Sogar mit der Kerze spielen darf der kleine Mann.
Am Tisch neben mir, sitzt eine deutsche Familie. Der jüngere der beiden Söhne quietscht mit den Schuhen und wird gleich zurecht gewiesen. Ich finde es interessant, wie unterschiedlich Eltern reagieren, wenn ihre Sprösslinge sich Gehör verschaffen, beziehungsweise Aufmerksamkeit fordern.

Das Essen ist wieder spitze. Es gibt schwarze Bandnudeln mit Garnelen in Zitronengras Kokossoße. Yammi. Nun sitze ich in meinem Refugium und lasse den Tag ausklingen. Morgen muss ich noch ein paar Dinge auf dem Amt klären. Ich gebe mich jetzt noch ein wenig dem Blues hin. Und morgen ist es wieder sonnig.

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Aufmerksam – Open Table

Es gibt ein Reserviersystem im Netz – Open Table
Eines meiner Lieblingslokale, das Meyer’s Speis und Trank in Bonn Poppelsdorf, kann man so buchen.
Ich wähle einen Tisch für eine Person, nämlich für mich. Zwei Minuten später ein Anruf. Das Meyer’s fragt an, ob es richtig sei, dass ich einen Tisch für nur eine Person reserviert habe. „Ja, das ist richtig.“ Man habe nur sicher gehen wollen.
Der Laden ist nicht nur schön eingerichtet und besticht durch sein gutes Essen, er glänzt auch mit Aufmerksamkeit.

Mal was anderes

Die Kriegerin verkündet, heute sei HITT (High Intensity Training) bei Frank angesagt. Ich bin ehrlich. Das ist etwas, das mir überhaupt keine Freude bereitet. Somit fällt die Entscheidung leicht. Gegen das Cycling Training, stattdessen für den Norbekov und für eine anschließende Meditation. Mir steht der Sinn nach Ruhe. Habe ich die Tasche halt für morgen gepackt. Schließlich bin ich Montag, Dienstag, Mittwoch auch beim Cycling.
Nächste Änderung: Es war geplant, heute Abend bei den Schwiegereltern zum Essen aufzuschlagen. Das haben wir auf Mittag verschoben (geht ja, wegen des abgesagten Trainings). Das wiederum bedeutet, dass ich mich am Nachmittag ganz meiner Bewerbung widmen kann, statt das auf den Abend zu legen.
Bleibt noch zu erwähnen, dass die innere Unruhe auf einen Schlag verschwunden ist. Das nennt man wohl Bauchgefühl.

Satt

Zum Cycling Marathon fahre ich, mit nur einem selbstgezauberten Fruchtjoghurt im Bauch. Weshalb ich in der ersten Stunde Hunger leide (ja, ich übertreibe ein wenig).
Inzwischen hat sich das umgekehrt. Während des Marathons verputze ich drei halbe Käse Brötchen, ein Stück Käse Mandarinen Kuchen und Haribo Konfekt. Danach am Nudelbuffet zwei(!) Portionen Spaghetti Bolognese. Auf dem Heimweg kandierten Ingwer, zu Hause ein Stück Knoblauchwurst und als Nachtisch ein Vollkorntoast mit Honig und Ziegencamembert. Beides auf einem Brot versteht sich.
Laut meiner Pulsuhr habe ich 3600 Kalorien verbrannt. Da ist theoretisch Platz für noch mehr Leckerbissen.

Kekse, Kekse, Kekse

GFK Seminar:
Das Cafe Müllestump, welches ich zur Mittagszeit ansteuere, hat heute geschlossene Gesellschaft. Zwar ist das nicht weiter schlimm, denn so habe ich mir auf einem kleinen Spaziergang ein wenig die Beine vertreten.
Allerdings reicht nun die Zeit nicht mehr, noch eine andere Lokalität anzusteuern, um dort noch etwas zu essen.
Also, zurück ins Seminarhaus.
Aufenthaltsraum:
Hier stehe ich nun, Blick auf den Rhein. Alleine.
Und vor mir auf dem Tisch, ein Buffet voller Kekse!!!!
Ob die wussten, was tun, als sie mich mit den Keksen alleine ließen?

Ein paar lasse ich übrig, doch als die anderen zurück kommen, hat sich der Keksbestand stark reduziert.

Und einen Alibiapfel, den hab ich auch noch verspeist. Will mich ja gesund ernähren.

Gute Nacht

Das Essen ist opulent. Und sehr lecker.
Erst ein Vorspeisenteller, der alleine schon ausreichend wäre, dann eine Fleischplatte.
Auf der Karte steht für 2 Personen, es würden aber auch 3 oder 4 satt davon.
Den dazu servierten Salat schaffen wir nicht mehr.
Dazu gibt es Retsina, den ich zuvor noch nie probiert habe. Sehr lecker.

Wir sitzen, essen und reden. Die rebellische Kriegerin ist mir in den letzten Monaten ebenfalls eine gute Freundin geworden.
Sie ist mit ihren 61 Jahren ein wenig abgeklärter, was schon mal hilft, die Dinge etwas anders zu betrachten.
Außerdem ist sie, wie die Dame, immer ehrlich mir gegenüber. Das ist es, was ich möchte. Ehrliches Feedback. Aufrichtiges Miteinander.
Mir was vormachen kann ich schließlich selber hervorragend 😉
Es war ein sehr schöner Abschluss für einen sehr erfolgreichen, erleichternden Tag.
Oh je! Die 10-Wort Geschichte….

Wieder zurück

Am Nachmittag fahre ich zu Hause vor.
Die Rückfahrt war staubfrei, ich kam super durch.
Gemahl und Kater warten schon. Nach der Begrüßung erst mal auspacken. Ist ja nicht viel, bin ja diesmal mit einer Plastiktüte verreist. Zur Rückkehr geht’s heute Abend zum Griechen. Mit reichlich Knoblauch gebratene Paprikaschoten und gegrillter Oktopus. Ein Gedicht.
Zum Abschluss, Joghurt mit Honig und Walnüssen.
Jetzt sitze ich voll gefuttert auf der Couch und wünsche einen schönen Sonntagabend.

Freudiges Wiedersehen

Um 18.15 Uhr klingel ich bei der Dame.
Herzliche, warme Umarmung. Wir haben uns wieder.
Und natürlich kann ich mich nicht beherrschen, bringe Brownies und Mandelschnitten vom Biomarkt mit.
Dazu kredenzt die Dame Granatapfel/Feige Tee.

Schmausend sitzen wir und erzählen uns unsere Erlebnisse und Erfahrungen der vergangenen eineinhalb Wochen. Nicht zu glauben, was in der eigentlich kurzen Zeit alles passiert ist.
Und es ist wunderbar, sich wieder mit dieser verwandten Seele auszutauschen.
Wir merken erst, wie spät es ist, als wir beide herzlich zu gähnen beginnen. Aus Müdigkeit versteht sich.
Ich muss früh raus, sonst wäre es gleichgültig.
Also, los.

Morgen sehen wir uns wieder. Gemeinsames Laufen in der Waldau. In erster Linie, weil es Spaß macht. Und zweitens als Vorbereitung auf den Firmenlauf.

Ich freu mich und frage mich wieder einmal:
Gibt es etwas schöneres, als eine wirklich gute Freundschaft?
Für mich nicht. Und, danach kommt lange nichts.

Entspannung – Tag 2

Ursprünglich hatte ich geplant, endlich mal unsere Behausung auf Vordermann zu bringen. Doch lässt mich die herausblinzelnde Sonne die Pläne für heute ändern.
Mir ist nach Ausflug und ich stifte den Herrn  Gemahl an, mit mir nach Monschau zu fahren, um im Café Hüftgold essen zu gehen. Er lässt sich nicht lange bitten, also fahren wir los.
Es gibt Flammkuchen. Danach gönne ich mir noch eine wirklich leckere Apfelwaffel mit Zimt und Zucker; wegen des Zimtduftes muss ich die aber alleine essen, weil Makrisa solange den Tisch verlässt. Er kann das einfach nicht riechen. Ich dagegen könnte mich hinein knien.
Um das ganze abzurunden, gönne ich mir noch eine Trinkschokolade vom Schokolöffel mit Kardamom.
Nach dem Essen schlendern wir satt und zufrieden durch Monschau, wobei ich mich in der ansässigen Kaffeerösterei beraten lasse.

Ich habe, wie schon erwähnt, kein Mahlwerk für meinen Espresso, will mir auch nicht noch ein Gerät auf die Arbeitsplatte stellen.
Die Dame in dem kleinen Geschäft ist fachlich kompetent und hat Spaß an ihrem Beruf, das merke ich sofort.
Und sie zeigt mir eine Moccamühle, die von der Firma Zassenhaus seit 80 Jahren unverändert verkauft wird und die ich mir zum Geburtstag schenken will.
Sie ist nicht nur qualitativ hochwertig, sondern auch bestechend schön.
Hier bitte🙂

Jetzt sind wir wieder zu Hause und lümmeln mit dem Kater auf dem Sofa.